Aarhus - und Schluss…
August 16 in Denmark ⋅ 🌬 17 °C
Gestern früh auf dem Camping sind noch die Schwalben ausgeflogen. Zwei haben sich offenbar nicht getraut, blieben eine Weile auf dem kleinen Sims sitzen und guckten und schlüpften dann ins Nest zurück. Vielleicht klappt es heute für sie.
Ich flixe derweil heim und mache mich mit dem Gedanken vertraut, dass dort das Leben weitergeht.
Resümee:
Die Familienflasche Nobite forte konnte in der Packtasche bleiben. Ganze zwei Mal habe ich mein aus Indien übriges Ayurveda-Kräuter-Mückenspray gezückt, woraufhin sich die skandinavischen Stechtierchen wahrscheinlich totgelacht oder im Lotussitz verheddert haben.
Pflaster für Mensch und Fahrradschlauch wurden auch nicht gebraucht.
Nachdem mich vor ein paar Tagen ein Bikepacker aus Colorado 20 Minuten lang über seine lädierte Achillessehne informiert hat (und fast schon beim Tschüss sagen anmerkte, er sei übrigens Musiker – I would have guessed 😂😂😂): Ich hatte kurz ‚Rohloff-Hand‘ - Schmerzen bei der Drehbewegung, die ich zum Schalten brauche. Aber nur, weil ich am Vorabend so schlau war, kochendes Wasser in eine meiner Schraubverschluss-Trinkflaschen zu füllen und diese dann leicht abgekühlt wieder aufbekommen wollte. Der Einmach-Effekt, PhysikerInnen und allen Weckmännern/-frauen bekannt. Und ich hatte tatsächlich eine Blase am Po - wusste gar nicht, dass das geht 😳 da war die Nahtführung meiner zweitliebsten Radhose mit dem veränderten Faltenwurf meines Körpers offenbar nicht mehr ganz kongruent. Naja, Schwamm drüber, und Bepanthen drauf - ansonsten bin ich mega-dankbar, dass ich das alles machen kann mit Mitte 50 und Iso-Matte, auf dem Boden sitzen und ‚unverstärkt’ Hügel hochradeln funktioniert. In Kombi mit der wachsenden Altersgelassenheit ist Unterwegssein so eine schöne Sache.
Danke an alle fürs Begleiten in diesen vier Wochen - insbesondere ein Dankeschön an die Menschen, die mir Skandinavien voller Überzeugung nahegelegt haben. 💚
…
Schweden, erste Etappe auf dem Rad. Wow, toll, dass sich junge Väter hier vormittags zum gemeinsamen Spaziergang treffen. Ach… nee, sind gar keine Buggys, sind Golf-Trolleys 🤪
Erste Nacht in den Dünen. Zuhause fühlen im Zelt. Eingemummelt in den wunderbaren reißverschlusslosen ‚Wraptor’-Schlafsack von Marmot. Der bietet allerlei Möglichkeiten für sich spontan änderndes Temperaturempfinden - habe überlegt, den Hersteller mal drauf hinzuweisen, dass sie damit für Frauen in den Wechseljahren echt ne USP haben. Und dann - schon leicht weggedämmert - mein plötzlich mein Lieblings-Einschlafgeräusch: Die Spülma…schine…läuft…zzzzz… Am nächsten Morgen dann drauf gekommen, dass wohl die Rotoren des nahen Windparks begonnen hatten, sich zu drehen 🙈
Norwegen, frisch runter von der Fähre: Oh shit, brems, alles voll Glassplitter hier. Mist. Oder… das ist wohl der norwegische Glitzer-Asphalt 😅. Funkelt wie die tiefblaue See, nur in grau, wenn die Sonne scheint.
Thai-Imbiss, zweiter Versuch: Das ‚authentic Thai Food‘ hier ist vermutlich Rache der thailändischen Frauen an allen norwegischen Männern, die Regen und Kälte beim Werben unerwähnt ließen. Versuchsreihe abgebrochen 😝
Wie schafft es Dänemark eigentlich, dass öffentliche Toilettenhäuschen erstens überall zu finden und zweitens immer 1a sauber sind? 🤔
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TravelerWillkommen zurück! Wir freuen uns jetzt schon auf die Berichte von Deiner nächsten Reise.
TravelerOh - schön, dass du dabei warst 🤗