• Nochmal Tag 42: Kristiansund

    May 26 in Norway ⋅ 🌧 9 °C

    Unser heutiger Besuch in Kristiansund stand wettertechnisch unter keinem guten Stern: Es war kalt und goss den gesamten Tag wie aus Eimern. Doch wir ließen uns davon nicht die Laune verderben.
    Die geschichtsträchtige Stadt, die heute rund 24.000 Einwohner zählt, erstreckt sich über vier Hauptinseln (Nordlandet, Gomalandet, Kirklandet und Innlandet), die mitten im Atlantik liegen. Die beste Art, diese zu erkunden, ist das traditionelle öffentliche Boot – die Sundbåten. Diese Fähre gilt als eines der ältesten öffentlichen Nahverkehrsmittel der Welt, das ohne Unterbrechung in Betrieb ist!
    Wir haben die komplette Runde über alle vier Inseln gemacht. Das Highlight wartete auf einer der Inseln in Form eines kleinen, unscheinbaren Ladens: Hier gab es fangfrischen Fisch direkt auf die Hand – ein absoluter Genuss und genau der authentische Geschmack, den wir suchen.

    Nach dem Fischeinkauf ging es noch für Besorgungen zu Spar. Dort ergab sich ein unheimlich aufschlussreiches Gespräch mit einer jungen Mitarbeiterin über die Arbeitssituation im norwegischen Einzelhandel. Es war spannend zu hören, wie extrem zufrieden und motiviert sie bei Spar im Vergleich zu anderen Ketten ist – ein schöner, persönlicher Einblick in den norwegischen Alltag abseits der Touristenpfade.
    Danach hieß es für uns aber: Nichts wie weg! Kristiansund erhielt bereits 1742 das Stadtrecht und wird landesweit als die „Klippfisch-Hauptstadt“ Norwegens bezeichnet, da von hier aus historisch der getrocknete und gesalzene Kabeljau in die ganze Welt exportiert wurde. Uns persönlich hat die Stadt allerdings nicht begeistert. Unser ehrliches Fazit: Kann man besuchen, muss man aber nicht unbedingt gesehen haben. Wobei man fairerweise sagen muss: Vielleicht lag dieser graue Eindruck auch einfach am ungemütlichen Dauerregen.

    Mit der Weiterfahrt begann dann unser Inselhopping. Auf unserem heutigen Übernachtungsplatz auf der westlichen Inselkette von Smola gab es ein vorgezogenes Geburtstagsessen für Thomas, weil wir gerade frischen Fisch hatten. Dazu habe ich sogar einen Kuchen mit Beeren im Omnia gebacken
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