• Tag 6: Ein Tag am Meer

    April 20 in Sweden ⋅ ☀️ 12 °C

    Oh, welch ein Wunder: Der heutige Tag war strahlend schön, kühl zwar, etwas windig, aber Sonne, Sonne, Sonne. Da kommt richtig Freude auf. So haben wir beschlossen, heute hier zu bleiben, die Gegend zu erwandern und die Ruhe und die Natur zu genießen. Durch Torekov, das ist der Ort, in dessen Nähe wir übernachten, führt der bekannte schwedische Fernwanderweg Skäneleden. Auf einem kleinen Teil davon machen wir heute eine Wanderung, in der Hoffnung, unsere Tradition fortsetzen zu können und nach einem starken Kaffee im Balu gemütlich irgendwo frühstücken zu können. Aber nichts da. Alles zu, noch keine Spur von Saison. Da müsst ihr in zwei Monaten wieder kommen, hieß es in einer Bar, die offen schien, aber geschlossen hatte. Eine private Männerpartie hatte sich dort eingefunden. Aber meine Enttäuschung war sichtbar und so bekam ich doch noch eine Tasse Kaffee.
    Der Weg führte vorbei ab einem riesengroßen Golfplatz und überall am Strand stehen Bunker herum, Zeugen einer düsteren Zeit.
    Am Nachmittag waren wir wieder zurück, planten unsere weitere Reise bzw, die nächsten Tage und genossen die Ruhe und das Nichtstun.
    Besonders schön ist es, die Nonnengäse, die hier scharenweise vorkommen, zu erleben. Früher glaubten die Menschen, dass diese Gänse aus Entenmuscheln schlüpfen, da ihre arktischen Brutplätze unentdeckt blieben – daher rührt auch ihr englischer Name „Barnacle Goose“. Spektakulär ist der Lebensstart der Küken, die sich bereits drei Tage nach dem Schlüpfen von bis zu 120 Meter hohen Klippen stürzen, um ihren Eltern zum Futterplatz zu folgen. Trotz dieses riskanten Falls überleben viele Jungtiere den Aufprall auf den Felsen dank ihrer extrem leichten Knochen und der dämpfenden Daunen.

    Am Abend erlebten wir bei Pasta all'aglio, olio e peperoncino einen herrlichen Sonnenuntergang.
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