• Ein bisserl Deutscheland🇦🇺 🇩🇪

    January 13, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 30 °C

    Die unendlichen Weinreben-Weiten🍇 des Barossa Valley lassen wir hinter uns 🔙 und machen uns auf den Weg Richtung Süden⬇️. Doch bevor wir unser kleines Apartment am Meer beziehen😻, legen wir einen Zwischenstopp in Hahndorf ein. Warum? Weil wir neugierig sind, was es mit diesem kleinen „deutschen“ Dorf mitten in Australien auf sich hat. Schon in der Coop-Zeitung habe ich das Orterl gesehen und tja - dann halt!

    Hahndorf wurde 1839 von deutschen Lutheraner:innen (jaja, gendern auch im Urlaub😂) gegründet, die vor religiöser Verfolgung aus Preussen flüchteten. Der Ort ist benannt nach dem Kapitän ihres Schiffes, Dirk Hahn, der die Siedler sicher nach Australien schipperte⚓️ - der olle Seebär. Ursprünglich war Hahndorf ein einfaches Bauerndorf, geprägt von Fachwerkhäusern, Streuobstwiesen und – wie könnte es anders sein – Sauerkraut🌿. Heute gilt es als das älteste deutsche Dorf Australiens (da müssen indemfall noch mehrere sein irgendwo), doch anstelle von Pflügen und Heugabeln dominieren mittlerweile (wie könnte es auch anders sein) Souvenirläden, Cafés und Galerien das Dorf-Bild. Hahndorf ist ein Mix aus Geschichte und Moderne – irgendwie kurlig, aber hat Charme.

    Eigentlich wollten wir gar nicht anhalten. Unsere Vorurteile: Hahndorf ist sicher eine reine Touri-Falle, in der Deutsche sich ihre geliebte Bratwurst 🌭 reinpfeifen und Löwenbräu 🍺 aus Masskrügen runterwixxen. Also fuhren wir erstmal gemütlich die Hauptstrasse entlang – die Kamera ist parat, um aus dem fahrenden SUV ein paar Beweisfotos zu machen. Überraschenderweise sah das Dorf nett aus🤔.

    Fachwerkhäuser reihten sich aneinander, umgeben von kleinen Läden, Cafés udn Restis, die einladender wirkten als erwartet. Und das Beste: keine Menschenmassen und kein Löwenbräu in Sicht. Überredet, SUV geparkt, wir schlendern los.

    Wir spazierten die Hauptstrasse entlang – rechts rauf, links runter (oder umgekehrt). Die kleinen Geschäfte waren wirklich liebevoll gemacht: ein Laden mit handgemachten Seifen hier, eine Boutique mit Wollschals und Dekoration dort und natürlich ein Feinkostgeschäft, das deutsche Spezialitäten wie Lebkuchen, Senf und Sauerkraut führte. Ein bisschen klischeehaft, aber wir sind in „Hahndorf“. HäschtäggHahndorf😂😂.

    Hungrig (und neugierig) kehrten wir in ein Restaurant ein. Es ist Zwanzig nach Vier und Montags (welch Zufall: es war Montag) zwischen Fünf und Acht gibt es Schnitzel für 20 Aussi-Dollar, mit Salat, Pommes und Topping. Ein Schnäppchen! A whot, Topping? Das ist ja auch wieder kurlig: Ein Topping, welches zusätzlich zu wählen wäre, wäre zum Beispiel „Carbonara“. Man stelle sich das so vor: Schnitzel und pflotsch - eine Schaufel voll Carbonara-Sauce auf die Panier. Oder Topping „Mexican“: Schnitzel und pflotsch - Avocado, Mais, Jalapenos auf die Panier. Natürlich immer massenhaft. Patrick entscheidet sich fürs Schnitzel, aber ausdrücklich ohne Topping (das ist ihm dann doch zu abenteuerlich, was ich verstehen kann) und ich nehme einen kleinen (rund 1.5kg) Quinoa-Salat. Hmmmm lecker 😋🤤.

    Fazit: Keine 🙅‍♀️ Nullrunde 🎯

    Hahndorf hat uns überrascht – im positiven Sinne. Der Mix aus Geschichte, schönen Häusern, charmanten Läden und entspanntem Flair war definitiv einen Stopp wert. Zwei Stunden durch die Gassen zu schlendern und gut zu essen? Eine Runde Sache. Hahndorf🇩🇪🇦🇺, wir kommen nochmal wieder – oder auch nicht🤷‍♂️. Aber für die Zeit war’s richtig schön❤️! Dankeschön und Servus die Wadln!
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