• Ein perfekter Tag im istrischen Hinterland

    October 17 in Croatia ☁️ 21 °C

    Wir haben heute Pula verlassen und haben uns von der Küste wegbewegt ins Hinterland von Istrien

    Manchmal sind es die leisen Orte, die den tiefsten Eindruck hinterlassen. Abseits der bekannten Küstenstraßen zeigt sich Istrien im Herbst von einer fast magischen, unaufgeregten Seite. Unser heutiger Tag führte uns durch kleine Dörfer, in denen die Zeit ein wenig langsamer zu ticken scheint, und zu Aussichten, die den Atem rauben.

    Unser Weg schlängelte sich zuerst durch sanfte Hügellandschaften nach Bale (Valle). Dieses Städtchen ist ein echtes Kleinod aus Stein: Ein Labyrinth aus gepflasterten, engen Gassen, restaurierten Steinhäusern und dem imposanten Palazzo Soardo-Bembici. Im Herbst schlendert man hier fast mutterseelenallein durch die historischen Winkel – ein Ort voller Ruhe und zeitloser Eleganz.

    Weiter ging es über Klostar, einen friedlichen kleinen Ort direkt am Rande des bewaldeten Hochplateaus oberhalb des Limski-Fjords, und das beschauliche Marasi. Beide Orte spiegeln das unverfälschte, ländliche Istrien wider – keine Hektik, nur ehrlicher Charme und Natur pur.

    Das absolute Highlight des Tages war eine traumhafte Wanderung entlang der Steilküste oberhalb des Limski-Kanals (Limski Fjord). Der Blick von oben auf das schmale, smaragdgrüne Meerwasser, das sich wie ein Fjord tief in die grüne Hügellandschaft frisst, ist einfach spektakulär. Die kühle Herbstluft, der Duft von Kiefern und Macchia und dazu diese absolute Stille – Naturgenuss im reinsten Zustand.

    Den Tag ließen wir im beschaulichen Kanfanar ausklingen. Die kleinen Orte im Hinterland überraschen immer wieder mit unkomplizierten, herrlich ruhigen Plätzen. Direkt neben dem örtlichen Friedhof fanden wir ein wunderbares, ebenes Plätzchen für die Nacht. Ein durch und durch entspannter, erfüllter Tag im Herzen Istriens.
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