• Jesuiten Ruine

    March 20 in Paraguay ⋅ ☀️ 32 °C

    Paraguay ist nicht nur bekannt für deutsche Auswanderer und gute Mechaniker, sondern auch für seine Jesuitenmissionen – und genau die schauen wir uns als Nächstes an.

    Die Missionen wurden im 17. und 18. Jahrhundert gegründet und sollten die Guaraní zum Christentum bekehren und gleichzeitig vor der Sklaverei schützen – klingt widersprüchlich, ist es irgendwie auch. 🤷🏼‍♀️

    Überraschend: Die Guaraní-Sprache wurde hier nicht verdrängt, sondern gezielt gefördert. Es gab Schulen und eine gut organisierte Gemeinschaft. Die Menschen lebten und arbeiteten zusammen, und ihre eigene Kultur floss stark mit ein – so entstand eine Mischung aus europäischem Einfluss und lokalen Traditionen. Handwerk, Landwirtschaft sowie Musik spielten eine grosse Rolle.

    Ganz friedlich war das Ganze aber nicht – die Missionen wurden immer wieder angegriffen, da die gut ausgebildeten Guaraní begehrte Arbeitskräfte waren.

    Heute stehen hier vor allem noch Ruinen. Kaum vorstellbar, dass hier einmal eine lebendige Siedlung war. Zwischen roten Backsteinmauern und offenen Plätzen versucht man sich vorzustellen, wie hier früher gelebt wurde – gar nicht so einfach.

    Doch schon lange wohnen hier weder Guaraní noch Jesuiten. Mittlerweile haben die Eulen das Sagen. 🦉😄
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