• Tag 39: Ålesund

    May 23 in Norway ⋅ 🌧 10 °C

    Es war wieder einmal eine total ruhige Nacht auf unserem Platz am Fjord. Am Vormittag starteten wir heute dann los nach Alesund. Das Wetter wird schlechter, aber heute ist es noch einigermaßen ok. Ab und zu kurze Regenschauer, aber alles in allem ganz angenehm, wenn auch von frühlingshaften oder sommerlichen Temperaturen keine Rede sein kann. Auf dem Weg dorthin kamen wir ganz unerwartet an der bisher billigsten Tankstelle vorbei, an der der Sprit umgerechnet 1,65 Euro kostete. Also, nichts wie tanken. Da stellten wir fest, dass zu der tankstelle auch ein Restaurant und ein Campingplatz gehören. Das brachte uns ein wunderbares Frühsück im Camping/Restaurant Fjellstova ein
    In Alesund fuhren wir gleich auf auf den Stadtberg Aksla, wo wir neben einem Fußballplatz parken konnten, um zu Fuß zum Aussichtspunkt Fjellstua zu kommen, der wirklich spektkulär über der Stadt liegt.Ein bisschen nebelverhangen war die Aussicht dann schon, aber trotzdem schön. Danach haben wir den Balú einfach stehen lassen und sind zu Fuß die 450 Stufen zum Stadtpark hinunter gegangen, von wo aus wir gemütlich die Stadt erkundeten.
    Ålesund ist eine relativ junge Stadt. Die alte Stadt ist nämlich im Jahre 1904 einem verheerenden Brand zum Opfer gefallen. Danach wurde sie fast vollständig in einheitlichem Jugendstil wieder aufgebaut. Für diese einzigartige Jugendstilarchitektur ist die Stadt auch weltweit bekannt.
    Ein kurzer Rundgang in der Stadt, um die Jugendstilhäuser zu bewundern, ein Besuch auf dem heutigen Markt, der hauptsächlich aus Imbissbuden besteht und aus einem Käsestand, an dem wir uns für 2 Stück Käse finanziel verblutet haben und ein Besuch im Jugendstilzentrum KUBE, damit war unser Interesse an der Stadt dann erschöpft. Das Jugendstil zentrum verdient aber doch ein paar Worte: Das in einer historischen Apotheke von 1907 und der ehemaligen Nationalbank untergebrachte Museum verbindet authentische Jugendstil-Interiors perfekt mit moderner Kunst.
    Neben der faszinierenden Dauerausstellung samt einer multimedialen „Zeitmaschine“ zum Stadtbrand von 1904 zeigt das Haus aktuell die filigrane Schau „Livslang kjærlighet til emaljen“ (Lebenslange Liebe zum Emaille).
    Zudem präsentiert das KUBE als ganz frisches Highlight die erste große norwegische Einzelausstellung über das Werk der schwedischen Künstlerin, Fotografin und Weltenbummlerin Tyra Kleen.
    Ach ja, noch was ganz Wichtiges: Wir wollten 2 Flaschen Wein kaufen. Das geht aber in Norwegen gar nicht so einfach. Es gibt in normalen Supermärkten keine alkoholischen Getränke mit einem Alkoholgrad von über 5%. Aber auch Norweger*innen trinken gerne Wein. Aber dafür gibt es eigene Geschäfte, die Vinmonopolets. Die gibt es aber nur in größeren Städten. Da wir heute in Alesund zufällig an so einem Vinmonopolet vorbei gekommen sind, beschlossen wir kurzerhand, uns ein bisschen umzusehen. Die Auswahl an Weinen aus allen Weingegenden der Welt ist beachtlich. Die Preise sind es auch. Trotzdem haben wir 2 Flaschen Vermentino di Gallura erstanden. Mal sehen, ob er auch so gut schmeckt, wie auf Sardinien. Danach machten wir uns wieder zu Fuß den Berg hinauf zu unserem Auto und fuhren ein paar Kilometer weiter Richtung Norden.
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