Save the best for last
April 9, 2025 in Chile ⋅ ⛅ 7 °C
Wiederum mussten wir früh aufstehen. Das Tagesprogramm heute: Drohne fliegen, lange Schifffahrt, dann eine längere Autofahrt nach Torres del Paine.
Es war noch dunkel, als wir ins Jetboat stiegen. Wir fuhren ums Boot herum, um wegzufahren und wären beinahe alle geköpft worden, weil alle zu müde waren, um zu realisieren, dass das Bootseil (nennt man das Tau?), mit welchem das Boot am Port befestigt war, wesentlich tiefer runterhängt, als es von weitem aussah..
Wir fuhren rund um eine kleine Peninsula, um zu einem kleinen „Strand“ zu kommen. Ich sass ganz vorne und war völlig aus dem Häuschen, als, nur wenige Zentimeter von mir entfernt, erneut Delfine mitschwammen. WOW!🤗🥰
An Land angekommen liessen wir die Drohnen steigen. Marc kommandierte uns, zu einem Wasserfall zu fliegen. Der Wind war zu stark für meine Drohne und ich kam weniger als vorwärts - ich wurde gar rückwärts zurückgeblasen. Ich kehrte um, weil ich befürchtete, andernfalls meine Drohne zu verlieren.
Ich hatte einen wunderbaren am Ausblick auf die umliegenden Berge und Fjorde. Irgendwann kam Marc und wollte sehen, wo ich bin und fragte, was ich da hinten mache, wir sollten doch zum Wasserfall. Ich erklärte ihm, dass meine Mini dem starken Wind nicht gewachsen ist. Selbstverständlich glaubte er kein Wort.
Wenig später wechselte ich den Akku und versuchte erneut, zum Wasserfall zu fliegen. Marc kam erneut und riss mir die Fernbedienung aus der Hand, damit er selbst nach hinten fliegen konnte. Er realisierte dann endlich, dass der Wind für die Mini wirklich zu stark war und rief in die Runde, dass es die Minis nicht schaffen würden. Ich erwiderte trocken: jep.. das hatte ich ja bereits vorher gesagt..
Egal, ich flog dennoch noch etwas weiter und fand schlussendlich einen wunderschönen Wasserfall mit tollen herbstlich gefärbten Büschen. Das Problem war: der Drohnenakku war bereits tief unten, weil es so lange gedauert hatte, um zu diesem Platz zu gelangen. Ich wollte ein Foto schiessen und da ploppte bereits die zweite Meldung auf, dass ich sofort zurückkehren muss, damit ich es noch schaffe. Na toll..
Mit letzter Kraft kam die Drohne an. Wenig später ging es zurück aufs Schiff. Die weitere Rückfahrt nach Puerto Natales war sehr schön. Hinter uns raste eine Regenwolke auf uns zu, welche für dramatische Stimmung auf den Fotos sorgte. Wir sahen zig Regenbögen.
Auf halber Fahrt hielten wir nochmals an und fuhren mit dem Jetboat an Land. Es hatte einen kleinen Berg mit Wasserfall im Vordergrund und sah ganz nett aus. Ich war froh, hatte Marc sich schlussendlich für ein Drohnenbild entschieden. Er wollte zunächst eine Wanderung machen, bei welcher wir hüfttief durchs Wasser hätten waten müssen. NEIN DANKE. Ich meine, wir reden hier von Gletscherwasser plus Wind. Ich will mir für ein Foto doch nicht den Tod holen..
Zurück auf dem Schiff packten wir unsere sieben Sachen zusammen. Auch wenn ich mich auf ein richtiges Bett freute, wurde ich doch etwas wehmütig.
Pin versorgte uns zum Trost mit einer letzten Runde Pisco und Charcuterie, aber es war nicht mehr dasselbe. Man hatte wieder Netz und so waren die meisten ziemlich auf Nadeln, weil sie befürchteten hunderte Mails und schlechte Nachrichten zu empfangen. Ben hatte noch von vor der Reise bereits 12‘000 (!!!!!!) ungelesene Mails. Ich muss sagen.. er mag sehr viel verdienen, aber ich will für kein Geld der Welt 12‘000 Mails beantworten müssen.
Am frühen Abend kamen wir in Puerto Natales an. Ich war doch etwas traurig, uns von der herzensguten Schiffscrew zu verabschieden. Wenigstens Alejandro sollte uns die nächsten Tage noch begleiten.
Im Hotel angekommen bezogen wir unsere Zimmer und freuten uns über die grosszügigen Platzverhältnisse. Simi war so überwältigt vom grossen Zimmer, dass er nicht mal das Bad sah und wir schon Angst hatten, dieses erneut teilen zu müssen.
Am Abend gab es Grillfleisch und wir freuten uns, dass selbst dieses Restaurant den uns inzwischen gut bekannten „Casillero del Diablo“ zu finden. Selbstverständlich durfte dieser nicht fehlen. Es war ein weiteres, tolles Abendessen mit der ganzen Truppe. Nur Marc hatte sich zurückgezogen, aber das war verständlich und störte auch keinen.
Zum Schluss stiess Alejandro dazu und schien den Abend mit uns allen zu geniessen.
Irgendwann fielen wir glücklich ins Bett. Vor dem Schlafen streckten wir unsere Arme in alle Richtungen und freuten uns wie kleine Kinder über ein richtiges Bett, wo man sich frei in alle Himmelsrichtungen bewegen konnte. Luxus pur!Read more














