• Playa Fronton

    12. december 2025, Dominikanske republik ⋅ ☀️ 27 °C

    So langsam komme ich zum Ende meiner Reise durch die Dominikanische Republik. Als wäre es das große Finale hat die Halbinsel Samana alles zu bieten was dieses Land ausmacht. Panoramaberge, feine Sandstrände, freundliche Menschen. Ok - schöne Städte suche ich auch hier vergebens. Für den Vormittag habe ich mir eine Wanderung an das Ende der Halbinsel vorgenommen. Der Playa Fronton lockt angeblich mit einem schmalen Sandstrand, Palmen und im Hintergrund steil aufragenden Kletterfelsen. Der Weg dorthin führt diesmal nicht übers Boot sondern per Wanderung ganz tief rein in den Nationalpark. Anfangs folge ich noch einer ausgewaschenen Straße. Sie ist das perfekte Beispiel wie abrupt das Geld alle sein kann wenn sich irgendjemand zu viel vom Kuchen in die Taschen einsteckt. Aus dem Feldweg wird ein immer schmalerer Pfad. Irgendwann geht es über Korallenfelsen, umgestürzte Bäume und zugewucherte Wege. Immer wieder flattern vor mir Schmetterlinge durch das Dickicht und interessante Spinnen hängen mir im Gesicht. Der Weg scheint heute nicht oft begangen worden zu sein.

    Ich kann das Rauschen des Meeres schon lange hören als der Fels steil abfällt und ich zum Strand hinunter kraxle. Wunderschöne Grotten und steile Felswände auf der einen Seite. Palmen und das Meer auf der anderen. Hier könnte genau so gut auch Robinson gestrandet sein und niemand hätte ihn seinerzeit gefunden. Schließlich ist heute Freitag. Zu Mittag zieht Regen auf. Es wird Zeit in einer der Grotten Zuflucht zu suchen und eine Avocado zu schlachten. Ich brauche noch Platz im Rucksack für eine Kokosnuss für später…

    Auf dem Rückweg ist der Dschungel vom Regen geschwängert. Ich brauche nur zu laufen und sofort sind vom Shirt bis zur Hose und den Schuhen alles zum Auswringen patsche nass. Gute Frage wie ich das bis zur Heimreise wieder trocken bekommen soll? Des weiteren ist der Regenwald zum Leben erwacht. Ein paar Bauern treiben ihre Pferde. Ich frage einen von ihnen nach einem direkten Weg zurück zu meinem Ausgangspunkt. Darauf führt er mich quer durch zwei Bananenplantagen und komme tatsächlich auch an, doch ein wenig nachdenklich stimmt es mich schon. Auf die Frage was denn die Bananen in einem Naturschutzgebiet machen zuckt er mit den Schultern. Ist ja kein Nationalpark… Wieder einmal zeigt sich dass jeder macht was er will nur nicht was er tun oder lassen sollte.
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