• Troodos Gebirge

    October 13, 2025 in Cyprus ⋅ ⛅ 21 °C

    Wir verlassen Nikosia und fahren Richtung Troodos Gebirge. Obwohl laut Google die Panagia tis Asinou montags geschlossen hat, fahren wir den kleinen Umweg zu dieser berühmten Scheunendachkirche. Und tatsächlich haben wir Glück, ein orthodoxer Mönch hat offenbar für einen Reisebus die Kirche geöffnet und läßt uns auch noch rein.
    Die Kirche ist innen vollkommen mit Fresken aus dem frühem 12. Jahrhundert bemalt. Sie strahlen noch in kräftigen Farben, kaum zu glauben nach so langer Zeit.
    Unser nächster Stop ist Kakopetria, ein Bergdorf mitten im Troodos Gebirge. Der Name bedeutet "schlechter Stein". Dieser hat ein Liebespärchen erschlagen, das sich darunter ein Stelldichein gegeben hatte und prangt nun am Eingang des Dorfes.
    Der alte Teil des Dorfes ist sehr beschaulich. Es geht ein enges, gepflastertes Sträßchen einen Hang hinauf, gesäumt von alten Lehmziegelbauten mit Holzbalkonen.
    Über gewundene Bergstraßen geht es weiter zum Weingut Tsiakkas. Dort gönnen wir uns eine ausführliche Weinverkostung mit einer hervorragenden Jause und einem Abschluß-Grappa, der wie ein Cognac ausgebaut ist (und auch gleich viel kostet!).
    Entsprechend beschwingt geht es die Troodos Hänge hinunter Richtung Limassol. Einen Abstecher machen wir noch zum Kouris Stausee. Die Gegend ist ein bißchen gespenstisch, weil hier offenbar vor noch nicht allzulanger Zeit ein Waldbrand alles vernichtet hat. Der Stausee selbst liegt aber in tiefem Blau da und bildet mit seinen farbigen Ufern einen schönen Kontrast zu den braunen Hängen mit den verbrannten Bäumen.
    Vor der Weiterfahrt dann ein Schock: Wir entdecken, dass unser Strandhotel in Limassol für die falschen drei Tage gebucht ist. Zum Glück ist in unserem Reisebüro (Sky Reisen) noch jemand da, der sich um die Sache kümmern kann. Als wir im Hotel ankommen, ist der Rezeptionist zwar reichlich unwillig, schlußendlich bekommen wir das Zimmer mit Meerblick dann aber doch umgebucht. Nebensaison sei Dank!
    Am Abend haben wir keine große Lust, im Hotel zu essen. Wir nehmen den Bus ins Zentrum und spazieren durch die Altstadt. Wir finden einen Platz im "Tartufo", einem italienischen Restaurant in einer stimmungsvoll hergerichteten Lagerhalle des alten Hafens. Das Essen hier ist wirklich exzellent, von den Austern über die im Parmesanlaib geschwenkte Pasta bis zur fluffigen Trüffelpizza. Ein tolles Erlebnis! Mit einem Abschlusstrunk im Hotel beenden wir den erlebnisreichen Tag.
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