• Ein Tag in Tbilissi/ Tiflis

    September 14 in Georgia ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Tag begann etwas hektisch, weil die Hotel Organisation dem riesigen Ansturm am Frühstücksbuffet weder mengenmäßig noch organisatorisch gewachsen war. Unsere kleine Gruppe ( 10 Personen) von Weltweitwandern war heute Früh schon komplett. Außer uns beiden noch Heinrich, Gabi, Hermine, Edith, Gerlind, Christina, Caroline und Kerstin. Acht Frauen und nur zwei Männer.
    Nach dem Frühstück holte uns Lewan ab und führte uns durch die georgische Hauptstadt.
    Tiflis liegt malerisch im Tal des Flusses Kura (Mtkvari) und verbindet orientalische Einflüsse, zaristische Eleganz und kühne moderne Architektur.
    Die Geschichte von Tiblis reicht bis ins 5.Jhdt. zurück. König Wachtang I. Gorgassali gründete die Stadt an heißen Schwefelquellen (tbili = warm).
    Tiflis ist Knotenpunkt der Seidenstraße: Durch die strategische Lage zwischen Europa und Asien wurde Tiflis mehrfach erobert und zerstört (u. a. von Persern, Arabern, Mongolen), behielt jedoch seinen multikulturellen Charakter.
    Nach über einem Jahrhundert unter russischer bzw. sowjetischer Herrschaft ist Tiflis seit 1991 die Hauptstadt des unabhängigen Georgiens.
    Mit Lewan besuchten wir die Altstadt Kala:
    Verwinkelte Gassen, geschnitzte Holzbalkone und die historischen Schwefelbäder (Abanotubani) mit ihren Ziegelkuppeln.
    Weiters fuhren wir mit der Gondel Seilbahn zur Festung Narikala: Sie überragt die Stadt seit dem 4. Jahrhundert. Derzeit ist die eingerüstet. Der Blick auf die Stadt von da oben ist faszinierend
    Weiters besuchten wir Kartlis Deda (Mutter Georgiens): Monumentale Aluminiumstatue auf dem Bergkamm, die eine Schale Wein für Freunde in der einen Hand, ein Schwert gegen Feinde in der anderen Hand trägt.
    Danach ging es weiter zur Zminda-Sameba-Kathedrale: Eine der größten orthodoxen Kathedralen der Welt, weithin sichtbar auf dem Elia-Hügel.
    Wir wanderten dann durch die Gassen der Altstadt, die derzeit allerdings total überlaufen sind. Lauter Reisegruppen und ein faszinierendes Sprachengewirr.
    Mittagessen gab es in einem typisch georgischen Restaurant.
    Aktuelles über Tbilissi& Soziale Situation
    Einwohnerzahl: Rund 1,3 Millionen Menschen – das entspricht mehr als einem Drittel der gesamten Bevölkerung Georgiens.
    Lebenshaltung & Einkommen: Das Durchschnittseinkommen liegt bei umgerechnet etwa 500 bis 650 Euro im Monat. Renten sind mit rund 100 bis 130 Euro sehr niedrig, weshalb viele ältere Menschen auf familiäre Unterstützung angewiesen sind.
    Wirtschaftlicher Kontrast: Tiflis ist das pulsierende Zentrum für IT-Start-ups, Tourismus und Gastronomie. Neben einer modernen, westlich orientierten Jugend und neuen Szenevierteln (wie Fabrika) prägen steigende Mieten und Gentrifizierung den Alltag.
    Gesellschaftliche Dynamik: Das Land steht im Spannungsfeld zwischen starker pro-europäischer Ausrichtung der Bevölkerung (besonders der Jugend) und politischen Debatten über den Kurs der Regierung.

    Ich persönlich habe die Stadt heute genauso faszinierend erlebt, wir im Jahr 2019, als ich schon einmal hier war. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir noch viel intensiver hätten in die Stadt eintauchen können, wenn wir nicht mit einer Reisegruppe unterwegs gewesen wären ( oder vielleicht mit einer/ einem anderen Guide).
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