• Etappe 4

    July 21, 2023 in Greenland ⋅ ⛅ 11 °C

    Um 5 Uhr klingelte der Wecker und dichter Nebel begrüßte uns. Wir brauchten dann doch mal wieder etwas länger und waren um 6:20 Uhr zum Aufbruch bereit. Wir nahmen die Tschechin ab hier dann ebenfalls mit, da sie weder Satellitentelefon noch eine Karte dabei hatte 🙈 in unseren Augen etwas lebensmüde. Wir entschieden uns die ersten 4 km noch trockene Füße zu behalten und nahmen dafür nochmal das Kanu. Am Ende des Sees hatten wir ein wenig Probleme eine richtige Anlegestelle zu finden und dazu fing es auch noch leicht an zu regnen. aber wir schafften es nach ein paar Minuten und mit kurzem Wechsel von Wanderschuhen auf Crocks. Dann ging es los - 18 km vor uns und eine knackige Steigung ab der Hälfte des Weges. Wir waren beide am Abend davor etwas besorgt, dass es doch mit dem nassen Gelände zu viel sein könnte, vor allem für den Kopf. Aber wir schafften die ersten 10 km ziemlich problemlos, auch wenn natürlich wieder das Wasser in unseren Füßen stand. Wir sahen einige Rentiere, Wasserfälle und unglaublich schöne Talblicke. Der Anfang der Steigung wurde dann leider ganz schön ungemütlich, da ein sehr kalter , starker Wind aufzog, aber dafür hatten wir bis Abends kein Problem mit den Moskitos 😊 Der Anstieg war schon recht fordernd, aber machbar und mit jedem Meter wurde die Aussicht hinter uns umso schöner. Als die Sonne endlich durch die Nebelschwaden brach, konnten wir sogar kurz die Drohne fliegen lassen. Die letzten 6 km mussten wir uns noch etwas motivieren (vor allem mit Traubenzucker), aber um kurz nach 15 Uhr erreichten wir dann endlich die Ikkattoq Hütte - und zum Glück war sie noch leer. Die Zeltplätze waren zwar wunderschön, aber wir hatten keine Lust auf den sehr frischen und immer noch sehr kräftigen Wind. So haben wir für die 18 km am Ende ca. 6 1/2 Stunden gebraucht, was angesichts des vielen Wassers und der Steigung recht gut war. Genau die Bestätigung haben wir gebraucht, so war die Stimmung heute dann doch deutlich besser und die Sorgen ein wenig verflogen. Den Knien der Tschechin ging es allerdings nicht so gut, weswegen sie schon mal fragte, ob wir für sie morgen bei der nächsten Hütte vielleicht den Heli rufen können. Wir hoffen mal, dass es nicht so weit kommen muss. Aber mal schauen. Wir gehen wieder gegen 19 Uhr ins Bett und stellen den Wecker wieder sehr früh - auch wenn das eigentlich egal ist, da es sowieso nicht dunkel wird 😅Read more