• Tag 38: Von Berg zu Berg

    May 22 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C

    Das war gestern also nichts am Dalsnibba mit dem herrlichen Blick über die Gletscherwelt. Aber heute um halb 3 Uhr früh wachte Thomas zufällig auf und da ging gerade die Sonne über den Gletschern auf. Ein Bild für Göttinnen.
    Um 8:00 Uhr war dann aber der ganze Zauber wieder verschwunden und Nebel lag über dem Tal. Daher blieben wir dann auch nicht lange oben am Berg, sondern fuhren bald hinunter ins Tal nach Geiranger. Heute konnten wir endlich einkaufen, das Internet, das gestern alle Kassen lahmgelegt hatte, funktionierte wieder. Parkplatz vor dem Geschäft, aber nicht zum Geschäft gehörend, 20 Minuten parken, zum Auto kommen, Strafzettel.. Die Strafzettel sind gelbe Streifen, ungefähr im Format von denen, die am Flughafen an den Koffern befestigt werden. Der Streifen ist am Scheibenwischer der Windschutzscheibe befestigt. Autokennzeischen, Vergehen, Betrag sind darauf festgehalten. Und ein QR Code über den ich nur die Kreditkartennummer eingebe und schon ist bezahlt. Übrigens wohlfeile 660 NOK, was 61,25 € entspricht.
    Nun aber nichts wie weg hier und weiter zum Trollstigen.
    Der Trollstigen ist eine der spektakulärsten und bekanntesten Landschaftsrouten in Norwegen (Teil der Fv63).
    Die Straße schlängelt sich in 11 engen Kehren eine steile Felswand hinauf. (oder hinunter, jenachdem von welcher Seite man kommt. - für uns war es hinunter). Jede Kurve hat ihren eigenen Namen, benannt nach dem jeweiligen Bauleiter.
    Mittendrin überquert man auf einer Brücke den mächtigen Wasserfall Stigfossen, der über 300 Meter in die Tiefe stürzt und jetzt schon gewaltig ist.
    Oben auf dem Plateau (auf 858 m) gibt es eine moderne, architektonisch spektakuläre Aussichtsplattform mit Blick über das gesamte Tal und die Serpentinen

    Nach massiven Felsstürzen in den Vorjahren wurde die Wand aufwendig gesichert. Die Straße öffnete dieses Jahr am 27. April extrem früh, kann aber bei starkem Regen wegen Steinschlaggefahr kurzfristig gesperrt werden.
    Das war wirklich eine beeindruckende Tour, die aber autofahrerisch einiges forderte. Deshalb wollten wir nicht mehr soweit fahren. Kurz vor Alesund fanden wir am Romsdalsfjorden einen feinen ruhigen Übernachtungsplatz.
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