Schöne Aussichten
August 3, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 11 °C
Am Morgen wachten wir halbwegs früh auf, weil bei unserem Camper ein Fenster direkt über unserem Kopf angebracht war und über keine Store verfügt. Ich dachte schon abends, dass dies in Alaska nicht ideal sein würde.
Wir waren sehr unschlüssig, ob wir nun doch noch eine Bootstour machen wollten und wenn ja, heute Morgen oder doch erst am nächsten Tag.
Schlussendlich entschieden wir uns für morgen und Simi meinte, die längste Tour im Angebot, wäre vermutlich die beste, da das Schiff am kleinsten ist. Gesagt getan, buchten wir die Tour.
Wir assen gemütlich unser Spiegelei, tranken unseren Kaffee und fuhren dann los in Richtung Exit Glacier. Unterwegs hatten wir bereits eine super Aussicht auf den Gletscher, der sich noch bis ins Tal erstreckte.
Wir fuhren weiter, weil wir etwas Angst hatten, dass es am Ende nicht genug Parkplätze haben würde. Dank dem wir einen RV gemietet haben, hatten wir Glück und es hatte noch ein paar wenige Plätze frei.
Wir beeilten uns, uns mit Wasser, Beef Jerkey und unserer Fotoausrüstung einzudecken und marschierten bald darauf los. Der Weg führte uns durch einen schönen Wald mit riesigen Blättern und Farn. Es ging mal angenehm gerade, mal ziemlich steil nach oben. Die Aussicht war teilweise einfach nur fantastisch! Ein superschöner Gletscher mit grossem Eisfeld, die schönsten Wildblumen, die ich je gesehen habe. Ich bin ja nicht Blumenfan, aber ich muss zugeben, in Seward ist die Blütenpracht einfach nur WUNDERSCHÖN! Ich kann auch keine der Blüten beim Namen nennen, aber das ist ja auch egal oder? Hauptsache schön :-) Violett, weiss, gelb, alles Mögliche.
Nach ca. 2.5h kamen wir endlich oben an. Wir genossen eine Weile die schöne Aussicht und machten uns dann auf den Rückweg. Unterwegs buchten wir einen Campingplatz auf einem dieser Sardinenplätze, damit wir am nächsten Tag nicht allzu weit fahren mussten, bis zuM Schiff.
Anfangs kamen wir schnell voran, dann merkte ich langsam, dass ich wohl ziemlich dehydriert war und so langsam die Koordination verlor. Dazu kam, dass ich auf einem Stein ausrutschte und plötzlich den Weg runterpurzelte. Mein Knie und ein Knochen im Bereich meines Hinterteils schmerzten und ich wusste, wir haben noch über 2km vor uns. Mein Rucksack bewahrte mich vor einem Sturz auf den Rücken, immerhin etwas.
Den Rest des Rückwegs war ich ein ziemlich unausstehliches Miststück, welches entweder schwieg oder fluchte wie eine Grosse.
Überglücklich kamen wir schlussendlich doch noch zurück zum Camper, wo ich mir als erstes eine Ovomaltine zubereitete. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich grosse Lust darauf und ich dachte, das bringt meine Energie sicherlich zurück.
Ein wenig später fuhren wir zunächst in Richtung Safeway, wo wir für ein paar Einkäufe ein Vermögen ausgaben (Die Schweiz ist verhältnismässig ein Billigland!!). Nach dem Einkauf fuhren wir zu unserem Campingplatz, wo wir feststellten, dass unsere Nachbarn sich so breitgemacht hatten, dass wir kaum noch Platz hatten, um unser Fahrzeug zu parken.
Die anderen Nachbarn hatten Mitleid mit uns und parkten, trotz unserem vehementen Verneinen, extra um, dass wir doch noch etwas Platz hatten draussen. Das war echt supernett, auch wenn wir uns schlecht fühlten. Sie hatten nicht den Fehler gemacht, sondern die Grossfamilie nebenan, welche das Ganze nicht zu interessieren schien.
Wir genossen einen Apero draussen an der Sonne und als sie hinter dem Hügel unterging, verzogen wir uns nach drinnen. Ein wenig später kochte mein Blut beinahe über.
Die Asi-Familie nebenan kam zurück und machte sich breiter und breiter. Die Kinder spielten direkt neben unserem Camper Volleyball und schlugen ständig den Ball an unser Fahrzeug, bis ich rausging und sie bat, Rücksicht zu nehmen. Schliesslich sind wir für allfällige Schäden verantwortlich. Sie verzogen sich erst, als der Ball erneut sehr hart an unser Fahrzeug schlug.
Liebe Eltern. Ich habe vollstes Verständnis, dass Kinder spielen wollen. Auch ich tat dies als ich klein war. Allerdings habt IHR die Verantwortung, dass eure Kinder keine Schäden am Eigentum anderer Personen machen. Ich habe keinen Bock, dass ICH zahlen muss, wenn die Kinder anderer Leute UNS Schäden machen!! Natürlich interessierte sich die Mutter einen feuchten Dreck darum, was die Kinder machen. Ich weiss nicht, wieso Kinder nicht mehr überall toleriert sind, wenn sie keine Grenzen aufgezeigt bekommen und machen können, was sie wollen. Wirklich, sowas geht wirklich nicht.
Irgendwann verzogen sich die Kinder glücklicherweise tatsächlich weiter. Die beiden Mütter hängten weiterhin vor dem Camper rum und interessierten sich für nichts und machten einfach auch nur einen Riesenkrach mit allem. Ich bekam beinahe die Krise..Read more










