Fahren, fahren Fahren
6. Juni 2024 in den USA ⋅ ☀️ 7 °C
Heute Morgen waren wir zunächst voller Tatendrang. Wir wollten nach dem Kaffee zum Visitor Center gehen, unsere Fährüberfahrt nach Juneau und zurück buchen und dann ab die Post nach Haines fahren.
Tja, wer zu spät kommt.. Die Fähre war natürlich ausgebucht und so machten wir uns eine Stunde lang Gedanken über den weiteren Verlauf unserer Reise. Fahren wir in Richtung Tombstone, machen wir heute unsere Wanderung, fahren wir doch noch in Richtung Alaska?
Ein Blick auf die Wettervorhersage hielt Simi davon ab, heute bereits die Wanderung zu machen. Die Ansicht des Satellitenbildes hielt uns von der Fahrt in Richtung Tombstone ab. Also entschieden wir, dass wir zurück zu unserem ursprünglichen Plan zu kehren. Vielleicht möchte das Schicksal, dass wir nach McCarthy fahren.
Wir gingen zurück zum Camper und bereiteten uns ein Frühstück mit allerlei Sachen vor, weil wir Angst vor dem Grenzübertritt hatten. Nachdem wir uns mit zwei anderen GoNorth-Mietparteien unterhalten hatten, welche nichts Gutes über die Fahrzeuge zu melden hatten, fuhren wir endlich los.
Ein wenig später „BÄR! BÄR! BÄR!“. Diesmal reagierte Simi etwas schneller, obwohl er der Meinung war, dass es sich nochmals um die Grizzlyfamilie handelte. Wir drehten um und suchten den Grizzly. Definitiv nicht derselbe. Es schien sich um einen männlichen Grizzly (Warhscheinlich den Schauspiel Grizzly Poo the Bear“ höchst persönlich) zu handeln. Er spazierte gemütlich herum und suchte nach Wurzeln.
Erneut ärgerten wir uns darüber, dass wir aus Platzgründen nur die „schlechten“ Objektive mitgenommen hatten. Aber ja.. hätten wir es anders gemacht, hätten wir wohl wieder mal gar nichts gesehen…
Nach einer Weile fuhren wir weiter. Die Strasse war schier endlos und nicht sonderlich spannend. Nach ein paar Stunden kamen wir endlich zur Grenze. Wir waren leicht nervös, weil wir doch noch ziemlich viele Esswaren dabeihatten.
Wir fuhren hin, mussten zuerst prüfen, ob unser Camper von der Höhe her durchkommt und hielten dann bei den Kamerainstallationen an. Simi wollte bald weiterfahren, aber ich weiste ihn darauf hin, dass oben „Stop“ stand. Also warteten wir, bis der Officer uns herwinkte.
Aus irgendwelchen Gründen brachen aufgrund unseres Missverständnisses alle 3 in ein Gelächter aus und der Officer, welcher aussah, wie Rob Riggle (Polizist aus Hangover, der die Typen vor der Schulklase teasern liess) wollte kaum etwas wissen. Wir konnten sofort weiterfahren. Keinerlei Fragen, was wir an Esswaren dabei hatten.
Wir fuhren weiter und dann kam die ultimativ mühsamste Baustelle EVER. Wir mussten 10 min warten, vor uns sicher 10 Autos, dann wurden etwa 6 Fahrzeuge durchgelassen und wir mussten nochmals 30min warten, bis wir endlich durchfahren durften. Als wären wir nicht schon lange genug unterwegs…
Nach einer weiteren langen Fahrt kamen wir endlich in Tok an, wo wir uns mit Essen und vor allem einer Backunterlage eindecken konnten. Ich kaufte auch noch ein WD40, weil unsere sorry SCHEISS-Campertüre so langsam aber sicher nicht mehr aufzuschliessen war. Spoiler: Leider brachte alle Mühe nichts, das Schloss ist und bleibt ein Miststück und ich warte darauf, dass wir vorne im Auto nächtigen und Roadside Assistance rufen müssen, weil wir nicht mehr in unseren Camper kommen.
Nach Tok fuhren wir nochmals ca. 1.5h weiter und suchten uns einen Platz zum Schlafen. Bei einer Raststätte wurden wir fündig. Wir liefen ein wenig herum und schon nach wenigen Minuten sahen wir frische Elch- und Bärenspuren. Das kann ja lustig werden..
Inzwischen haben wir unsere Wildcamp bei den Spuren aufgehängt, damit wir vielleicht ein gutes Foto einfangen. Vielleicht rettet uns unsere doofe Türe ja noch vor einem Bäreneintritt..Weiterlesen






