ungutes Gefühl
August 1, 2024 in Switzerland ⋅ ☁️ 26 °C
Unsere Reise ist ungeplant und relativ spontan. Ein Mitarbeiterwechsel hat uns dazu bewogen, kurzfristig nochmals Ferien zu machen. Wer weiss, wann wir das nächste Mal die Gelegenheit dazu haben? Die Welt war das Limit und so suchten wir nach guten Flügen nach Namibia, Tansania, Alaska, „normales“ Amerika.. Wir entschieden uns schlussendlich für einen Flug nach Seattle. Sollten sich die Pläne ändern, hätten wir von da aus gute Möglichkeiten, um weiterzufliegen.
Wir buchten den Flug, das Auto und das erste Hotel. Zwei Tage vor Reisebeginn stellten wir fest. Na toll, überall Waldbrände, überall Reservationspflicht für die Einfahrt in die Nationalparks. Was nun?
Wir suchten nach Flügen und Camper-Vermietungen in Alaska und endeten am Ende bei GoNorth. Wisst ihr was?!? Es gibt da neu (oder wir wussten es einfach nicht) UNLIMITED Miles!!! Als ich das erfuhr, wurde ich doch ziemlich wütend. Niemand hatte uns beim letzten Mal darauf aufmerksam gemacht und wir haben wohl am Ende wesentlich mehr bezahlt, als wenn wir die unlimitierten Meilen von Anfang an gebucht hätten.
Zurück zum Thema. Die Reise war wirklich so spontan, dass wir bis zuletzt nicht glauben wollten, dass alles klappt. Wir haben eigentlich kaum jemandem davon berichtet. Wären wir in Alaska verschollen, hätte man uns wohl nie mehr gefunden ;-)
Am 31. Juli fuhren wir nach Zürich und übernachteten am Flughafen, weil unser Flug schon frühmorgens geplant war. Wir gönnten uns eine feine Pizza und gingen viel zu spät ins Bett.
Frühmorgens waren wir beide völlig am Ende. Wir checkten aus dem Hotel aus, liefen in Richtung Check in und stellten fest: Simi hat seinen Koffer im Zimmer vergessen! Also, nochmals zurück ins Zimmer.
Das Check In war merkwürdig. Wir erhielten für den Flug von Frankfurt nach Seattle keine Bordkarte. Der Herr am Schalter telefonierte mit seinen Kollegen, weil bei uns „ADC negative“ erschien. Eine kurze Frage an Google ergab „Boarding denied“! Was zur Hölle war los?!? Er gab uns dann einfach das Ticket nach Frankfurt und meinte, wir sollten dort zum Servicecenter gehen. Mir wurde übel. Was würde uns dort erwarten?!? Steht am Ende die Polizei vor dem Flugzeug und wartet auf uns, weil wir auf irgendeine No-Flight-Liste geraten sind?!?
Mit einem mulmigen Gefühl stiegen wir ins Flugzeug. In Frankfurt angekommen, suchten wir nach dem Servicecenter. Es erwartete uns eine lange Schlange, hinter einer Wand warteten noch wesentlich mehr Leute, welche bereits vor uns an der Reihe sein würden. Wir wurden nervös, denn unser Flug ging in weniger als einer Stunde und wir hatten noch immer kein Ticket.
Der Typ beim Servicecenter kam schlussendlich auf die Idee, dass man sich auch an an ein anderes Servicecenter am Flughafen wenden könne. Dieses war nirgends angeschrieben.
Wir rannten los, einmal durch den halben Flughafen. Beim nächsten Servicecenter war eine weitere Schlange. Die Frau, welche was auch immer mit der Schlange vor Ort zu tun hatte, meinte, wir sollten direkt zum Gate gehen und dort das Ticket verlangen. Was für eine schlaue Idee, ohne Ticket kommt man gar nicht erst zum Gate.. Irgendwann versuchte ich mein Glück an einem der Automaten, vielleicht ist es ja doch möglich, ein Ticket zu drucken?
Ich kam nicht weit.. Irgendwann rannte ich zu einem Lufthansa-Gate und fragte eine andere Mitarbeiterin, ob sie wisse, ob man auch ohne Ticket ins andere Terminal kommt, was sie verneinte. Und was geschah dann? Sie fragte, wohin ich wolle und ob es ein Lufthansa Flug sei. Sie könne schauen, ob sie ein Ticket ausstellen könne. WAS?!? Ich rief Simi, dass er mir seinen Pass geben solle. Wir erhielten beide Tickets und rannten los. Bei der Passkontrolle stellten wir fest, auf Simis Ticket waren natürlich noch die berüchtigten vier S aufgedruckt. Schön, wenn man sonst schon spät dran ist..
Ich wartete auf ihn und er kam zum Glück nur wenig später nach. Gut, war es nicht so mühsam, wie am Flughafen in München, als ich fast den Flug verpasste, weil die Typen ihre Macht demonstrieren wollten.
Wir rannten weiter. Irgendwann wurden wir NOCHMALS aufgehalten und mussten einem Typen unsere Tickets zeigen, obwohl wir das schon getan hatten. Ich fragte, ob wir das wirklich nochmals zeigen müssten und er herrschte mich an, ich solle mich gefälligst in die Reihe stellen…
Glücklicherweise dauerte es nicht lange und wir rannten nochmals weiter. Völlig durchnässt kamen wir am Gate an. Das Boarding war glücklicherweise verspätet und so hatten wir sogar noch Zeit, um nochmals aufs Klo zu gehen und die Wasserflasche zu füllen.
Eine Weile später sassen wir glücklich im Flugzeug. Simi etwas weniger, weil er bis zuletzt auf ein Upgrade gehofft hatte und nun doch Premium Economy fliegen musste. Wenigstens sassen wir beim Notausgang und hatten unerhört viel Beinfreiheit :-) Wir wurden auf unsere Pflichten im Notfall hingewiesen. Das wäre wirklich recht umfassend gewesen. Wir hätten sogar dafür sorgen müssen, dass die Passagiere korrekt evakuiert werden. Der passende Job für zwei Personen, die ständig ignoriert werden..
Der Flug schien für immer zu dauern, ich schaute 3 Filme plus mindestens eine Serie und wir kamen noch immer nicht an. Das Essen war auch nicht wirklich sagenhaft gut. Ab und zu schlief ich ein und schaute den Film dann noch einmal..Read more
Überraschung
August 1, 2024 in the United States ⋅ ☁️ 20 °C
Völlig kaputt kamen wir in Seattle an, wo wir nochmals etwas nervös wurden, weil wir nun in die USA einreisen mussten. Der Officer war jedoch sehr nett und hiess uns nach wenigen Worten herzlich willkommen in den USA.
Freudig gingen wir zum Alaska Airline Check In und holten unsere nächsten Flugtickets ab. Wir fragten, ob wir allenfalls auch auf dem früheren Flug noch Platz hätten, was glücklicherweise für 50$ p.P. plus Downgrade noch der Fall war.
Wir wollten noch irgendwo was essen und trinken und entschieden uns für einen Ort, welcher Alaskan Bier Ausschank. Nach 15min gingen wir wieder raus, weil es niemand für nötig befand, uns zu fragen, was wir essen und trinken wollten und uns die Zeit fehlte, um noch länger zu warten.
Wir wussten, dass meine Schwester in Anchorage sein würde und wollten sie überraschen. Also.. wir waren unschlüssig, sollen wir vorbeigehen oder nicht. Irgendwie kamen wir uns doch etwas „arschlochmässig“ vor, am letzten Abend ihrer Ferien plötzlich aufzutauchen. Hätten wir es nicht getan, wäre es jedoch auch nicht nett gewesen.
Wir fragten also unschuldig nach, wo sie denn ihr letztes Nacht vorsehen würden. Simi war so lustig und sendete den beiden noch ein Foto von uns zwei, wie wir in Frankreich sassen :-P
Die beiden ahnten nichts, obwohl wir, in Anchorage angekommen sogar sagten, sie sollen doch fragen, ob es an ihrem Tisch noch Platz für 2 hat und wir zu ihnen stossen würden.
Wir beeilten uns mit dem Einchecken, obwohl uns noch Steine in den Weg gelegt wurden, indem der Drucker bei der Rezeption streikte.
Ein wenig später machten wir uns doch noch auf den Weg in die Glacier Brewery und fragten am Eingang nach dem Platz von meiner Schwester. Wir spazierten dorthin und grüssten fröhlich mit „Grüessechwohl“. Den Gesichtsausdruck der beiden werde ich wohl nie mehr vergessen. Sensationell waren die paar Sekunden, bis sie realisierten, dass wir wirklich in Alaska vor ihren standen.
Es wurde ein lustiger Abend und es war ein bisschen traurig, als wir uns von den beiden verabschieden mussten und wir nicht noch ein paar Tage mit ihnen rumfahren konnten.Read more
Touristen ohne Ende
August 2, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 13 °C
Nach einem langen ersten Abend in Anchorage holten wir unser Auto gegen 10.00h ab. Wir dachten, dass es für immer dauern würde, da wir im Gegensatz zu allen anderen keine Reservation für die Abholzeit hatten.
Wir hatten Glück. Ausser uns war nur eine andere Person vor Ort und wir kamen umgehend an die Reihe.
Wir verlangten ein Upgrade auf unlimited Miles, auch wenn wir unsicher waren, ob wir es überhaupt benötigen würden. Hauptsache, wir haben diesmal keine Meilenangst. Das war letztes Mal echt scheisse.
Uns wurde innert kürztester Zeit der Camper gezeigt und wir waren glücklich: wir haben einem BACKOFEN :-D Im Internet stand davon nichts und wir hatten uns schon darauf eingestellt, dass wir keinen haben würden. Und unser Seniorencamper ist auch sonst ultimativ grosszügig geschnitten. Wir haben Platz ohne Ende! :-)
Glücklich fuhren wir los in Richtung Walmart, wo wir uns mit Proviant für die ersten Tage ausstatteten. Nach dem Einkauf gönnten wir uns eine grosse Pizza, in der Hoffnung, die nächsten Tage noch etwas zum Zmittag zu haben. Leider war Simi so hungrig, dass er beinahe die ganze gigantische Pizza alleine gegessen hat und nur noch ein Stück übrig blieb.
Am frühen Nachmittag fuhren wir endlich los in Richtung Seward, wo wir wandern und eine Bootstour machen wollten. Ein paar Stunden später kamen wir an und waren geschockt. Der ganze Ort war VOLL mit Touristen, die „Campingplätze“ voll. Und Campingplatz ist echt nett ausgedrückt. Es sah beinahe schlimmer aus als auf einem Schweizer Campground. Man hat knapp einen Parkplatz für sich und fühlt sich wie eine Sardine.
Wir flüchteten schlussendlich auf einen etwas abgelegeneren Campground im Wald, der schön leer war. Ich bestand darauf, dennoch ins Dorf zu spazieren, da ich mich auf die Suche nach Ottern machen wollte und im nächstgelegenen Laden noch Feuerholz besorgen wollte.
Unser Spaziergang war erfolgreich. Wir sahen tatsächlich einen Otter, wenn auch nicht so süss im Wasser serumschwimmend, wie ich es mir erhofft hatte, sondern an Land. Aber egal, ich hatte einen gesehen. Zusätzlich sahen wir auch einen Weisskopfseeadler mit Fisch sowie Robben.
Zurück beim Camp versuchten wir ein Feuer zu entfachen, weil es draussen recht kalt war, leider ziemlich erfolglos. Das Holz wollte trotz allen Bemühungen nicht in Flammen aufgehen. Irgendwann gab ich auf, löschte das Holz und wir assen drinnen.Read more
Schöne Aussichten
August 3, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 11 °C
Am Morgen wachten wir halbwegs früh auf, weil bei unserem Camper ein Fenster direkt über unserem Kopf angebracht war und über keine Store verfügt. Ich dachte schon abends, dass dies in Alaska nicht ideal sein würde.
Wir waren sehr unschlüssig, ob wir nun doch noch eine Bootstour machen wollten und wenn ja, heute Morgen oder doch erst am nächsten Tag.
Schlussendlich entschieden wir uns für morgen und Simi meinte, die längste Tour im Angebot, wäre vermutlich die beste, da das Schiff am kleinsten ist. Gesagt getan, buchten wir die Tour.
Wir assen gemütlich unser Spiegelei, tranken unseren Kaffee und fuhren dann los in Richtung Exit Glacier. Unterwegs hatten wir bereits eine super Aussicht auf den Gletscher, der sich noch bis ins Tal erstreckte.
Wir fuhren weiter, weil wir etwas Angst hatten, dass es am Ende nicht genug Parkplätze haben würde. Dank dem wir einen RV gemietet haben, hatten wir Glück und es hatte noch ein paar wenige Plätze frei.
Wir beeilten uns, uns mit Wasser, Beef Jerkey und unserer Fotoausrüstung einzudecken und marschierten bald darauf los. Der Weg führte uns durch einen schönen Wald mit riesigen Blättern und Farn. Es ging mal angenehm gerade, mal ziemlich steil nach oben. Die Aussicht war teilweise einfach nur fantastisch! Ein superschöner Gletscher mit grossem Eisfeld, die schönsten Wildblumen, die ich je gesehen habe. Ich bin ja nicht Blumenfan, aber ich muss zugeben, in Seward ist die Blütenpracht einfach nur WUNDERSCHÖN! Ich kann auch keine der Blüten beim Namen nennen, aber das ist ja auch egal oder? Hauptsache schön :-) Violett, weiss, gelb, alles Mögliche.
Nach ca. 2.5h kamen wir endlich oben an. Wir genossen eine Weile die schöne Aussicht und machten uns dann auf den Rückweg. Unterwegs buchten wir einen Campingplatz auf einem dieser Sardinenplätze, damit wir am nächsten Tag nicht allzu weit fahren mussten, bis zuM Schiff.
Anfangs kamen wir schnell voran, dann merkte ich langsam, dass ich wohl ziemlich dehydriert war und so langsam die Koordination verlor. Dazu kam, dass ich auf einem Stein ausrutschte und plötzlich den Weg runterpurzelte. Mein Knie und ein Knochen im Bereich meines Hinterteils schmerzten und ich wusste, wir haben noch über 2km vor uns. Mein Rucksack bewahrte mich vor einem Sturz auf den Rücken, immerhin etwas.
Den Rest des Rückwegs war ich ein ziemlich unausstehliches Miststück, welches entweder schwieg oder fluchte wie eine Grosse.
Überglücklich kamen wir schlussendlich doch noch zurück zum Camper, wo ich mir als erstes eine Ovomaltine zubereitete. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich grosse Lust darauf und ich dachte, das bringt meine Energie sicherlich zurück.
Ein wenig später fuhren wir zunächst in Richtung Safeway, wo wir für ein paar Einkäufe ein Vermögen ausgaben (Die Schweiz ist verhältnismässig ein Billigland!!). Nach dem Einkauf fuhren wir zu unserem Campingplatz, wo wir feststellten, dass unsere Nachbarn sich so breitgemacht hatten, dass wir kaum noch Platz hatten, um unser Fahrzeug zu parken.
Die anderen Nachbarn hatten Mitleid mit uns und parkten, trotz unserem vehementen Verneinen, extra um, dass wir doch noch etwas Platz hatten draussen. Das war echt supernett, auch wenn wir uns schlecht fühlten. Sie hatten nicht den Fehler gemacht, sondern die Grossfamilie nebenan, welche das Ganze nicht zu interessieren schien.
Wir genossen einen Apero draussen an der Sonne und als sie hinter dem Hügel unterging, verzogen wir uns nach drinnen. Ein wenig später kochte mein Blut beinahe über.
Die Asi-Familie nebenan kam zurück und machte sich breiter und breiter. Die Kinder spielten direkt neben unserem Camper Volleyball und schlugen ständig den Ball an unser Fahrzeug, bis ich rausging und sie bat, Rücksicht zu nehmen. Schliesslich sind wir für allfällige Schäden verantwortlich. Sie verzogen sich erst, als der Ball erneut sehr hart an unser Fahrzeug schlug.
Liebe Eltern. Ich habe vollstes Verständnis, dass Kinder spielen wollen. Auch ich tat dies als ich klein war. Allerdings habt IHR die Verantwortung, dass eure Kinder keine Schäden am Eigentum anderer Personen machen. Ich habe keinen Bock, dass ICH zahlen muss, wenn die Kinder anderer Leute UNS Schäden machen!! Natürlich interessierte sich die Mutter einen feuchten Dreck darum, was die Kinder machen. Ich weiss nicht, wieso Kinder nicht mehr überall toleriert sind, wenn sie keine Grenzen aufgezeigt bekommen und machen können, was sie wollen. Wirklich, sowas geht wirklich nicht.
Irgendwann verzogen sich die Kinder glücklicherweise tatsächlich weiter. Die beiden Mütter hängten weiterhin vor dem Camper rum und interessierten sich für nichts und machten einfach auch nur einen Riesenkrach mit allem. Ich bekam beinahe die Krise..Read more
Wunderschöne Momente
August 4, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 12 °C
Die vergangene Nacht verlief sehr unruhig. Wir wachten ständig auf, weil unsere lieben Asi-Nachbarn ihren Generator durchgehend neben unserem Camper laufen liessen. Dazu kam, dass sie bis morgens um 2.00h oder so lautstark draussen am Plappern waren. Ein Wunder, dass sich niemand beschwert hat, obwohl sie auf dem ganzen Sardinencampground mit Abstand die lautesten waren. Ab und zu ging auch noch die ohrenbetäubend laute Heizung der netten Nachbarn an, was wir jedoch akzeptieren konnten.
Der Wecker war für 06.45h eingestellt, ich stand schlussendlich um 06.00h bereits auf, machte Kaffee und verzog mich damit hinunter ans Meer. Es war schön ruhig, kaum eine Menschenseele war wach. Simönchen folgte mir wenig später.
Noch bevor der Wecker losging waren wir wieder beim Camper und bereiteten uns für die heutige Schifffahrt vor. Wir hatten etwas Bedenken, dass wir möglicherweise elend erfrieren würden und packten mehrere Schichten an Kleidung ein.
Wir kamen pünktlich beim Veranstalter an und checkten ein. Wir stellten fest, dass wir wohl falsch gelesen hatten und statt 36 Personen, 60 an der Zahl möglich waren, was wir auch erreichten. Alle standen schon frühzeitig in der Schlange an, um aufs Boot zu kommen. Wir warteten noch etwas, schliesslich hatten wir Tickets und demnach wohl auch Platz auf dem Boot.
Unsere Tour ging vorzeitig los, weil alle vorbildlich pünktlich auf dem Schiff eingetrudelt waren. Der Reiseleiter erzählte uns, was uns in etwa erwarten würde. Er erwähnte dabei, dass es etwas holprig werden würde, was uns aber bestimmt schon beim CheckIn gesagt worden sei, was leider nicht der Fall war. Eingeschüchtert warfen wir uns gleich noch ein zweites Anti-Seekrankheitsmittel ein :-P
Bald ging es los und wir sahen schon den ersten Otter. Ich strahlte über beide Ohren und staunte gleichzeitig über dessen Grösse. Die Dinger sind gigantisch! Man stellt sie sich klein und zierlich vor, aber sie sind sicher fast einen Meter lang und etwas dicklich - und natürlich UNENDLICH süss! :-D
Es ging weiter und wir sahen einen schönen Weisskopfseeadler auf einem Felsen sitzen. Er präsentierte sich uns geduldig in super Fotolicht. Wir sahen Puffins und viele Vögel und schon bald WALE :-)
Wir steuerten auf sie zu und da sahen wir einen der Wale vor uns aufspringen. Natürlich war niemand bereit gewesen, ein Foto davon zu schiessen. Geduldig warteten wir. Längere Zeit machten die Wale nicht viel mehr als ihre Schwanzflosse aus dem Wasser zu heben und wieder unterzutauchen, doch dann.. Ein wunderschöner Sprung, direkt vor uns und ich fotografierte was das Zeug hält. Wow! Was für ein Anblick!
Am Horizont sah man die Fontänen von Finnwalen. Mit der Zeit kamen sie immer näher zu uns. Leider waren sie weniger verspielt als die Buckelwale und so fuhren wir weiter.
Es ging weiter zu einem gigantischen Gletscher, wo sich zig Robben auf den Eisschollen tummelten. Lustigerweise tun sie dies, um sich aufzuwärmen, wie uns der Reiseleiter erzählte. Einzelne winkten uns wortwörtlich zu. Auch Otter trieben erneut entspannt auf dem Meer. Ich schaffte es, Fotos von einem zu schiessen und auch dieser schien mir zuzuwinken. Fantastisch!
Wir schauten dem Gletscher eine Weile zu und hofften, dass ein grösseres Stück ins Meer donnerte.
Irgendwann mussten wir langsam zurückfahren. Wir hofften, unterwegs noch Orcas zu sehen, leider wurden wir diesbezüglich enttäuscht. Dafür machten wir bei den Buckelwalen nochmals einen Halt und es war beinahe magisch.
Einer der Wale drehte sich minutenlang um die eigene Achse, als hätte er den Tag seines Lebens. Die anderen rissen ihre Mäuler gemeinsam auf, um zu fressen, währenddem die Seemöwen wegflogen. Ein wirklich fantastisches Bild. Wir waren begeistert. Die Schiffsleute hielten derweilen ein Mikrofon ins Meer, damit wir die Wale noch besser hören konnten. Es klang zum Weinen schön!
Gegen 17.00h kamen wir glücklich zurück in Seward an. Wir hassen beide ja eigentlich so Touristenzeugs, aber diese Tour war wirklich einzigartig schön. Zumindest ich habe mich wohl die ganzen 8.5h Stunden keine Sekunde lang gelangweilt und den Tag einfach nur genossen.
Danke Schwesterlein, dass du so davon geschwärmt hast und uns dadurch zur Buchung dieser Tour getrieben hast. Es war unvergesslich! :-D
Nun sitzen wir irgendwo vor Anchorage auf einem Campingplatz, neben mir knistert ein Feuer, rund um mich fliegen dutzende Mücken, im Dickicht lauern wohl die Bären, hinter mir hört man den Dauerstarkverkehr und unweit von hier fährt ständig mit lautem Hupen der Zug durch, aber egal. Ich geniesse den Augenblick. Es war ein so supertoller Tag. Ich hasse es, das zu sagen, aber ich bin unendlich dankbar für die schönen Erlebnisse, die wir heute hatten! :-)Read more
Low pressure - no free air
August 5, 2024 in Switzerland ⋅ ☀️ 27 °C
Zuerst muss ich meinen gestrigen Bericht noch etwas ergänzen. Ich war wohl so auf Wolke 7 von unserer Bootstour, dass ich einiges vergessen hatte.
Als erstes zurück zum aufspringenden Wal. Wisst ihr was? Wie damals in Island bei der wirklich unendlich langweiligen Waltour, hat Simi den Sprung mal wieder verpasst? Wieso? Er hat sich Fotos auf der Kamera angeschaut :-P Ich habe es sooo vorausgeahnt..
Dann bei unserem Campground. Inzwischen sind die Campgrounds in Alaska supermodern geworden und man muss die Campingfee mittels Kreditkarte am Automaten bezahlen. Obwohl wir ca. 5 Karten ausprobiert hatten (gut meine ist bereits im Minus, da verstehe ich, wenn die Transaktion abgelehnt wird ;-P), wurden ALLE abgelehnt. In unserer Verzweiflung fragten wir jemand anderen, ob er mit seiner Karte für uns die 20$ zahlen würde. Selbstverständlich hielt ich das Bargeld jederzeit demonstrativ bereit. Ein super hilfsbereiter Brite hat uns schlussendlich aus der Patsche geholfen. Er wollte zunächst sogar ablehnen, dass wir ihm die 20$ zahlen, aber sowas können wir doch nicht akzeptieren.
Am Morgen waren wir gegen 7.30h wach. Juhui dachten wir, dann haben wir ja den ganzen Tag Zeit, um das schöne Wetter zu erreichen, leider verlief es etwas anders.
Als erstes mussten wir uns über einen Asiaten nerven, der doch tatsächlich seinen vollen Abfallsack einfach im Plumpsklo entsorgte! Ich denke, wären wir nicht in den USA und insbesondere nicht in Alaska, dann hätte wohl selbst ich was gesagt. Hier spaziert jedoch jeder zweite mit Knarre am Halfter rum, da lege ich mich mit niemandem an. Aber man sollte solche Leute dazu verdonnern, den Abfall von Hand aus den Plumpsklos zu fischen. Die armen Parkrangers, die dies nun tun müssen. Was für eine Unverschämtheit von diesem Typen!
Jedenfalls fuhren wir gegen ca. 09.00h los. Ein paar Minuten nach unserer Abfahrt meldete unser Auto, dass einer der Reifen zu wenig Druck habe. Einer der hinteren Zwillingsreifen war gute 20PSI unter dem Sollwert. Na toll. Auf die Schnelle sahen wir nichts, was am Reifen nicht stimmte. Wir fuhren daher nach Anchorage und wollten den Reifen kurz aufpumpen und dann einfach weiterfahren und schauen, was passiert.
Haha, KURZ.. Es dauerte gute 2 Stunden, bis dies erledigt war! Wir sind keine Automechanik-Genies, aber wie man einen Reifen pumpt, das wissen wir doch noch knapp. Wir klapperten Tankstelle um Tankstelle ab. Bei der dritten Tankstelle gab es ein Gerät, wo man für 0.50$ Luft pumpen konnte. Ok, wir versuchten es. Leider erfolglos. Man hatte 5min Zeit, um den Reifen zu pumpen, es kam wohl kein einziger PSI-Punkt rein.
Ok, suchen wir den nächsten. Dort wurde uns ein Gerät mit Akku in die Hand gedrückt. Simi schaffte es mit enormem Kraftaufwand ca. 10 PSI reinzupumpen, dann war der Akku leer. Ok, gehen wir zum nächsten. Man konnte nur mit Kreditkarte zahlen und erfuhr erst, als man bereits bezahlt hatte, dass der Spass 2$ kostete! Was zur Hölle?!? Am ärgerlichsten war, dass das Gerät wohl defekt war oder wir ein zu kleines Ventil für dieses Ding hatten.
So langsam neigte sich unsere Geduld dem Ende hin. Irgendwann fuhren wir zufälligerweise nochmals bei einer Tankstelle durch und da wurde uns geholfen. Die herzallerliebsten Mechaniker halfen uns, den Reifen zu pumpen (kostenlos!). Am Ende hatten wir sogar zu viel Luft drin und mussten sie heimlich in einer Seitenstrasse wieder rauslassen. Ich war auf jeden Fall froh, dass die zwei Typen mindestens genau gleich viel Mühe hatten, auch nur einen Bar in den Reifen zu pumpen, wie wir. Ich hatte echt begonnen, Zweifel an unseren Fähigkeiten zu bekommen.
Nachdem dies endlich erledigt war, gingen wir etwas essen und wollten kurz einkaufen. Auch das gestaltete sich schlussendlich als schwieriger als gedacht. Irgendwann kamen wir zufälligerweise doch noch an einem Fred Meyer vorbei und konnten uns für die nächsten Tage eindecken.
Zu fortgeschrittener Nachmittagsstunde fuhren wir dann eeeendlich los in Richtung Denali NP. Unterwegs erwarteten uns wunderschöne Ausblicke auf den Denali. Dieser Berg sieht einfach nur mächtig aus! Über ihm türmten sich wunderschöne Wolkenformationen und wir suchten nach einem Platz für die Nacht.
Bei einem Viewpoint hielten wir kurz an, aber wussten schlussendlich nicht, wo man denn über Nacht hätte parken dürfen. So fuhren wir weiter und suchten was besseres. Ich schlug den Byers Lake vor, denn ich hatte schöne Fotos gesehen, mit Reflektoren des Denali im See.
Es stellte sich leider raus, dass die Sicht nur vom anderen Ende des Sees zu sehen war und der See wesentlich grösser ist, als man denken würde. Nach mehren Kilometern wandern gaben wir um und drehten um.
Unterwegs stellten wir mal wieder fest, wie dumm die Fische in Alaska sind. Vor uns wanderte ein Typ. Er kam ca. 30s vor uns an einem Fluss an, als wir uns das nächste Mal in seine Richtung drehten, zappelte bereits ein Fisch an seiner Angel. In meiner Vorstellung hat er die Angel erst vor sich hingelegt, der Haken baumelte ins Wasser und der Fisch biss direkt an: Angeln in Alaska
In Windeseile liefen wir zurück zu unserem Camper. Inzwischen waren wir zu faul, um noch weiterzufahren. Die einzige Tat, die wir noch zu vollbringen hatten war, uns einen anderen Platz auf dem Campground zu suchen, da wir natürlich genau wieder den einzigen Platz gefunden hatten, neben dem jemand seinen Generator nonstop laufen liess. Nein danke, diesen Spass wollen wir nicht nochmals ertragen.
Inzwischen sind übrigens um die 3.5h vergangen und der Generator läuft immer noch. Lustigerweise steht nebendran ein „Chateau“ wie unseres - Gottseidank gehört es jedoch nicht zu uns :-)Read more
Regentag
August 6, 2024 in the United States ⋅ ☁️ 15 °C
Gestern Abend schauten wir uns die bisherigen Fotos an. Ich war etwas enttäuscht von meinen Werken, denn auf der Kamera hatten sie wesentlich besser ausgesehen. Simis Fotos sind, wie immer schärfer als meine. Wenigstens habe ICH den Wal erwischt ;-)
Nach einer Weile Fotos schauen schlief ich noch am Tisch ein. Simis Fotos haben wohl immer eine beruhigende Wirkung auf mich —> Es war nicht das erste Mal :-P
Der Campingplatz war soo schön ruhig, ich schlief selig ein. Mitten in der Nacht jedoch, wurden wir aus dem Schlaf gerissen. Direkt über unseren Köpfen flogen Helikopter rum und zwar nicht nur kurz, um über uns durchzufliegen. Nein, sie kreisten wohl eine Viertelstunde lang mit lautem Gedröhne über uns… Aber Drohnen sind verboten, sie könnten die Wildtiere stören.
Irgendwann schliefen wir wieder ein und wachten erst wieder auf, als gegen 08.00h der Regen auf unser Dach prasselte. Offenbar hält sich das Wetter nicht an die Voraussage.
Nachdem wir unsere nicht mehr ganz so frischen, teuren Früchte gegessen hatten, fuhren wir los in Richtung Denali, wo wir uns gutes Wetter erhofften. Leider wurden wir enttäuscht. Kein Berg war zu sehen, obwohl er wirklich gigantisch ist. Weder auf dem Weg, noch im Park. Zudem muss man beim Park nach 15 Meilen sein Fahrzeug stehen lassen und müsste auf einen Bus umsteigen. Hat man einen grösseren Camper, wie wir, sogar noch eher. Nein danke.
Wir drehten um und sahen unterwegs dann endlich unsere ersten Elche: Eine Mama mit ihrem Jungen. Das Junge blieb sehr unsicher auf der Strasse stehen, die Mama hatte nur ihr Fressen im Kopf und interessierte sich nicht, dass ihr Kleines offenbar Angst hatte.
Wir entschieden uns, zurück in Richtung Anchorage zu fahren. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, unterwegs ging uns beinahe noch das Benzin aus, weil nirgends mehr eine Tankstelle kam.
Nach einer seeeeehr langen Fahrt kamen wir schlussendlich doch noch beim Eagle River Campground an, wo wir einen der letzten zwei Plätze ergatterten. Leider wurden unsere Kreditkarten erneut abgelehnt. Simi wollte schon weiterfahren, ich wollte mein Glück beim Camphost versuchen. Er meinte, „egal, schon ok“. Er wollte nicht einmal unser Bargeld. Ok, auch gut ;-)
Sobald wir parkiert hatten, buchten wir nochmals eine Bärentour, weil wir auf unserer heutigen langen Fahrt eine Meldung von Scenic Bear Views erhalten, wonach unsere Freitagtour wohl noch nicht in trockenen Tüchern ist. Wir wurden aufgefordert mitzuteilen, von wann bis wann wir in Homer sein würden, da gegen Freitag schlechteres Wetter kommen würde. Wir haben ca. 2h später geantwortet, aber eine Gegenantwort kam nie.Read more
Regentag 2
August 7, 2024 in the United States ⋅ 🌧 16 °C
Heute Morgen wachte ich gegen 08.00h auf und wartete aufgeregt darauf, eine kurze Wanderung zu einem Steg an einem See zu machen. Simi liess sich Zeit und ich war wie auf Nadeln.
Ich stimmte zu, kurz einen Kaffee zu trinken. Es dauerte gefühlt für immer. Irgendwann liefen wir doch noch los, durch einen dichten Wald, an einem Fluss entlang. Der See kam aber nie. Merkwürdig, dachte ich.. wir schauten auf Google nach und nach einiger Suche stellten wir fest: Mist, dieser Steg ist 18km entfernt :-P Research-Genie - haha :-D
Wir drehten um und entschieden, halt einfach in Richtung Homer loszufahren. Unterwegs hielten wir kurz beim REI, um für Simi Regenhosen zu besorgen. Später holten wir uns noch die letzten Esswaren für die verbleibenden Tage. Dann ging die Fahrt nach Homer endlich los.
Unterwegs sahen wir nicht sonderlich viel, weil es in Strömen regnete. Überall waren die Leute am Fischen.
In Sterling wollten wir endlich unsere Abwassertanks leeren. Google meinte, in Soldotna seien aktuell praktisch alle Dumpingstations geschlossen. Da wir Angst hatten, ohne Wasser und mit vollen Abwassertanks dazustehen, entschieden wir uns, halt dafür zu zahlen. 15$! Was zur Hölle? Nicht mal ein Tank hätte die Gebühr verringert. Was für eine Abzocke! Gleichzeitig wollten wir unseren Reifen nochmals pumpen, der erneut Luft verloren hatte mit seinem blöden Ventil. Leider schafften wir es nicht mit dem Teil vor Ort An der nächsten Tankstelle (wo man gratis hätte dumpen können) versuchten wir den Reifen mit einem guten Druckluftding (keine Ahnung wie das Ding heisst) zu füllen. Erfolglos, auch der Mitarbeiter vor Ort konnte nicht helfen, obwohl er uns angeschaut hatte, als wären wir die dümmsten Menschen auf Erden, als wir ihn um Hilfe baten. Er empfahl uns, in Soldotna zu einer Garage zu fahren.
Wir fuhren weiter und fragten bei einer Garage nach. Vor Ort derselbe Gesichtsausdruck. Ich habe dem Typen gesagt, es sei im Fall nicht so einfach, wie er meint. Nach ca. 15min und verschiedenen Aufsätzen plus Entfernung mehrere Teile des Ventils, war der Reifen wieder gefüllt. Er wollte nicht einmal Geld dafür. Probier das mal in der Schweiz..
An der nächsten Tankstelle konnten wir doch noch Frischwasser (gratis) tanken. Anschliessend fuhren wir in Richtung Kenai, wo wir übernachten wollten, damit wir morgen nicht mehr allzu lange fahren müssen bis zum Flugplatz. Schlussendlich landeten wir auf dem schäbigsten „Campingplatz“ den man sich vorstellen kann und zahlten dafür auch noch 45$ —> läuft..
Eigentlich hätte man hier wohl wenigstens eine wunderschöne Aussicht auf einen Berg, aber die wirklich superdicke Regenwolkenschicht nimmt einem jede Sicht. Sehr schade. Naja, wir sind gespannt auf morgen. Von der anderen Bärentour haben wir nach wie vor nichts gehört…Read more
abgesagt
August 8, 2024 in the United States ⋅ ⛅ 11 °C
Aufgeregt wachten wir heute Morgen auf. Es regnete in Strömen, aber die Wettervorhersage versprach Besserung. Wir erhielten ein weiteres SMS von unserer Bärentour mit den Angaben, wo wir uns treffen würden. Ein paar Minuten später, als wir bald losfahren wollten: „Sorry, wir werden heute keine Bären sehen! ich hoffe, ihr seid noch nicht in Kenai.“ Wua-wua-wua-wuaaaah
Wir fuhren dennoch zum Flugplatz, weil wir wegen der Rückerstattung der (hohen) Kosten fragen wollten. Leider fanden wir vor Ort kein Büro. Offenbar hätten wir uns einfach beim Fluganbieter getroffen. Wir versuchten die Anbieter der morgigen Bärentour anzurufen, erneut erfolglos.
Wir fuhren weiter in Richtung Homer, weil morgen die Bärentour ab diesem Ort auf dem Programm stand. Unterwegs sahen wir nichts als Regen oder Nebel.
Endlich schrieben uns die anderen Anbieter. Morgen sieht es schlecht aus, die Tour wird voraussichtlich auf Samstagmorgen verschoben! Na toll. Die Mail war recht offen gehalten und so entschieden wir, direkt zu Scenic Bear Views zu fahren, um mit ihnen zu sprechen.
In Homer angekommen erwartete uns superschönes Wetter, mit tollem Panorama. Wir fühlten uns echt verarscht wegen der heutigen, abgesagten Bärentour. Wir sind sicher, am Nachmittag wäre die Durchführung kein Problem gewesen.
Nachdem wir kurz bei den Bärentourern waren, fuhren wir weiter und landeten schlussendlich in Homer Spit. Was für eine Aussicht. Es sah wunderschön aus mit dem Meer, den Bergen im Hintergrund und den Nebelschwaden.
Wir spazierten ein wenig dem Meer entlang und gingen dann irgendwo Mittagessen. Leider war mein Essen voller Koriander, das wird mir spätestens morgen noch zum Verhängnis werden. Aber wegwerfen kann man es halt trotzdem nicht.
Während dem Essen schauten wir ein Livevideo von den Brook Falls, wo die Bären in einem kleinen Wasserfall darauf warten, dass ihnen die Lachse in den Rachen fliegen. Wenigstens sahen wir auf diese Weise ein paar Bären.
Wir sahen wohl ziemlich deprimiert aus. Jedenfalls kam die Serviertochter irgendwann zu uns und fragte, ob wir noch ein Bier haben möchten. Ein Typ an der Bar wollte uns unbedingt eines spendieren. Sie wusste auch nicht weshalb, vermutlich wolle er einfach seinen langersehnten „Day off“ zelebrieren und anderen Leuten zur Feier des Tages etwas Gutes tun. Ich fühlte mich irgendwie schlecht, ich würde wohl keinem Fremden einfach so ein Bier spendieren.. Wir sagten dennoch nicht nein..
Nach dem Essen spazierten wir den ganzen Homer Spit entlang. Zuerst dem offenen Meer entlang, dann dem Hafen. Plötzlich sah ich in der Ferne etwas Grosses, Dickes im Wasser: OOOOTTTER :-D
Ich rannte los und freute mich wie ein kleines Kind. Auch dieses Exemplar war mindestens einen Meter gross und unendlich faul. Der Otter liess sich einfach mit den Wellen schaukeln und genoss den Tag.
Abends sahen wir noch einige weitere Otter mit demselben Lebensstil, währenddem wir vor unserem Camper und auch von unserem Camper aus die Sicht auf das Meer genossen.
Leider haben wir auf dem Campingplatz wieder das Glück, dass genau links UND rechts neben uns zwei Generator-Camper stationiert sind. Dies hat meinen Ausblicks-Genuss leider geschmälert. Statt Meeresrauschen musste ich die Aussicht mit Generatorlärm geniessen…
Irgendwann erhielten wir von Scenic Bear View die Info, dass unser Ausflug für Freitag nun doch gestrichen und auf Samstag verschoben wird. Merkwürdig, denn für Samstag ist wirklich kein gutes Wetter angesagt..
Was für eine Enttäuschung. Wir dachten, versuchen wir unser Glück doch nochmals beim anderen Anbieter. Es wird schönes Wetter und vielleicht haben wir ja Glück. Ein wenig später schrieb einer der Mitarbeiter zurück, dass für den morgigen Tag noch zwei Plätze auf einer anderen Tour frei sein müssten und er sich am nächsten Morgen bei uns melden würde.
Wir trauten uns nicht, uns auch nur ein bisschen zu freuen, da wir bisher immer vertröstet wurden.Read more
Badetag für Bären
August 9, 2024 in the United States ⋅ 🌙 10 °C
Heute Morgen früh kam tatsächlich ein Anruf und uns wurde angeboten, am heutigen Nachmittag an einer Bärentour teilzunehmen. Statt einer Wanderung würde sie eine Bootstour beinhalten. Die Bären würden manchmal direkt zum Boot schwimmen und es sei eine ziemlich coole Tour.
Wir sagten zu und erhielten erst noch die Differenz zur vorherigen Tour zurück. Wir beeilten uns, um rechtzeitig loszufahren. Unser Weg zurück nach Kenai betrug über 2h! Selbst während der Fahrt versuchten wir unsere Vorfreude im Zaum zu halten. Gestern wurde die Tour auch sehr kurzfristig abgesagt.
Am Flugplatz mussten wir nur kurz einchecken und dann auf unser Wasserflugzeug warten. Leider habe ich mir inzwischen eine Erkältung zugezogen und so entschied ich mich, statt eines Espressos einen Chai Latte zu nehmen. Selten so etwas Süsses getrunken.. aber vielleicht half es ja.
Ein wenig später durften wir auch schon einsteigen und innert 20min wurden wir zu einer wunderschön an einem See gelegenen Lodge mitten im Nirgendwo gebracht. Dort gab es zunächst ein Mittagessen, dann hiess es warten, bis es endlich losging.
Die Tour war zu Beginn eine grosse Enttäuschung. Wir fanden zwar recht schnell einen Bären, aber vor uns wurde der Blick auf ihn versperrt von ca. 20 Fischerbooten, welche nicht interessierte, dass wir gerne die Bären fotografiert hätten.
Glücklicherweise schwamm der Bär irgendwann zur Seite und wir konnten uns einen besseren Foto-Punkt ergattern. Der Bär war unglaublich verspielt. Er fand irgendwo ein Stück Schwemmholz und spielte damit. Süss, wie er selbst seinen Hinterbeinchen einsetzte und immer wieder in die Luft streckte.
Nach einer Weile fuhren wir weiter, um weitere Bären zu suchen, leider erfolglos. Stattdessen spazierten wir auf einer Art Moosinsel rum. Wahnsinn, dass dieses im See treibende Moos so stark war, dass man nicht einsank.
Wir fuhren nochmals zurück zu den Bären. In der Zwischenzeit hatte sich ein schöner, blonder Bär zum anderen dazugesellt. Irgendwann kam sogar noch ein dritter. Leider waren wir etwas weit weg und konnten nicht näher fahren.
Irgendwann mussten wir zurück zur Lodge fahren, weil das Flugzeug schon bereit war, um einige von uns zurückzubringen. Schade, grundsätzlich hätten wir noch eine gute Stunde Zeit gehabt. Es dauerte eine Weile, bis sie wohl ausgelost hatten, wer die zwei „Billigtouristen“ mitnehmen musste.
Beim Flugzeug angekommen gab es einen kurzen Schreckmoment, als wir alle einsteigen wollten. Ich hörte ein lautes Plätschern und dachte, „Mist, jetzt ist jemandem wohl tatsächlich der Rucksack in den See gefallen!“. Ich schaute hin und sah nur eine Mütze schwimmen. Merkwürdig, das konnte doch kein so lautes Platschen auslösen. Ein wenig später tauchte plötzlich ein Kopf im Wasser auf! Einer der Passagiere war beim Einsteigen in den See gefallen! Er sah ziemlich schockiert aus und kam kaum mehr aus dem Wasser. Als er merkte, dass grundsätzlich nichts passiert war, konnte er sich bereits wieder zu ein paar Spässen hinreissen und auch seine Kameraden hielten sich mit Sticheleien nicht zurück. Im Sinne von, „Hätte echt nicht gedacht, dass wir noch einen Belugawal sehen würden“. Der ältere Herr zog dann seine Fischerstiefel aus und goss mehrere Liter Wasser pro Fuss raus. Pitschnass kroch er dann ins Flugzeug. Ich wäre wohl erfroren.
Auf dem Rückweg durfte ich sogar noch im Cockpit mitfliegen. Der Pilot bat darum, dass die schlankste Person zu ihm kommt, da auf dem Sitz nicht viel Platz bleibt, wenn er das Flugzeug nach oben steigt. Naja.. gegen eine Horde Fischer-Senioren gewann ich das Rennen um den Platz ziemlich klar.
Auf dem Rückflug flog der Pilot uns noch über einen wunderschönen Gletscher, umgeben von tollen, hohen Bergen. Was für ein Anblick. Und dies genau dann, wenn ich keine Kamera dabei habe (war im Rucksack ganz hinten). Es war ein wirklich toller Rückflug!
Nach der Ankunft beschlossen wir, trotz bereits teuerem gebuchtem Campingplatz, nicht mehr bis Homer zurückzufahren. Ich könnte wetten, hätte ich den Platz nicht gebucht, wäre die morgige Tour ab Homer gestartet und wir wären ohne Platz dagestanden. Wir fanden irgendwo bei Ninilchik einen Platz, wo unsere Kreditkarte akzeptiert wurde, um fürs Camping zu bezahlen. Leider war es draussen bitterkalt und wir blieben den ganzen Abend lang im Camper.Read more
Was für ein Tag..
August 11, 2024 in the United States ⋅ ☁️ 9 °C
Gestern waren wir heilfroh, dass wir bereits in Ninilchik, wo unsere Bärentour starten sollte, geschlafen hatten und unsere Fahrtzeit zum Treffpunkt gerade mal 10min betrug.
Wir waren superpünktlich, aber es war niemand vor Ort. Wir schrieben der Agentur und dann kamen plötzlich andere Gäste und schlussendlich auch der Guide, welcher uns mitteilte, dass wir da unmöglich parken dürften und ihm nun hinterherfahren müssten. Sorry, wir haben ausschliesslich genau gemacht, was in eurer Mail stand… Wir parkten am nächsten Ort bei seinem künftigen Hangar. Er gab uns Waders, wir mussten einen Waver unterzeichnen und dann hiess es „so, jetzt gehen wir noch kurz beim Campingplatz aufs Klo“. Also wieder ins Auto, zum Campingplatz fahren, warten bis der Guide vom WC zurückkommt und dann zum dritten Ort fahren.
Der Guide zeigte, wo wir parken sollten. Gemäss unserer Beurteilung handelte es sich um einen Strasse, deshalb parkten wir um die Ecke, wo es nach einem Parkplatz aussah. Der Guide war erneut unzufrieden und teile uns mit, dass sei private property und wir sollten genau da parken, wo er gezeigt hat. Dies sei eine künftige Landebahn und keiner würde sie nutzen. Sorry, dass wir Einheimisch das nicht gewusst bzw. sofort erkannt hatten.
Irgendwann durften wir endlich ins Flugzeug einsteigen. Ich flog erneut im Cockpit mit. Unterwegs hatte ich das Gefühl, dass mein Kopf bald explodiert. Mit einer Erkältung in so einem Flugzeug zu fliegen ist wohl nicht die beste Idee, auch wenn er nicht mal 2000m hoch flog.
Nach ca. 30min ging es in den Landeanflug. Bereits von oben sahen wir die Bären und waren voller Vorfreude. Wir landeten in der Nähe und es regnete in Strömen. Der Guide sagte kurz ein paar Worte, wir wir uns verhalten sollten und schickte uns dann schon mal voraus. Ok, gutes Gefühl. Vor uns ein riesiger Grizzlybär und wir vier Touristen direkt vor ihm. Es ging alles gut.
Irgendwann kam der Guide dann auch noch vom Flugzeug hergewatschelt und wir mussten ihm durch sehr mühsames Gebiet durch den sumpfigen Sand folgen. Wir waren nun wesentlich weiter weg von den Bären als vorher und ich schoss kein Foto mehr, weil ich aufpassen musste, dass ich nicht umfiel und die Kamera vollends zerstörte. Der Regen war schon Tortur genug für sie.
Leider zogen die Bären weiter. Wir stampften zurück ans Ufer, wo wir noch ein paar Meter umhergingen. Die Bären kamen leider nicht mehr zurück. Der Guide entschloss zurückzufliegen. Ich war leicht geschockt, da wir erst so kurz vorher angekommen waren. Zunächst hatte ich die Hoffnung, dass wir noch an einen anderen Ort fliegen würden, leider nein.
Wir haben Bären gesehen, es war ein kurzer und toller Augenblick, aber eigentlich würde die Tour 7h dauern und geplant wäre grundsätzlich, 3h lang Bären fotografieren zu können. Insbesondere bei diesem nicht wirklich günstigen Preis. Entsprechend enttäuscht waren wir schlussendlich.
Zurück am Boden assen wir unsere Sandwiches und fuhren dann nach Anchorage. Unterwegs tankten wir und fuhren weiter. Plötzlich schaltete ein Polizeiauto hinter uns das Blaulicht an. Was hatten wir denn jetzt falsch gemacht?!? Simi fuhr zur Seite und wir warteten, bis der Officer zu uns kam. Nervös liessen wir das Fenster runter. „Hi Officer!“ „Hi! You didn’t do something wrong, but the lid of your gas tank is open. Since it’s wet outside you could get some issues with water inside the tank“. Ach sooo, Simi war wohl etwas müde und hatte beim Tanken glatt vergessen, den Deckel wieder zuzuschrauben. Huch, nochmal Glück gehabt.
In Anchorage angekommen, wollten wir den Camper schon mal für die Abgabe vorbereiten. Schlussendlich hatten wir um die 5h dafür.
Zunächst fuhren wir zum Bass Pro Shop, weil wir nicht wussten, ob wir mit dem bestehenden Gepäck alles mitnehmen konnten. Wir mussten am Ende wirklich noch eine Tasche kaufen.
Als wir endlich alles einigermassen zusammengepackt hatten, wollten wir Propan auffüllen. Die Propan-Tanks standen vor zig Tankstellen, aber die Mitarbeiter vor Ort waren alle nicht in der Lage, unseren Tank zu füllen. Irgendwann entschlossen wir, zu der Tankstelle zu fahren, die GoNorth vorschlägt, auch wenn sie weit weg ist. Leider war auch der Typ dort nicht fähig dazu und wir fragten bei der benachbarten Tankstelle nach und konnten tatsächlich den Tank füllen.
Simi versuchte noch, unseren Sorgenreifen zu pumpen. Ich gab zu Bedenken, dass es sich erneut um so eine merkwürdige Anlage handelte, mit der man nicht richtig Druck auf den Reifen geben kann. Wir fuhren schlussendlich mit 10 PSI weniger weg, als wir angekommen waren…
Wir waren inzwischen beide müde und genervt. Wir mussten nun entscheiden, wo und wie wir die Nacht verbringen wollten. Campingplatz oder Hotel. Diese Frage hing auch mit der Frage zusammen „Dumpen oder nicht?“ und „Was machen wir mit dem verbleibenden Essen?!?“.
Nach einem langen hin und her, bei welchem wir mit der Zeit nicht mehr sehr nett zueinander waren, beschlossen wir, ins Hotel zu gehen, wo wir am ersten Tag der Ferien bereits geschlafen hatten. Wir wussten, dass es dort Parkplätze haben würde.
Ich putzte kurz innen so gut es ging den Camper, damit wir anschliessend das Abwasser leeren konnten, dann fuhren wir zum Hotel. Bei der Suche nach einem Parkplatz stellten wir fest, dass direkt hinter dem Hotel ein Camp von Obdachlosen war. Na toll, nun werden wir sicherlich in der letzten Nacht noch ausgeraubt..
Wir stellten den Camper dennoch neben dem Hotel ab, nahmen das Wichtigste Gepäck ins Hotel und gingen dann Essen.
Nachts schlief ich erneut schlecht. Zum einen war ich wohl nach wie vor nervös wegen der Camperrückgabe, zum anderen hörnte der Alaska-Train die halbe Nacht durch und der ist WIRKLICH laut!Read more
Ein langer Heimweg - Teil 1
August 11, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 22 °C
Wir sind früh aufgestanden, holten uns kurz einen Kaffee und fuhren dann zur Vermietungsstation. Bzw. ich habe vor der Abfahrt eine grosse Kiste voller Esswaren vorbereitet und neben das Obdachlosencamp gestellt. Ich hoffe, sie haben sich darüber gefreut. Es war wirklich eine hochwertige Box.
Bei GoNorth nahmen wir alles Gepäck aus dem Auto und ich putzte innen nochmals etwas nach. Wir konnten den Schlüssel frühzeitig jemandem in die Hand drücken, bestellten ein Uber und fuhren zum Flughafen, wo wir eine lange Schlange erwarteten.
Der Flughafen war glücklicherweise ziemlich leer. Wir mussten unser Gepäck noch etwas umpacken, weil wir in zwei davon zu viel Gewicht hatten. Irgendwann hatten wir es doch noch geschafft und checkten alles ein.
Im Passagierbereich holten wir uns erstmal einen 6-fachen Espresso bei Starbucks und setzten uns dann irgendwo hin. Die Dame, die mir den Kaffee gegeben hat, konnte sich keinen Kommentar verkneifen. „Oh wow, that musst have sucked!“ :-P und der nächste Gast hinter uns „This will definitively wake you up..!!“. Naja.. ging so, ich war immer noch komplett am Ende danach. Wir hatten nun viel zu viel Zeit. Wir nutzten diese, um Fotos anzuschauen.
Wir ärgerten uns derweil jedoch über uns selbst, weil wir nicht daran gedacht hatten, dass wir vielleicht den Flug umbuchen hätten können, um etwas mehr Zeit zum Umsteigen in Seattle zu haben. Das könnte knapp werden.
Nun sitze ich im Flieger und bin gespannt, ob es klappen wird. Unser Flug hat wohl gegen 30min Verspätung, was uns definitiv nicht helfen wird bei der knappen Zeit, bis zum nächsten Flug und wir müssen nochmals neu einchecken!Read more
Ein langer Heimweg - Teil 2
August 12, 2024 in Switzerland ⋅ ☁️ 21 °C
In Seattle mussten wir zunächst eine gefühlte Ewigkeit warten, bis das Flugzeug parken durfte. Ich wurde nervös, unsere Zeit zum Umsteigen ist wirklich begrenzt!
Endlich durften wir aussteigen. Vor uns nichts als unendlich langsame Personen. Beim Baggage Claim wurden wir erneut nervös. Der Flug, welcher ca. 30min vor uns gelandet war, hatte noch kein Gepäck. Ich holte mir für teure 8$ schon mal einen Rolly.
Juhui, unser Gepäck kam glücklicherweise in Windeseile. Wir suchten eine Weile nach dem Check in, wurden dann jedoch fündig. Ganz am Ende des Flughafens fanden wir einen Lufthansa-Schalter. In 30min würde der Schalter schliessen! Mein Herz begann erneut schneller zu schlagen, denn vor uns war eine Dame, welche irgendwelche merkwürdigen Fragen stellte und ihren Check-In in die Länge zog.
Vermutlich sahen wir nervös aus, denn eine andere Flughafen-Dame bat uns, einen Schalter nebenan zu nutzen. Der Typ am Schalter war erneut uneeeendlich langsam. Schlussendlich hielten wir endlich die Bordkarten in der Hand und eilten zum Securitycheck. Wir erwarteten nichts anderes als eine lange Schlange. Aber nein, keine 5 Minuten und wir waren durch. Im SEATTLE International-Terminal! Fantastisch :-)
Simi wollte unbedingt noch etwas essen und trinken und so gingen wir in ein Restaurant, welches wir von einer anderen Reise schon kannten. Zunächst wurden wir ewig ignoriert, bevor wir überhaupt einen Tisch bekommen hatten. Hauptsache nicht in die Lounge gehen..
Endlich bekamen wir doch noch einen Tisch und wir bestellten Bier und Checken Wings. Sehr lecker! Ich hatte noch Bargeld dabei, da es allerdings im Rucksack verstaut gewesen war, war es klitschnass. Hätte ich die Worte in Englisch gekannt, hätte ich dem Kellner gesagt „frisch gewaschen“ ;-P
Irgendwann durften wir einsteigen und schon bald hielten wir unseren Willkommens-Sekt in der Hand. Unsere Stewardess war höchst-sympathisch. Kleiner Tipp: Falls ihr mal Lufthansa fliegt, der Avionic-Drink ist leider wiiiiirklich gut. Die Stewardess hat mir diesen auch empfohlen und meinte, sie würde ihn auch gerne trinken, aber ja.. sie sei halt leider im Dienst.
Auch das Essen war sensationell gut. Ich bestellte die Fischversion. Bei der Vorspeise waren die Algen auf dem Fisch nicht so meins. Meine Bemerkung war „Das schmeckt, als würde ich einen Strand bei Ebbe essen!“, aber die Hauptspeise.. ein Traum. Schwarzer Reis mit einer Sauce mit Zitronennote und dazu etwas Gemüse und leicht scharfe Shrimps. Zum Dessert ein Brownie.
Ein Glas Wein und einen Espresso später schlief ich während dem Film schauen ein, wie ich es bereits prophezeit hatte. Ich schlafe selten besser als nach einem guten Espresso :-) (ernsthaft)
Irgendwann wachte ich auf und schaute den Film nochmals von da an weiter, wo ich eingeschlafen war. Simi schlief nebenan tief und fest. Ich musste ständig seinen Bildschirm ausschalten, weil er immer wieder zu leuchten begann. Nach etwa 20x gab ich auf, warf meine Decke über den Bildschirm und konnte mir endlich den Film fertig anschauen.
Beim zweiten Film begann dann mein Bildschirm auch an zu streiken und so beschloss ich, auch noch zu schlafen.
Wir verschliefen beide das Frühstück, aber wir waren eh nicht sonderlich erpicht darauf. Bald schon landeten wir in München, wo wir erneut mit einem stressigen Umsteigen rechneten.
Auch da ging alles schnell, bis auf das Einsteigen. Wir mussten sicher noch eine Stunde warten, weil alles so elend langsam ging. Der Pilot teilte uns im Flugzeug mit, dass dies in München immer so sei, wegen Personalmangels. Ach ja.. sie lassen auch einfach mal ein paar Gepäckstücke auf dem Rollfeld liegen. Kein Mensch hat sich darum gekümmert, es lag einfach herum und dutzende Angestellte sind lieber fast drübergefahren, als es mitzunehmen..
Im Flugzeug mussten wir nochmals warten, weil sie eines der Gepäckstücke raussuchen mussten.. Der Flug war glücklicherweise sehr kurz und ich verschlief ihn komplett, bis es rumpelte, als wären wir gerade unsanft gelandet. Ich stellte nur erstaunt fest, dass wir immer noch hoch über den Wolken waren. Aber es ging alles glatt. In Zürich hiess es nochmals warten, warten, warten, weil das Gepäck nicht kam. Liebe Seattle-Gepäck-Helden ihr seid Superhelden! Gebt unseren Schweizern mal etwas Nachhilfe, damit es vielleicht auch da mal schneller klappt. Muss ja nicht so zackig sein wie bei euch (ca. 5min warten..).Read more
Einkaufen in Valdez
September 15, 2025 in the United States ⋅ 🌧 6 °C
Am Morgen gingen wir in der Lodge frühstücken, um uns noch von Mark zu verabschieden, der bereits wieder auf dem Sprung für den nächsten Flug war. Simi gönnte sich French Toast, ich einen Bagle mit irgendeiner Lachscreme.
Während dem Zmorge überlegten wir, wohin wir als nächstes fahren wollten und entschieden uns für Valdez, weil wir dachten, dass man da evtl. Bären sieht.
Wir fuhren durch schöne Landschaften und kamen irgendwann in Valdez bei der Lachs-Fang-Fabrik an. Es stank bestialisch und überall waren Möwen. Gleich bei der Fabrik tummelten sich zusätzlich Robben und gigantische Seelöwen. Die Dinger sind einfach nur RIESIG und stopften sich einen fetten Lachs nach dem anderen in den Magen. Ich schätze, so ein Lachs wiegt sicher um die 6kg.. kein Wunder sind diese Seelöwen so fett.
Wir spazierten noch den Weg rund um die Fabrik ab, wo man die gefangenen Lachse von nahem sieht. Im Gegensatz zu anderen Tieren hatte ich nicht soo ein schlechtes Gewissen, dass sie dort gefangen waren und dann zu Essen verarbeitet werden, denn sie würden so oder so sehr bald sterben. Lachse sind wirklich sehr dumme Tiere, wie wir mal feststellen mussten. Sie schwimmen einfach komme was wolle gegen den Strom, nur um dann elend zu ersticken, weil sie plötzlich in zu seichtem Wasser landen. Retten wollen sie sich auch nicht lassen…
Nach einer Weile hatten wir genug gesehen und fuhren nach Valdez. Was für ein Touristenort. Es regnete und so beschlossen wir, einfach kurz einzukaufen und dann wieder wegzufahren, irgendwo rauf auf den Pass, wo wir bereits durchgefahren waren.
Oben beim Pass spazierten wir noch etwas in der Gegend herum und schossen ein paar Fotos, bevor wir uns mal wieder dem Essen widmeten.
Ach ja, wie man vermuten könnte, haben wir natürlich nirgendwo Bären gesehen..Read more



























































































