Von Tbilissi nach Stepanzminda
September 15 in Georgia ⋅ ⛅ 21 °C
Heute haben wir Tbilissi verlassen. Nach einem wieder recht chaotischen Frühstück wurden wir nach Mzcheta, der alten georgischen Hauptstadt gebracht.
Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Aragwi und Kura und ist bis heute das religiöse Zentrum Georgiens. Im Herzen der Stadt steht die imposante Swetizchoweli-Kathedrale, eine UNESCO-Welterbestätte aus dem 11. Jahrhundert, in der der Überlieferung nach der Leibrock Christi begraben liegt. Hoch über dem Tal thront das Dschwari-Kloster aus dem 6. Jahrhundert und bietet einen markanten Ausblick über das Flussdelta und die umliegende Berglandschaft. Entlang der kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt bieten Händler traditionelles Brot, Tonwaren und regionales Kunsthandwerk an. Für geschichtlich und kulturell Interessierte ist der Ort ein faszinierender Zwischenstopp, der die antiken Wurzeln des Landes greifbar macht.
Der Aufenthalt in dem Städtchen war relativ kurz, für mich hätte es noch viel zu sehen und zu erkunden gegeben. Andererseits waren wir dann auch froh, wegen der Hitze und den Touristenmassen die Stadt wieder zu verlassen.
Auf der alten Heeresstraße fuhren wir dann weiter zur Wehrkirche Ananuri aus dem 17. Jhdt. Sie ragt wie ein Bollwerk über dem Ufer des türkisfarbenen Schinwali-Stausees auf. Einst war die wehrhafte Anlage der hart umkämpfte Herrschersitz der Eristawis von Aragwi, die von hier aus das gesamte Tal kontrollierten und sich blutige Fehden mit rivalisierenden Fürsten lieferten. Hinter den mächtigen Zinnenmauern verbirgt sich die Mariä-Himmelfahrt-Kirche von 1689, deren Südfassade mit kunstvoll in Stein gemeißelten Weinreben-Kreuzen und Fabelwesen verziert ist. Wer den steilen, quadratischen Hauptturm „Scheupowari“ über die uralten Steinstufen erklimmt, blickt hinab auf ein faszinierendes Zusammenspiel aus trutziger Verteidigungsarchitektur und Berglandschaft. So verbindet der geschichtsträchtige Zwischenstopp auf dem Weg in den Hohen Kaukasus die bewegte Historie der Feudalzeit mit einem der markantesten Ausblicke des Landes.
Wir fuhren dann schließlich weiter bis Stepanzminda, wo wir in einem kleinen Hotel mit winzigen Zimmer zu Abend aßen und übernachteten.Read more






















