• Punta Rucia - Cayo Arena

    8. december 2025, Dominikanske republik ⋅ ☀️ 27 °C

    Unzählige Stunden bin ich durch die Nacht geirrt. Geschlafen habe ich wenig. Als ich aufwache und es dämmert schaut mir neugierig eine Kuh durch das Fenster. Das Bild hat sich komplett gewandelt. Aus dem Regenwald in den Bergen bleiben nur ein paar Akazien und Macchia übrig. Der Blick öffnet sich über eine große Lagune und mittendrin das kleine Fischerdorf Punta Rucia dass kaum mehr als eine Hauptstraße bietet. Die Hunde träumen noch verschlafen auf der Straße. Ein oder zwei Leute kehren den Sand aus der Einfahrt. Ansonsten herrscht dörfliche Stille. Den Vormittag verbringe ich neben dem Schreiben mit dem Organisieren einer Bootstour. Ich habe natürlich wieder einmal nichts vorbereitet und die Bootsfahrer wissen auch noch nichts von mir.

    Aalglattes Wasser schneidet später der Katamaran vor der Küste des ‚parque nacional submarino montecristi‘. An einem vorgelagerten Riff halten wir im Piscina Natural. Einem Naturschwimmbad mitten im Meer. Hier gibt es nur ein wenig Seegras im flachen Wasser und mich friert. Mensch ist das Atlantikwasser kalt heute! Ob das so eine gute Idee war heute schnorcheln zu gehen nachdem ich mich zwei Tage verausgabt hatte? Doch es bleibt genügend Zeit nachher wieder aufzuwärmen. Das eigentliche Ziel ist Cayo Arena. Nicht viel mehr als eine Sandbank von 15x15m umgeben von einem Korallenring und herum dann tiefer Atlantik. Das ist was die Karibik nun einmal ausmacht. Türkisblaues Wasser und viiiele bunte Fische. Bei Ananashäppchen kann ich mich auf dem Sand immer wieder aufwärmen. Zwischendurch geht es ins Riff schnorcheln. Die Fische sind zahm und neugierig. Sie kommen bis auf Augenhöhe an mich heran geschwommen. Irgendwann knallt die Sonne so sehr dass es wieder zurück an den Strand von Punta Rucia geht. Dank dass ich mobil bin bleibe ich jedoch nicht lange. Am Nachmittag fahre ich zu einem Besuch in das Santuario mamiferos marinos. Eine langgestreckte Süswasserlagune in der herrliches Seegras wachsen muss. Dadurch haben sich hier Seekühe angesiedelt. Doch die Sonne steht so schlecht dass ich außer ein paar Fischen nicht viel sehen kann. Mit einem Paddleboard in der Mittagssonne wäre das sicher ein Leichtes und irgendwann steht der Besuch von Manatis definitiv auch nich auf dem Programm. Nicht nur die Karibik, auch die Bahamas und die Südstaaten sind ihr riesiges Einzugsgebiet wo sie gerne im flachen Wasser grasen.
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