Keinen Schritt weiter!
December 20, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C
Ich weiss nicht weshalb, aber pünktlich gegen 6 bin ich jeden Tag wach. Um Simi nicht zu wecken, schloss ich den Vorhang rund ums Bett und fing an herumzugeistern.
Kaffeewasser aufkochen, Crêpe-Teig vorbereiten, Blog schreiben und warten, bis Simönchen endlich aus den Federn kommt.
Nach dem Frühstück überlegten wir, wo wir denn heute hinfahren wollen. Taranaki meldete schlechtes Wetter, fürs Tongariro Crossing waren wir zu spät. Irgendwann entschieden wir uns dennoch für Taranaki.
Wir kamen nicht richtig in die Gänge und als ich irgendwo einen Ort entdeckte, wo es Espresso gab, riss Simi eine Vollbremsung und wir gönnten uns je einen doppelten.
Weiter ging die Fahrt, bis wir in Statford einkaufen gingen (und unser Auto in der Durchsage gebeten wurde, umzuparken). Nach dem Einkauf gingen wir das erste Mal dumpen und fuhren dann geleert und mit neuem Frischwasser in Richtung Taranaki.
Hier machten wir eine weitere Wanderung durch einen wunderschönen Regenwald.
Einen Weg beendeten wir umgehend, als der Weg von einer sehr hohen und sehr instabilen Hängebrücke, mit nur-1-Person-auf-Brücke-Regel unterbrochen wurde. Ich wagte mich bis in die Mitte, weil ich wissen wollte, wie es aussieht. Leider musste ich aufgeben, weil mir das Ganze nicht ganz geheuer war und Simi sowieso nie im Leben einen Fuss auf diese Erfindung des Teufels gesetzt hätte.
Wir wanderten zurück bis zur nächsten Richtungstafel und entschieden uns leider dazu, unseren ursprünglichen Weg weiterzugehen. Nach wenigen Metern bereuten wir es. Es ging steilt bergauf, was grundsätzlich nicht schlimm wäre, aber wenn jeder Tritt 1m hoch ist, dann ist das echt nicht lustig. Ich hatte jede Menge Fotogepäck dabei und eine Flasche, die mir mit jedem Aufstieg an den Arm knallte.. Meine Blicke zeigten nur noch puren Hass auf die Situation.
Der Weg an sich wäre ja schön gewesen, aber wir hatten genug und waren müde. Irgendwann fanden wir einen Ausweg und gingen zurück zum Camper. Das war immer noch ein gutes Stück, aber wenigstens nicht mehr aufwärts.
Morgen geht es vermutlich ganz nach unten in den Süden der Nordinsel zu einem Leuchtturm und einer Robbenkolonie. Mal schauen, wo wir am Ende wirklich landen werden.Read more









