• Landed in Atlanta

    May 29–30, 2024 in Switzerland ⋅ ☁️ 11 °C

    Nach ca. 10h Flug sind wir endlich in Atlanta angekommen.

    Die letzte Nacht war kurz: Nach 5 Stunden hat uns bereits der Wecker aus unseren merkwürdigen Träumen gerissen. Dann befahl ThesI „LOS! LOS! DUSCHEN, SOFORT!“.

    Gegen 5 Uhr morgens haben wir ausgecheckt und sind zum Check In spaziert, um unser Gepäck abzugeben. Ich war etwas nervös, weil die Flughafenwebsite prophezeite, dass es um diese Uhrzeit jeweils einen grossen Ansturm gibt, aber es war glücklicherweise nicht der Fall, sodass wir noch ein kurzes Frühstück in der Lounge geniessen konnten, bevor wir zunächst in den Flieger nach Frankfurt und später nach Atlanta nehmen mussten.

    Die Zeit verging wortwörtlich wie im Flug. Das Essen war gut und reichlich. Fisch und Salat zur Vorspeise und dann ein Filet mit Spargeln zum Hauptgang. Ich frage mich stets, wer auf die Idee kommt, in einem Flugzeug ein Spargelgericht anzubieten… Aufs Dessert haben wir dankend verzichtet. Es versprach zwar ein feines Cremebrulee-Irgendwas, aber gleichzeitig stand da was von Orange mit Schokosplittern. NEIN Danke! Ab dem Geruch dieser Kombination hätte ich mich wohl aus dem Flugzeug gestürzt..

    Nach dem Essen haben wir eine Weile geschlafen und ich habe anschliessend nochmals einen Film geschaut. „J. Edgar“. Es handelte sich um die Geschichte eines früheren FBI-Direktor, ein typischer „Flugi-Film“, wenn man nicht wirklich vor einem langatmigen Film flüchten kann, aber auch nichts besseres zu tun hat und den Film dann halt trotzdem zu Ende schaut, auch wenn er nicht so spannend ist.

    Eine Mahlzeit später landeten wir halbwegs pünktlich gegen 14.30h in Atlanta. Wir hatten zuvor etwas Bedenken, ob wir noch notlanden müssen, weil einer der wirklich bemerkenswert vielen sehr alten Leute stundenlang bei der Crew sass und mit Sauerstoff versorgt wurde. Armer Kerl, allein der Gedanke, dass ich irgendwo in der Luft bin und am Ende ein Flugzeug mit hunderten Leute wegen mir notlanden muss, hätte in mir Panik ausgelöst und die Situation wohl verschlimmert.

    Die Einreise verlief trotz streng dreinblickendem Officer ohne Probleme. Er war sehr zufrieden mit unserer Antwort auf die Frage, was habt ihr in Amerika vor und wir sagen konnten, wir besuchen ein Countryfestival.

    Anders als die Einreise war die Anmietung des Autos etwas komplizierter. Zunächst mussten wir herausfinden, wo man überhaupt hingehen muss. Draussen hatten wir zwar bald einmal das Zeichen gesehen, jedoch war es im Bereich zwischen den beiden Pfeilen kein zweites Mal zu sehen, sodass wir ziemlich ratlos dastanden. Dank freundlicher Auskunft bei der Informationsstelle, wurden wir darauf hingewiesen, dass wir zuerst den Bus ins Domestic Terminal und dann noch einen Skytrain nehmen mussten. Es standen entsprechend viele Leute beim Bus an und es dauerte zuerst, bis man einsteigen konnte und dann stand der Bus auch noch im Stau. Irgendwann kamen wir doch noch an und konnten fanden ein Fahrzeug für uns.

    Dank Stau hatten wir eine Fahrt von ca. 30min vor uns, durch eher merkwürdige Quartiere.. Unser Hotel befand sich in der Innenstadt und wir konnten das Auto in einem gesicherten Bereich parkieren.

    Da wir früh dran waren, wollten wir vor dem Abendessen noch irgendwo etwas trinken. So spazierten wir mit einem mulmigen Gefühl durch die Stadt. Es wimmelte von Obdachlosen. Ich vermute, dass diese Stadt eine „Sklavenvergangenheit“ hat und die Situation der Menschen hier dadurch nicht ganz einfach ist.

    Wir suchten einen Ort, wo man draussen sitzen kann - erfolglos, Amerika ist diesbezüglich einfach noch nicht so weit.. Schlussendlich landeten wir in einer kleinen Bar in einer Seitenstrasse, dann im Hooters und schlussendlich im Restaurant, wo wir uns ein gutes Steak gönnten.

    Müde fielen wir bereits vor 21.30h in einen unruhigen Schlaf.
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