• Tag 46: Östersund und nach Norden

    May 30 in Sweden ⋅ ☁️ 13 °C

    Der Übernachtungsplatz in Östersund war super, auch wenn hier die Menschen die ganze Nacht feiern und grillen und spazieren gehen und manche Hartgesottenen gehen sogar ins Wasser. Aber ist ist alles ganz gemütlich und friedlich. Nach Norwegen ist hier die Freundlichkeit der Menschen wieder auffallend.
    Aber: Das Wetter mag uns nicht wirklich. Es war den ganzen Tag regnerisch, erst jetzt am Abend wurde es richtig schön.

    Also Östersund: Wir waren guten Willens, wollten den Ort besichtigen- kann man. muss man nicht. Und wir besuchten das vielgepriesene Jamtli - Museum. Kann man, muss man nicht. Für das, was es zu dieser Jahreszeit zu bieten hat, ist es schlichtweg zu teuer. Immer wieder kommen wir drauf, dass einfach nicht jedes angepriesenen Highlight wirklich sehenswert ist. Dennoch hier ein paar Infos zu Jamtli:
    Das Jamtli in Östersund wird oft als eines der besten Freilichtmuseen Schwedens angepriesen. Ich bin ein absoluter Fan von Freilichtmuseen, aber wenn das so ist, brauche ich mir hier keines mehr anzusehen.
    Dennoch: Wer durch die schwedische Region Jämtland reist, stolpert unweigerlich über das Jamtli in Östersund. Es ist eine Mischung aus modernem Hallenmuseum (inklusive einer Filiale des schwedischen Nationalmuseums) und einem weitläufigen Freilichtmuseum mit historischen Höfen aus dem 18. bis 20. Jahrhundert.
    Was es theoretisch gäbe:
    Die Överhogdal-Tapeten: Das unbestrittene historische Highlight im Innenbereich. Diese gut erhaltenen Wikinger-Textilien stammen aus der Zeit zwischen 800 und 1100 n. Chr. und zeigen detailreiche Motive von Menschen, Pferden und Fabelwesen.
    Das Freilichtmuseum: Ein weitläufiges Areal mit originalen Holzgebäuden, die den historischen Alltag der Region abbilden sollen. Im Sommer (Hauptsaison) wird das Gelände durch Schauspieler („Jamtli Historieland“) zum Leben erweckt. Jetzt ist aber alles geschlossen, nichts beschriftet und wenn doch, dann nur auf Schwedisch
    Das Museum beleuchtet auch die Geschichte und die tiefen Spuren der samischen Kultur in dieser Region.

    Ok, wir hatten uns in Kultur versucht, haben auch die einen oder anderen wichtigen Infos bekommen, mehr gibt Östersund zu dieser Jahreszeit wohl nicht her. Wir machten uns also zu Fuß wieder Richtung Parkplatz am See und fuhren weiter nach Norden, wo wir in der Nähe des Ortes Dorotea an einem schönen See einen feinen Übernachtungsplatz fanden und sogar die Abend- bzw. Nachtsonne genießen konnten. Noch gibt es ja Sonnenuntergang und-Aufgang. Dazwischen liegen 2,5 Stunden.
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