• Staunend reisen mit Edith
  • Thomas Daxner
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Georgien - Land der hohen Türme

A 15-day adventure by Staunend reisen mit Edith & Thomas Read more
  • Trip start
    September 13, 2026

    Eine etwas andere Reise

    September 13 in Georgia ⋅ ☀️ 28 °C

    Diesmal sind wir nicht mit unserem Balù unterwegs. Wir stürzen und ins Abenteuer einer Trekking- Reise in Georgien. Heute ist Anreise. Mit dem Zug von Innsbruck nach Wien Flughafen. Aufbruch um 6:45 in Innsbruck. Wir waren dann schon um 12:30 am Flughafen Wien. Unser Flug sollte um 16.00 Uhr starten, verspätete auch aber um 90 Minuten. Aber es hat alles perfekt geklappt. Schon am Flughafen in Wien konnten wir andere Gruppenmitglieder anhand ihres Outfits identifizieren. Heinrich, Hermine und Gabi saßen schließlich mit uns im selben Flieger der Georgian Airlines. Wir landeten schließlich um 23.00 Uhr nach einem ruhigen Flug in Tiflis. (3,5 Std Flugzeit, die Zeitverschiebung zu Georgien beträgt +2 Stunden.) Auch die Abholung in Tiflis durch unseren Guide Lewan klappte perfekt. Schließlich landeten wir hundemüde im Hotel KMM in einen kleinen, netten Zimmer mit Dachterrasse.Read more

  • Ein Tag in Tbilissi/ Tiflis

    September 14 in Georgia ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Tag begann etwas hektisch, weil die Hotel Organisation dem riesigen Ansturm am Frühstücksbuffet weder mengenmäßig noch organisatorisch gewachsen war. Unsere kleine Gruppe ( 10 Personen) von Weltweitwandern war heute Früh schon komplett. Außer uns beiden noch Heinrich, Gabi, Hermine, Edith, Gerlind, Christina, Caroline und Kerstin. Acht Frauen und nur zwei Männer.
    Nach dem Frühstück holte uns Lewan ab und führte uns durch die georgische Hauptstadt.
    Tiflis liegt malerisch im Tal des Flusses Kura (Mtkvari) und verbindet orientalische Einflüsse, zaristische Eleganz und kühne moderne Architektur.
    Die Geschichte von Tiblis reicht bis ins 5.Jhdt. zurück. König Wachtang I. Gorgassali gründete die Stadt an heißen Schwefelquellen (tbili = warm).
    Tiflis ist Knotenpunkt der Seidenstraße: Durch die strategische Lage zwischen Europa und Asien wurde Tiflis mehrfach erobert und zerstört (u. a. von Persern, Arabern, Mongolen), behielt jedoch seinen multikulturellen Charakter.
    Nach über einem Jahrhundert unter russischer bzw. sowjetischer Herrschaft ist Tiflis seit 1991 die Hauptstadt des unabhängigen Georgiens.
    Mit Lewan besuchten wir die Altstadt Kala:
    Verwinkelte Gassen, geschnitzte Holzbalkone und die historischen Schwefelbäder (Abanotubani) mit ihren Ziegelkuppeln.
    Weiters fuhren wir mit der Gondel Seilbahn zur Festung Narikala: Sie überragt die Stadt seit dem 4. Jahrhundert. Derzeit ist die eingerüstet. Der Blick auf die Stadt von da oben ist faszinierend
    Weiters besuchten wir Kartlis Deda (Mutter Georgiens): Monumentale Aluminiumstatue auf dem Bergkamm, die eine Schale Wein für Freunde in der einen Hand, ein Schwert gegen Feinde in der anderen Hand trägt.
    Danach ging es weiter zur Zminda-Sameba-Kathedrale: Eine der größten orthodoxen Kathedralen der Welt, weithin sichtbar auf dem Elia-Hügel.
    Wir wanderten dann durch die Gassen der Altstadt, die derzeit allerdings total überlaufen sind. Lauter Reisegruppen und ein faszinierendes Sprachengewirr.
    Mittagessen gab es in einem typisch georgischen Restaurant.
    Aktuelles über Tbilissi& Soziale Situation
    Einwohnerzahl: Rund 1,3 Millionen Menschen – das entspricht mehr als einem Drittel der gesamten Bevölkerung Georgiens.
    Lebenshaltung & Einkommen: Das Durchschnittseinkommen liegt bei umgerechnet etwa 500 bis 650 Euro im Monat. Renten sind mit rund 100 bis 130 Euro sehr niedrig, weshalb viele ältere Menschen auf familiäre Unterstützung angewiesen sind.
    Wirtschaftlicher Kontrast: Tiflis ist das pulsierende Zentrum für IT-Start-ups, Tourismus und Gastronomie. Neben einer modernen, westlich orientierten Jugend und neuen Szenevierteln (wie Fabrika) prägen steigende Mieten und Gentrifizierung den Alltag.
    Gesellschaftliche Dynamik: Das Land steht im Spannungsfeld zwischen starker pro-europäischer Ausrichtung der Bevölkerung (besonders der Jugend) und politischen Debatten über den Kurs der Regierung.

    Ich persönlich habe die Stadt heute genauso faszinierend erlebt, wir im Jahr 2019, als ich schon einmal hier war. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir noch viel intensiver hätten in die Stadt eintauchen können, wenn wir nicht mit einer Reisegruppe unterwegs gewesen wären ( oder vielleicht mit einer/ einem anderen Guide).
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  • Von Tbilissi nach Stepanzminda

    September 15 in Georgia ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute haben wir Tbilissi verlassen. Nach einem wieder recht chaotischen Frühstück wurden wir nach Mzcheta, der alten georgischen Hauptstadt gebracht.
    Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Aragwi und Kura und ist bis heute das religiöse Zentrum Georgiens. Im Herzen der Stadt steht die imposante Swetizchoweli-Kathedrale, eine UNESCO-Welterbestätte aus dem 11. Jahrhundert, in der der Überlieferung nach der Leibrock Christi begraben liegt. Hoch über dem Tal thront das Dschwari-Kloster aus dem 6. Jahrhundert und bietet einen markanten Ausblick über das Flussdelta und die umliegende Berglandschaft. Entlang der kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt bieten Händler traditionelles Brot, Tonwaren und regionales Kunsthandwerk an. Für geschichtlich und kulturell Interessierte ist der Ort ein faszinierender Zwischenstopp, der die antiken Wurzeln des Landes greifbar macht.
    Der Aufenthalt in dem Städtchen war relativ kurz, für mich hätte es noch viel zu sehen und zu erkunden gegeben. Andererseits waren wir dann auch froh, wegen der Hitze und den Touristenmassen die Stadt wieder zu verlassen.
    Auf der alten Heeresstraße fuhren wir dann weiter zur Wehrkirche Ananuri aus dem 17. Jhdt. Sie ragt wie ein Bollwerk über dem Ufer des türkisfarbenen Schinwali-Stausees auf. Einst war die wehrhafte Anlage der hart umkämpfte Herrschersitz der Eristawis von Aragwi, die von hier aus das gesamte Tal kontrollierten und sich blutige Fehden mit rivalisierenden Fürsten lieferten. Hinter den mächtigen Zinnenmauern verbirgt sich die Mariä-Himmelfahrt-Kirche von 1689, deren Südfassade mit kunstvoll in Stein gemeißelten Weinreben-Kreuzen und Fabelwesen verziert ist. Wer den steilen, quadratischen Hauptturm „Scheupowari“ über die uralten Steinstufen erklimmt, blickt hinab auf ein faszinierendes Zusammenspiel aus trutziger Verteidigungsarchitektur und Berglandschaft. So verbindet der geschichtsträchtige Zwischenstopp auf dem Weg in den Hohen Kaukasus die bewegte Historie der Feudalzeit mit einem der markantesten Ausblicke des Landes.
    Wir fuhren dann schließlich weiter bis Stepanzminda, wo wir in einem kleinen Hotel mit winzigen Zimmer zu Abend aßen und übernachteten.
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  • Von Stepanzminda bis an die russische Grenze

    September 16 in Georgia ⋅ ⛅ 11 °C

    Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns im Kleinbus auf den Weg zur Derialischlucht. Am Vormittag wanderten wir zur Gergeti Dreifaltigkeitskirche im hohen Norden von Georgien. Die Wanderung ist angenehm und einfach. Der Kasbek, einer der höchsten Gletscher des Kaukasus, strahlt uns entgegen. Am Nachmittag fuhren wir dann noch durch die Derialischlucht bis an die russische Grenze. Diese Schlucht bildet ein strategisch sinnvolles Nadelöhr, um sich die Russen vom Leib halten zu können, was ja nicht immer gelungen ist. Der Guide lässt sich über das Verhältnis von Georgiern zu Russland nicht wirklich aus der Reserve locken.
    Auch heute übernachteten wir nochmal in Stepanzminda, wo wir ein ausgezeichnetes Abendessen bekamen.
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    Trip end
    September 27, 2026