• Marcel Friedmann
  • SV Feschbi
October 2021

Donau Expedition III

A 16-day adventure by Marcel & SV Feschbi Read more
  • Trip start
    October 1, 2021

    Wien

    October 1, 2021 in Austria ⋅ 🌙 14 °C

    Es geht wieder weiter, diesmal Einhand. Doch bevor wir (Ich und Feschbi) ablegen gibt es in Wien noch ein paar Dinge zu erledigen.
    Doch zuerst bekomme Besuch von meinem neuen Freund Claus und mache den Prater bei Nacht unsicher. Am nächsten Morgen werden Lebensmittel gebunkert und ich Hacke noch einen ganz besonderen Punkt auf meiner Bucket Liste an: die Historische Instrumenten Abteilung des Weltmuseums Wien, denn da ist die einzige erhaltene Schäferpfeife der Welt ausgestellt. Genial! Auch der Rest des Museums ist sehr zu empfehlen.
    Auschecken, zahlen (1303€ 😭) und bei 4-5 Windstärken von Osten raus auf dem Hafenbecken, durch die Schleuse und Kurs Bratislava!
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  • Jetzt wird es finster!

    October 2, 2021 in Slovakia ⋅ ⛅ 16 °C

    Als ich nachmittags gemütlich losgefahren bin wusste ich noch nicht ganz, wie weit ich fahren wollte. Kurzerhand habe ich noch nach der Schleuse Freudenau entschieden direkt bis zur nächsten Hauptstadt durchzuziehen.
    Was ich nicht bedacht hatte: Es ist schon Oktober ist und wird ziemlich früh und ziemlich schnell dunkel! Also Gas geben, bisher hat ja alles perfekt geklappt. Mit den letzten Sonnenstrahlen um die Kurve ins Hafenbecken und Busch!!…. Leider ist die Einfahrt so versandet, dass wir gleich stehen, das Lot ist schlagartig von 2,5 auf 0 Meter gesprungen. Mist… zweiter Versuch: wieder nichts. Gott sei Dank steht etwas außerhalb ein Ponton an das ich gerade noch so rankomme und an dem ich für die Nacht festmache. Zum Glück, Liegeplatz suchen bei Nacht ist sicher kein Spaß!

    Aber wir sind da, Bratislava! Ich weis ehrlich gesagt nicht, was ich erwartet habe aber nicht das! Ein Berg voll Villen, ein Ufer voll modernster Hochhäuser, ein Schloss, ein Ufo und vieles mehr, ich freue mich sehr darauf die Stadt bei Tageslicht zu erkunden. Bis dahin gute Nacht in von meinem 27. besuchten Land! 😍
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  • Bratislava

    October 3, 2021 in Slovakia ⋅ ⛅ 13 °C

    Wenn man nichts erwartet und eine Stadt einem das Hirn wegpustet! Wow, Bratislava ist echt der Hammer! Die Anfahrt in den Yachthafen Dodo ist gescheitert aber alle alle waren so hilfsbereit und haben so habe ich im Einbruch der Dunkelheit noch einen Platz gefunden. Aller herzlichsten Dank!
    Auch die Schleuse soll morgen wieder in Betrieb gehen und so steht einer Weiterfahrt nichts im Wege.
    In Bratislava selbst habe ich die Burg besichtigt und bin sonst einfach wild drauf los gelaufen. Zu sehen gibt es an jeder Ecke genug und so könnte man hier gut und gerne noch ein paar Tage verbringen.
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  • Kronika Dodo

    October 3, 2021 in Slovakia ⋅ ⛅ 17 °C

    Bei Speiß und Trank habe ich im Yachtclub Dodo das Gästebuch studiert und mich auch selbst verewigt. Hammer dieses Buch durchzublättern! So viele Freunde und Bekannte waren schon hier und es ist echt toll ihre Zeilen zu lesen. So eine Community ist schon was.
    Weiterhin gute Fahrt allen Binnenskippern!
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  • Busgeld, Buddyboat und Nachtschicht

    October 4, 2021 in Slovakia ⋅ ⛅ 25 °C

    Nachdem ich telefonisch von der Schleuse Gabcikovo erfahren habe, dass diese um 14:00 Uhr öffnet habe ich mich guter Dinge gegen 10 Uhr auf den Weg zum Schleusenkanal gemacht.
    Keine 10 Minuten später ist mir auch schon die Polizei mit deinem schwedischen Sportboot im Schlepp entgegengekommen und signalisierte mir wild gestikulierend bei ihnen anzulegen.
    Von dem freundlichen Polizisten habe ich erfahren, dass die Zufahrt auch bis 13 Uhr gesperrt ist und das würde 50€ kosten.
    Die Geschichte ist wirklich lange, daher hier nur kurz: ich habe also an einem Frachter angelegt, 50€ bezahlt und zusammen mit der Crew des schwedischen Bootes (Ein Serbe und ein Ami) gewartet. Wir haben uns gut verstanden und sind daher um 13:00 Uhr gemeinsam Richtung Schleuse aufgebrochen.
    Fahrt, Schleusung im Päckchen, alles gut. Das Problem war nur, dass wir auf Grund der verlorenen Zeit keinen Hafen mehr bei Tageslicht erreichen.
    Wir steuerten also gegen 19:00 Uhr einen Ankersee an, welcher in meinem Revierführer stand, dieser war aber so flach und versandet, dass wir nur in die Einfahrt gekommen sind. Da es wirklich dunkel wurde und es keine Alternative in der Gegend war haben wir also Anker ausgebracht und essen gekocht.
    Langsam sind auch die unzähligen Schiffe der Berufsschiffahrt an uns vorbei gezogen, es hatten bestimmt 40 vor der Schleuse auf die Öffnung gewartet. Bis 10 Uhr sind viele Frachter an uns vorbei, die Anker schienen zu halten, daher sind wir schlafen gegangen.
    Ich habe um 11 noch mal Ausguck gehalten (alles gut) und für 00:30 den zweiten Wecker gestellt - dich soweit ist es nicht gekommen.

    Ziemlich genau zur Geisterstunde fing es an irre laut zu gurgeln und mein Boot neigte sich ca 10-15°. Ein Schnalzer rignalisierte das ausbrechen des Heckankers, das Boot drehte sich schlagartig 180° und wurde Richtung Donau gezogen. Erstmal kein Problem, da mein Hauptanker das Boot sicher gehalten hat aber aus dem Fenster sah ich meine neuen Freunde langsam davon treiben. Einmal laut TRÖÖT und schon ging bei ihnen Licht an und sie motorten wieder zu mir. Auch ich hatte den Motor laufen und entschloss mich das Boot Vollgas in den Schlick zu setzen.
    Was war eigentlich passiert? Innerhalb von 10min war es klar, die weißen Flotten (Donaukreuzfahrt) kommen nun von der Schleuse und die fahren so schnell, dass es uns das Wasser aus der Einfahrt saugt. Ein Blick auf den Schiffsradar (AIS) und es war klar, dass die Passagierschiffe für Stunden an und vorbei rasen würden, alle 1,5 Stunden drei Stück.
    Also muss eine Lösung her, Leine an den Anker gebunden, mit dieser aufs Standup-Paddelboard und an Land. Naja das Land stellte sich als Schlick heraus und ich steckte bis zu den Knien im Matsch.
    Reinspreizen und Hand über Hand den Anker und das Boot Richtung Land ziehen.
    Geschafft, bis zum Morgen brauche ich mir keine Sorgen mehr machen. Trotzdem stehe ich jede Stunde auf, erwarte die großen Dampfer und Bange in Schräglage und unter lautem Gurgeln. Ohne Grund, alles hält bombig!
    Um sicherzugehen, dass ich aus dem Schlick auf auch wieder rauskomme breche ich um 6:00 Uhr früh gemeinsam mit meinen Freunden auf, jedoch werden sich unsere Wege wieder trennen - sie haben andere Pläne.
    Es war mir eine Freude, gute Fahrt.

    Auf nach Ungarn 🇭🇺
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  • Der nächste Tag

    October 5, 2021 in Hungary ⋅ ⛅ 21 °C

    Um sechs Uhr ging es also los dem Sonnenaufgang entgegen. Heute nur eine kleine Etappe. Unterwegs habe ich noch eine alte kilometerlange Befestigungsanlage am rechten Ufer besucht und damit offiziell Umgarn erreicht!
    Cool 😎
    Danach musste ich leider feststellen, dass die geplanten Häfen von der Tiefe wieder nicht reichen und so bin ich erneut nach einer nun doch nicht so kleinen Etappe vor Anker gegangen.
    Diesmal in einem wunderschönen Altarm geschützt von Sog und Wellen.
    Eine Runde paddeln, eine Runde schwimmen, ein leckeres Essen und der Platz war wirklich toll.
    Abends zog dann noch der vorhergesagte Starkwind auf, nur leider auf Grund einer Verwirbellung aus der komplett anderen Richtung als erwartet.
    Wird wohl wieder eine Nacht mit kurzen Schlafphasen und viel Ankerwache.
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  • Ungarische Gastfreundschaft

    October 6, 2021 in Slovakia ⋅ 🌧 11 °C

    Heute stand nochmal ein langer Tag auf dem Programm. Nach stundenweisem Schlaf (Ankerwache) habe ich um 6:20 den Anker eingeholt und die 84km lange Etappe nach Budakalasz gestartet.
    Kleine Dörfer und große Paläste zieren die Ufer und trotz schlechtem Wetter gibt es einiges zu sehen.
    Lektion des Tages: Kaffee hält den Skipper zwar wach, bringt aber andere menschliche Bedürfnisse mit sich, die als Alleinfahrer schwer zu befriedigen sind. Erster geplanter Halt im Schutzhafen Pilismarot musste mal wieder ausfallen, da die Einfahrt versandet war und so habe ich im Dörfchen Nagymaros festgemacht um etwas einzukaufen und besagte Geschäfte zu erledigen. Nach englisch oder deutsch sprechenden Personen sucht man hier mittlerweile vergeblich, das finde ich echt super!
    Kurz danach ging es weiter in den idyllischen Szentendre Arm, der 35km parallel zur „Haupt-Donau“ läuft und von der Berufsschifffahrt nicht genutzt wird. Hier ist es einfach toll, ruhig, keine Wellen, einfach superschön und so lege ich noch einen Ankerstop ein, esse etwas, repariere meine Standheizung (langsam wird’s kalt) und döse etwas. Gegen 15:30 Uhr nehme ich die letzte Stunde zu meiner ungarischen Gastfamilie in Angriff und lege am Steg des grünen Hausbootes an, wo ich schon freundlich empfangen werde.
    György (kann man nicht aussprechen!) und Linda laden mich gleich zu echt ungarischem Essen ein und bei so einigen Bierchen werden Geschichten und Erfahrungen getauscht. Später tauen auch die Töchter Elza und Hanna auf und ich darf zum spielen und toben herhalten. Erstaunlich ist, das elza mit 5 Jahren fast fliesend englisch spricht.
    Am besten finde ich die zwei Hunde, der eine rießig und über 70kg schwer und der andere klein, flink und eindeutige der Boss, auch wenn er nur 1/10 wiegt.
    Alles in allem ein super Tag und ich falle früh ins Bett zu erholsamen 13 Stunden Schlaf. War ja auch noch ein bisschen was nachzuholen :)
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  • Széchenyi

    October 7, 2021 in Hungary ⋅ ☁️ 13 °C

    Meine Gastgeberin Linda ist ganz begeistert von Budapest und so habe ich sie nach einem Insider Tipp gefragt.
    Empfohlen wurde ein türkisches Bad oder Spa und so habe ich mich gegen Mittag auf den langen Weg mit dem Fahrrad gemacht. Ziel: Das Heilbad Széchenyi.
    Die Reifen meines Rades werden langsam immer platter und gerade als ich mich nach einem Fahrradladen umschauen wollte habe ich öffentliche Luftpumpen entlang des Radweges entdeckt. Eine super Sache!! …nur leider funktioniert keine einzige. Also doch ins Einkaufszentrum - Luftpumpe, Badelatschen, Mittagessen.
    Den restlichen Nachmittag habe ich dann im Thermalbad verbracht, welches das größte Europas ist. Der Prunkvolle Bau hat sicher schon bessere Zeiten gehabt und ist leider innen wie außen etwas am zerfallen. Auch beim Blick aufs Wasser kommt man wenn man deutsche Bäder gewohnt ist erstmal ins Grübeln. Hier wird das Wasser ungefiltert aus den unterirdischen bis zu 75° heißen Quellen in die Becken geleitet und das ist dadurch etwas grün-gelb-bräunlich. Trotz des leicht heruntergekommenen Zustandes ist das Bad voll mit Personen jeglichen Alters und besonders viele junge Erwachsene entspannen in Gruppen in den vielen Becken. Auch ich habe sämtliche Becken, Dampfbäder und Swimmingpools genutzt und hatte einen super Badetag welcher wenn wir mal ehrlich sind auch bitter nötig war ;)

    (Die zwei letzten Bilder stammen von Google)
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  • Szentendre

    October 8, 2021 in Hungary ⋅ ☁️ 12 °C

    Szentendre oder Sankt-Andrä ist eine Künstlerstadt im Norden Budapests. Viele kleine Gassen, Kunsthandwerksgeschäfte, Streetart und Lokale zieren die schöne Stadt am Szentendre-Donauarm. Eine Stadtbummel, ein leckeres Mittagessen und ein paar Besorgungen bei OBI haben den Tag wie im nu vergehen lassen.Read more

  • Budapest

    October 9, 2021 in Hungary ⋅ ☀️ 11 °C

    Heute ging es dann endlich in die Stadt Budapest. Immer wieder beeindruckend aber am schönsten ist sie doch vom Wasser wie ich es bereits auf einem Passagierschiff während eines Servicemeetings erleben durfte. Die Durchfahrt auf eigenem Kiel muss leider bis nächstes Jahr warten, denn aufgrund des Pegels, der Unsicherheit ob ich in den geplanten Winterhafen komme und aufgrund eines super Angebotes der Gastfamilie hier habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen das Boot in Budapest zu überwintern. Schade finde ich es schon, da ich gerne noch eine Woche gefahren wäre aber wie sagt man so schön: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so blicke ich freudig und gespannt auf die nächste Saison. Lasst uns auf einen sicheren Winter hoffen :)Read more

  • Winterschlaf

    October 10, 2021 in Hungary ⋅ ⛅ 8 °C

    Und dann war es Zeit Abschied zu nehmen.
    Frostschutz in alle Seeventile und diese schließen, WC einwintern, Motor frostsicher machen, Solar, Fahrräder und SUP verstauen, alle Flüssigkeiten von Bord, Tank füllen, Öl checken, Winterpersenning aufziehen, Wassertank leeren, Bilgenpumpe installieren und so weiter und so weiter.
    Gott sei Dank hatte ich Unterstützung von der sehr aufdringlichen Bordkatze Gellert.
    Dann noch mein kleines Gastgeschenk abgegeben und los gehts nach Hause:
    -20min laufen
    -Bus
    -Straßenbahn
    -Ubahn
    -Zug
    -ICE
    -S Bahn

    Übrigens ist McDonalds in Ungarn so viel besser! Chicken-Camenbert-Burger mit Süßkartoffelpommes, Eistee (mit Papierdeckel) und Nuggets in scharfer Pannade sollten mich bis Wien durchbringen.
    Schon wieder in Wien, dann ohne Schleuse… schräg
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    Trip end
    October 16, 2021