Der blaue See
11. december 2025, Dominikanske republik ⋅ ☀️ 29 °C
Nach so vielen schönen Sonnenuntergängen will ich einmal in diesem Jahr den Sonnenaufgang am Strand erleben. Dazu habe ich mir den Playa Arrodo Salado ausgesucht. Doch zu meinem Verdruss muss ich fesstellen dass über Nacht Wolken aufgezogen sind und Regenstreifen an den Horizont zaubern. Die Wolken ziehen zum Glück schnell weiter und zaubern eigentlich umso schönere Farben an den Himmel.
Unweit vom Strand biege ich rechts in einen Feldweg ein. Er ist sehr stark ausgewaschen und ich überlege einmal mehr ob sich die Strapazen lohnen. Wenig später treffe ich eine Frau die Laub fegt. Mitten im Regenwald. Weit und breit ist außer mir niemand und so scheint es sie macht das bewusst für mich. Sie kommt auf mich zu und will Wegezoll. Na danke. Das kehren wäre wegen mor auch nicht nötig gewesen. Aber nein, sie erklärt mir dass man die Verschmutzung der Umgebung so gering wie möglich halten will um bei Starkregen keinen Dreck in die Lagune einzutragen. Stimmt, deswegen war ich ja eigentlich hier aber wo ist sie denn nun? Sie. Weißt mir den Weg zu einer Grotte. Ein dunkles, mit Wasser gefülltes Loch. Beim anbaden ist das Wasser gefühlt eiskalt! Erst mit der aufsteigenden Sonne erkenne ich das türkiesblaue Kleinod. Fische schwimmen ebenfalls im Glasklaren Wasser und von Minute zu Minute bin ich der Frau dankbarer dass sie fleißig Laub fegt um diesen einzigartigen Ort zu erhalten.
Durch die Mittagshitze geht es nach Samaná. Kenner fragen sich jetzt - der Stadt oder der Halbinsel? Über eine Panoramastraße verschaffe ich mir einen Überblick zum Golf von Samaná. Hier paaren sich im Frühjahr bis zu 2000 Wale. Jetzt ist es einfach nur dunstig und wenn ich mit kaltem Wasser heute schon Übung habe nutze ich das für eine Wanderung zum Wasserfall ‚El Limon‘. Der wohl Bekannteste auf ganz Hispañola. Schnell wird klar hier ist nur ein kurzer Zwischenstop. Touristen lassen sich von Maultieren zum Wasserfall tragen, machen Fotos für Instagram und verschwinden wieder. So auch ich. Nach einem kurzen Bad entscheide ich mich lieber noch einmal eine Stunde Weiter zu fahren und in ein wirkliches Paradies abzutauchen. Es heißt seit die Straße nach El Valle asphaltiert sei ist es dort nicht mehr so einsam. Doch bei zwei Badenixen und einer Gruppe Einheimischer beim Volleyballspiel kann ich zum Abend wahrlich von einem kleinen Paradies sprechen.Læs mere












