Es geht weiter, oder doch nicht?
December 30, 2024 in Australia ⋅ ☁️ 26 °C
Melbourne, Tag 3
Eigentlich sollte heute unser letzter Tag in Melbourne sein. Eigentlich. Doch unser bester Freund Jaggi – der Jetlag – sorgt mal wieder für seine unvergleichliche Morgenroutine: um 5 Uhr wach😳 und keine Ahnung, was mit dem Tag anzufangen ist. Danke, Jaggi. Wir wissen nur, dass wir um 10 Uhr unser Mietauto🛺 für die nächsten drei Wochen abholen müssen. Praktisch: Die Mietwagenstation ist im selben Gebäude wie unser Hotel. Noch praktischer: Wir haben keine Ahnung, wohin wir eigentlich wollen. 🤷♀️🤷♂️
Also, was tun? Nach hitzigen Diskussionen (okay, eigentlich war es nur müdes, gelangweiltes Geplänkel) beschliessen wir: Wir verlängern spontan um eine Nacht, holen das Auto ab, lassen es aber stehen und widmen uns nochmal dieser tollen Stadt. Klingt nach einem Plan – also nix wie los. Die Hotelverlängerung klappt, das Auto ist (relativ) schnell übernommen, und schon sitzen wir wieder in der Bim Richtung Innenstadt. 🚃
Vor dem kulturellen Programm müssen wir uns stärken. Der kleine Japaner in der Hauptstrasse lockt mit Sushi (also lockt mich mit Sushi). Mein Problem: Ich will immer alles probieren, bin aber nach zwei Stück satt. Patrick wird auf der Speisekarte auch fündig und nach einem laaaaaaaaaaaaaaaaaangen Bestellprozess: Scanne den QR-Code, wähle aus der Online-Menukarte aus, schliesse die Bestellung ab, gib die Kreditkartennummer ein, registriere dich mit einem SMS-Code, gehe zurück auf die Website, schliessen den „Einkauf“ ab, bestätige die Zahlungsform, schaue dir deine Bestellung nochmals an, laufe Amok, laufe Amokkk, laufffeee AMOOOKKKK….. 😅 Lecker war’s, aber der Bestellprozess? Piiiiiep….
Bevor wir in die NGV (Erklärung folgt weiter unten) können, stehe ich noch vor einer Herausforderung: Shopping mit einem Mann, der „nur mal schnell einen Gürtel braucht“. Spoiler: Es war alles andere als schnell. Zu teuer, zu billig, falsche Farbe, komische Schnalle, schlechte Qualität – ehrlich, ich habe aufgehört mitzuzählen, wie viele Gürtel wir angeschaut haben. Irgendwann denke ich mir nur noch: Soll die Hose doch rutschen, dann sitzt sie halt unterm Ar***. Hier in Melbourne läuft sowieso jede Menge Kurioses (Der, Die, Das, oder ohne nix, mit allem, wie auch immer) rum. Wer da auffällt, muss sich echt Mühe geben. 🤪
Endlich kommt der kulturelle Teil: die National Gallery of Victoria (NGV). Schon der Eingang ist beeindruckend: eine riesige Wasserwand, die direkt ins Museum führt. Wir starten auf der obersten Etage und arbeiten uns systematisch nach unten durch.
3. Stock: Moderne Kunst, die mich tatsächlich auch ab und zu (immerhin finde ich ned alles scheisse) staunen lässt und Patrick mehrmals „Das kann ich auch!“ murmeln lässt. 🤷♀️
2. Stock: Klassische europäische Kunst mit ein paar echten Schätzen. Ich fühle mich wie auf einer kleinen Reise durch die Geschichte.
1. Stock: Was war auf diesem Stock nochmals? Uiiiii - da hab ich wahrscheinlich schon abgehängt. Vielleicht hatte es Keramik-Krüge? Bilder? Schnitzereien? Oder von allem etwas? Hmmmm… Vielleicht war der ganze Stock auch leer…. **** Sylvia schreibt ****
Weit nach 17 Uhr verlassen wir die Galerie – leicht überfordert von so viel Kunst, aber happy, dass wir dies noch gesehen haben. Doch der Tag ist noch nicht vorbei: Wir haben beschlossen, den Abend in St. Kilda ausklingen zu lassen. Der Strand ruft! 🏖️
Mit der Bim fahren wir zurück ins Hotel, hüpfen in unseren fahrbaren Untersatz und ab ans Meer. Na ja, „schnell“ ist relativ, wenn man sich mit dem Linksverkehr anfreunden muss. Patrick kämpft heldenhaft mit dem Blinker, der sich als Scheibenwischer entpuppt und ich bin der Beifahrer, der alle fünf Sekunden ruft: „LINKS BLEIBEN!“ 😅 Konzentration pur, aber wir schaffen es tatsächlich unbeschadet.
Am Ziel angekommen, stellt sich die nächste Herausforderung: parken. Patrick entscheidet sich, die Parkgebühr zu ignorieren, mit einem selbstbewussten „Ach, da passiert schon nix.“ Mein Kommentar: „Gut, aber wenn wir eine Busse kriegen, zahlst DU die!“ Er lebt gern am Limit und ich rolle nur die Augen. Spoiler: Diese Geschichte endet, wie sie enden muss. 🙄
St. Kilda ist wirklich hübsch, aber auch windig – und zwar so richtig. Wir laufen am Strand entlang, während sich einige Mutige tatsächlich ins Wasser wagen. Bei geschätzten 17 Grad Wassertemperatur und einem Wind, der wohl vom Südpol☃️🥶 kommt, bleibt mir nur ein ungläubiges Kopfschütteln. Die müssen echt von den Pinguinen 🐧 abstammen, diese Irren.
Unser Ziel: ein gemütliches Restaurant für ein entspanntes Abendessen. Nach einigem Herumlaufen finden wir dank Tipp von einer Deutschen in einem Stein-Schmuck-Laden ein nettes Lokal. Hier lassen wir uns nieder, bestellen uns leckeres Essen und chillen den Abend. Als die Sonne langsam untergeht, wird der Abend fast magisch. Der Himmel leuchtet in Orange- und Rosatönen und der Wind, der uns den ganzen Spaziergang über geärgert hat, macht die Szenerie jetzt einfach nur perfekt. 🌅✨
Satt und zufrieden fahren wir zurück ins Hotel – doch, ach ja, da war ja noch was! Auf der Windschutzscheibe begrüsst uns eine kleine Überraschung🚨: eine Parkbusse. Ich drehe mich zu Patrick um, der nur ein trockenes „solche Saucheibe“ murmelt. Tja, wer nicht hören will… Wer die Busse bezahlt? Genau. Nicht ich. 😏
Morgen geht’s dann endgültig weiter. Fortsetzung folgt… 🚗✨Read more
























TravelerNa 😮 da ist aber ja schon einiges los bei euch, hoffentlich ist nicht der ganze Gewinn für die Busse 🚌 😂🙋🏼♀️😘
Traveler… nein es bleiben ihm noch CHF 3.5 fürs Shopping 😂
Traveler
Hey das stimmt aber, das cha dr Pädu au!
Traveler… er könnt‘s, stimmt 🎨✍️🧑🎨