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Patagonian Fjords - Neverland

Unsere Reise führt uns in den tiefen Süden von Argentinien und Chile Read more
  • Trip start
    March 27, 2025

    Buenos Aires - wir kommen

    March 27, 2025 in Germany ⋅ 🌙 9 °C

    Durch unsere Angespanntheit sind wir beide noch vor dem Wecker erwacht. Die vielen Gedanken Kopf taten ihr bestens, um uns am Schlafen zu hindern.

    Haben wir alles gepackt? Was müssen wir im Geschäft noch alles erledigen? Mist, ein bisschen aufräumen zuhause wäre auch gut! Und den Müll rausbringen!

    Schlussendlich schaffen wir es einigermassen pünktlich im Geschäft zu sein, wo wir versuchen, noch alles mögliche zu erledigen. Geplant war, um 12.00h in Richtung Frankfurt zu starten. Am Ende wurde es 14.00h.

    Dank diverser Staus und einem Ladestop dauerte die Fahrt fast 5 Stunden. Wenigstens fanden wir im eigentlich superengen Parkhaus einen Parkplatz, wo man sogar die Türen bis zum Anschlag öffnen kann.

    Wir zogen uns kurz um und packten dann unsere Siebensachen auf den Buckel und marschierten den langen Weg von Terminal 2 nach 1 los.

    Irgendwann fanden wir das CheckIn und wollten durch die Security gehen, als mir einfiel, dass ich die USD im Auto vergessen hatte. Wir versuchten, an einem Bancomaten Geld abzuheben, aber die Limite lag bei 300$ und die Spesen bei 25€!

    Ein paar Schimpfwörter später rannte ich zurück zum Auto und liess Simi irgendwo sitzen. Schliesslich hatte ich das ja verbockt. Wer keinen Kopf hat, der hat Beine.

    Also, Treppen raufrennen, wieder aufs Zügchen, Treppen runterrennen und dann den langen Sprint bis zum Auto. Geld packen und zurückrennen. Echt toll, wenn man sich auf diese Weise vollschwitzt und 13h Flug vor sich hat🙈

    25min später war ich zurück bei Simi, der ziemlich genervt war. Schnellstmöglich gingen wir durch die Sicherheitskontrolle und gönnten uns irgendwo ein Happy-Ferienanfang-Bier, bevor wir einsteigen konnten.

    Im Flugzeug konnte ich mich kaum bis nach dem Abendessen wachhalten. Simi rüttelte mich immer wieder wach, aber ich schlief immer wieder ein. Nach dem Essen versuchten wir dennoch beide noch einen Film zu schauen, fielen jedoch kurze Zeit später beide in den Schlaf und wachten nur kurz vor dem Frühstück auf.
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  • No hablo español

    March 28, 2025 in Argentina ⋅ ⛅ 24 °C

    Frühmorgens kamen wir in Buenos Aires an. Die Einreise war sehr angenehm kurz und schon wenig später warteten wir auf unsere Koffer. Meiner kam wesentlich später an als Simis, aber immerhin kam er an. Ich zitterte bereits kurzzeitig um mein Gepäck..

    Draussen kam wenig später unser Transport zum Hotel an. Sagen wir es so, es war ein sehr einheimisches Fahrzeug, aber da wir, wohl aus Kostengründen, nicht via Maut-Autobahn fuhren, war dies vermutlich gar nicht mal so schlecht. Der Fahrer war sehr freundlich und fuhr für argentinische Verhältnisse sehr vorsichtig. Um uns herum fuhren alle wie die Wahnsinnigen, allen voran die Töfffahrer. Ich durfte kaum hinsehen.

    Die Fahrt zum Auto dauerte über 1h, aber wir hatten ja mehr als genug Zeit. Im Hotel durften wir glücklicherweise schon einchecken, obwohl wir viel zu früh waren - Gottseidank.

    Wir gönnten uns eine Dusche und frische Kleider und spazierten dann los in Richtung Stadtmitte. Entweder hat sich in den vergangenen 8 Jahren viel verändert oder unser Erinnerungsvermögen ist einfach nicht mehr das Beste. Wir erkannten kaum mehr was.

    Das Wetter war wunderbar. Sonne und angenehme Wärme, was will man mehr. Wir spazierten herum, bis es 12.00h war und die Restaurants ihre Türen öffneten.

    Wie man uns kennt, entschieden wir uns für eine Brauerei. Was soll ich sagen? Ein bisschen Spanisch-Unterricht vor der Reise wäre wohl angebracht gewesen. Ich konnte knapp einen Tisch für uns besorgen. Als die Kellnerin jedoch im schnellzugtempo mit mehr Wörtern kam starrten wir sie beide nur noch entsetzt an und mussten das erste Mal zugeben, dass wir leoder kein Spanisch sprechen. Die Kellnerin meinte „und ich kein Englisch..“.

    Vermutlich waren wir zu fest im Irrglauben, dass die Leute in Argentinien mit der Zeit oder während einer anderen Saison vermehrt Englisch sprechen.

    Naja, wir schafften es, uns Essen und Bier zu bestellen und am Ende auch die Zahlung via Karte zu organisieren. Wenigstens etwas.

    Nach dem Essen waren wir beide wieder todmüde und so spazierten wir zurück zum Hotel. Es war ohnehin ein Gewitter angekündigt und wir dachten, das sei die perfekte Ausrede für ein Nickerchen.

    Kaum im Zimmer schliefen wir bereits selig. 2h später zogen wir nochmals los. Wir fanden ein paar schöne Passagen und am Ende einen kleinen Hafen, wo wir etwas tranken, bevor wir zum Restaurant liefen, wo wir zu Abend essen wollten.

    Ich hatte mich via Google erkundigt, welche Restaurants in der Nähe des Hotels lagen und fand eines mit super Bewertungen.

    Ich war enttäuscht, als ich realisierte, dass ich uns in eines der wohl touristischsten geführt hatte, das Buenos Aires zu bieten hat.

    Das Essen war ok, der Service war naja.. auch hier kamen wir mit spanisch etwas ins Stolpern…

    Nach dem Essen wollte Simi unbedingt noch ein Softice bei mc donalds haben. Natürlich wurde ich vorgeschickt, um mich doch bitte um die Bestellung zu kümmern… na toll.. ich sah also ein Bild von einem Softice mit vanille und anderen Geschmäckern. Bei Vanille stand nur „cono“. Meine Schlussfolgerung war „willst du ein Vanille-Softice, musst du cono bestellen!“
    Ok.. Mut zusammennehmen. „Hola, quisiera un cono, por favor“. Sie sah mich an.. „welches?!?“ hmm.. probieren wir das naheliegendste Wort „Vaniglia?“ es schien irgendwie zu stimmen, denn kurze Zeit später war Simi stolzer Besitzer eines Vanille-Softice.

    Man merke: nie mehr in ein Land reisen, wo man die Sprache echt null versteht.. hätte ich Simi doch gezwungen, bei den Fahrten von und zur Arbeit Spanisch zu lernen, anstatt mich über seine Endlosschleife von den immer gleichen Liedern zu nerven😅 dann hätten wir wenigstens zu zweit bessere Chancen gehabt, einen halbwegs plausiblen Satz rauszubringen.
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  • Patagoniaaaa :-)

    March 29, 2025 in Argentina ⋅ ☁️ 5 °C

    Frühmorgens genossen wir ein super Frühstück im Hotel, nur um herauszufinden, dass unser Flug 1.5h Verspätung haben wird.

    Wir liessen uns dennoch frühzeitig zum Flughafen bringen. Die Taxifahrt war kurz und sehr schnell. So muss man sich also als Formel 1-Fahrer fühlen..

    Dankbar, heil beim Flughafen angekommen zu sein, stiegen wir aus und standen vor einer riesigen Kolonne von Menschen. Es dauerte sehr lange, bis wir in der letzten Reihe waren. Plötzlich rief ein Flughafenmitarbeiter, CALAFATE und wir dachten, oh, unser Flug geht nun wohl doch bereits in wenigen Minuten. Eilig gingen wir aus der Reihe raus und stellten uns bei den Calafate-Passagieren an. Leider stellte sich heraus, dass nicht unser Flug gemeint war und wir durften nochmals dasselbe Spielchen von vorne beginnen. Simi war nett gesagt, nicht sehr erfreut und machte mir stillschweigende Vorwürfe mit nicht sehr netten Gesichtsausdrücken und Verweigerung von Unterhaltungen.

    Irgendwann kamen wir doch noch an die Reihe und schafften es zum Glück zu den netten Mitarbeitern, die nicht alles Handgepäck wiegen wollten. Wir wären definitiv nicht damit durchgekommen.

    Der Mitarbeiter sah uns irgendwann an und meinte, wir hätten das Ticket falsch gelöst. Eiskalte Schauer liefen mir über den Rücken! Weshalb?!? Strecke falsch oder wie jetzt? Es stellte sich heraus, dass mein Vorname als Nachname und umgekehrt hinterlegt war. Oh Gott, sowas ist mir ja noch nie passiert! Der Typ meinte, kein Problem, ist ja nur ein Inlandflug. Puh, nochmals Glück gehabt!

    Wir gingen durch die Sicherheitskontrolle und setzten uns ins Hard Rock Cafe, wo wir endlich unsere ersten Empanadas essen durften. Kurz vor Einstiegszeit gingen wie zum Gate und staunten, dass nach wie vor nichts von El Calafate angeschrieben war. Über Umwege erfuhren wir, dass der Flughafen in El Calafate geschlossen war, weil das Feuerwehrauto ausser Betrieb war. Keine Ahnung, wann der Anflug wieder möglich sein würde. Das konnte ja heiter werden..

    Irgendwann durften wir doch einsteigen und nach ca. 3h kamen wir problemlos an. Nach der Ankunft stiessen wir wieder mal mit unseren mickrigen Spanischkenntnissen an unsere Grenzen.

    Unser Transfer war nirgends zu finden und als wir die Nummer erhielten und anriefen, sprach die Dame im Schnellzugstempo Spanisch, obwohl ich sagte, dass ich kein Spanisch verstehe. Irgendwie konnte ich aus dem Wörterschwall die wichtigsten Punkte „17, rotes Auto“ rausfiltern und wir fanden einander doch noch. Während der Fahrt sprach sie munter weiter und ich sagte brav „ah si“ „oh no“ „muy bien“ usw, wenn ich dachte, dass ich den Kontext halbwegs verstanden habe.

    Nach ca 20min kamen wir an und waren positiv überrascht von unserer Hotelwahl. Wir hatten uns gegen die Empfehlung von Marc, unserem Guide, entschieden und das günstigere Hotel auf der gegenüberliegenden Strasse entschieden.

    Wir bezogen unser Zimmer, schnappten uns unsere Jacken und spazierten los in Richtung Dorfzentrum, wo wir auf der Fahrt die Patagonia Brauerei erspäht hatten.

    Wenig später sassen wir glückselig vor unseren Pints und waren glücklich, dass alles geklappt hat.

    Nach dem Bier spazierten wir zum Restaurant, welches wir auf Google gefunden hatten. Von aussen sah es ziemlich schäbig aus, weshalb wir unterwegs Ausschau nach etwas Besserem hielten, aber was soll ich sagen? In die besseren Restaurants passten wir einfach nicht rein. So endeten wir da, wo wir ursprünglich hinwollten. Es stellte sich diesmal als eine super Wahl heraus.

    Zur Vorspeise bestellten wir ein Empanada, zusätzlich wurde uns ein kalter Eintopf mit Guanacafleisch (die hiesigen Lamas) und Brot aufgetischt. Es war recht gut, aber das Empanada war viel besser.

    Später bestellten wir uns ein Steak und genossen einen herrlich günstigen Malbec dazu.

    Zurück im Hotel mussten wir noch etwas Vorarbeit für die nächsten Tage leisten. Alles etwas umpacken, Akkus laden und die Drohnen für ein gewisses Gebiet entsperren.

    Langsam wurde es spät und wir mussten uns Bettchen fertig machen. Lustigerweise fanden wir dann mit sehr viel Verspätung heraus, dass uns mit der Landung in Calafate eine Stunde geschenkt worden war und es doch nicht ganz so spät war, wie wir angenommen hatten. Wie man sieht, Vorbereitung ist offensichtlich nicht unser zweiter Vorname😅
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  • Guanacas und Eiswind

    March 30, 2025 in Argentina ⋅ 🌬 9 °C

    Heute war der erste Tag der Tour. Am Morgen „tigerten“ wir die Strassen von Calafate hin und her, bis es Zeit wurde, uns zum Treffpunkt zu begeben.

    Wie immer, waren wir etwas nervös, weil wir nicht wussten, was für Menschen uns in der Gruppe erwarten würden.

    Auf den ersten Blick konnten wir noch keine mühsam scheinenden Personen entdecken. Es bleibt spannend.

    Marc erklärte kurz seinen heutigen Plan und bald darauf hiess es: alles in die Autos packen! Er hatte drei winzige Personenwagen gemietet und wir fragten uns alle, wie um alles in der Welt all die Koffer und Fotorucksäcke darin Platz finden sollten. Schlussendlich passte tatsächlich alles rein.

    Los ging die Fahrt. Matt, pensionierter Attorney aus San Francisco, war uns als Fahrer zugeteilt. Wir hatten uns geweigert, uns als Fahrer zu melden, da wussten, dass Marc wie ein Irrer fährt und wir niemals mithalten können würden. Und wir dachten, alle Strassen seien immer noch ungeteert.

    Nach etwa der Hälfte der Fahrt hielten wir am selben Ort wie damals mit dem Bus. Mensch war ich damals froh um diesen Stop! 3h holprige Fahrt mit voller Blase und das Wc im Bus war defekt!

    Wir bekamen leckere Empanadas vorgesetzt und bald ging die Fahrt weiter.

    Unterwegs sahen wir grosse Geier und viele, viele Guanacas. Auch das riesige Fitz Roy Massiv ragte am Horizont majestätisch aus den Wolken raus. Wow! Was für ein Anblick!

    Irgendwann kurz vor El Chalten hielten wir wider Erwartens an und wir schossen Fotos von einem Guanaca, welches vor dem grossen Fitz Roy für uns posierte. Ich bin gespannt, wie das Foto auf dem Laptop aussehen wird.

    Anschliessend fuhren wir ein paar Kilometer zurück und marschierten zu einem See, auf welchem sich durch den starken Wind grosse Wellen formten. Ich wollte mir die Schuhe nicht nass machen und zog meine aus. Ich bin dankbar, dass es mir danach viele gleichtaten, denn die Trocknung würde wohl ewig dauern und nasse Füsschen führen bei den meisten wohl zu schlechter Laune, insbesondere in dieser Kälte hier.

    Wir schossen viele Fotos, aber irgendwann war ich gefühlt knapp am Erfrierungstod und zog eiligst wieder meine Schuhe an und alles, was ich an Kleidung dabei hatte.

    In El Chalten angekommen, kamen uns die Erinnerungen hoch, wie wir damals schwer bepackt mit Rucksack und allem aus dem Bus gestiegen sind. Damals war das Dorf noch ein kleines Nest mit ein paar Häusern und einem winzigen Lebensmittelladen. Heute gibt es dutzende Hotels und zig Touristenshops.

    Wir fuhren zunächst zu einem Restaurant, wo wir ein leckeres Steak assen. Lustigerweise war es derselbe Ort, an den wir vom letzten Mal schlechte Erinnerungen hatten. Damals assen wir ein einziges Mal auswärts und es war das schlechteste Essen der ganzen Ferien. Diesmal fanden wir beide es echt gut.

    Nach dem Essen ging es zum Hotel. Naja, ich hätte definitiv was anderes erwartet, die Tour ist ja nicht grade günstig. Das Hotel war mehr ein sehr, sehr einfaches Hostel. Wir wollten schlafen und in den Gängen war es super laut und über uns trampelte jemand die ganze Nacht über rum. Ich weiss echt nicht, wie man so dermassen trampeln kann!

    Es dauerte länger, bis wir einschliefen. Mein Ärger über den Krach war vermutlich nicht hilfreich..
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  • Mas cerveza

    March 31, 2025 in Argentina ⋅ ⛅ 7 °C

    Hundemüde
    Wir haben überhaupt nicht gut geschlafen. Es wechselte zwischen frieren und Hitze im Zimmer. Über uns wurde die ganze Nacht getrampelt und ich konnte längere Zeit nicht mehr einschlafen; als ich gegen 1 Uhr wach wurde.

    Zum Glück mussten wir schon um 7h parat für die Abfahrt sein. Wir waren beide hundemüde und man sah es uns auch an. Wir fuhren durch die Dunkelheit zu einem Fluss, wo wir die Drohnen steigen liessen. Schätze, ich hätte üben sollen.. mir gelang jedenfalls kein gutes Foto.

    Zurück im Hotel gab es Frühstück und dann Freizeit bis 13.00h. Wir nutzten die Zeit, um unsere damalige Unterkunft zu suchen und wie die super Touristen vor dem „El Chalten“-Schild Fotos von uns zu schiessen.

    Anschliessend hatten wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Aufkleber zu suchen, den wir damals für unseren Camper gekauft und später leider entfernt hatten.

    Wehmütig kamen wir beim Busterminal vorbei, wo ich damals mit holprigem Spanisch Tickets für die Rückfahrt gebucht hatte und superstolz darauf war.

    Als nächstes suchten wir unseren Distrisur von damals. Wir hatten dort immer eingekauft. Immer schön unsere 300g Fleisch und 10 Eier, weil wir kaum andere Zahlen kannten🤭 leider wurde der Laden inzwischen umgetauft und der Metzger mit seinen Adiletten scheint auch nicht mehr da zu arbeiten. Wir schwelgten dennoch in glücklichen Erinnerungen.

    Im hinterletzten Laden fanden wir unseren Aufkleber und waren superglücklich darüber. Nun mussten wir zurück zum Hotel, wo wir kurz ein paar Akkus luden und dann die Gruppe zum Mittagessen trafen. Es gab diesmal leckere, warme und sehr grosse Sandwiches. Wenn es mit dem Essen so weitergeht, muss ich für den Rückflug einen zweiten Sitzplatz buchen, damit ich genug Platz habe….

    Leider war das Wetter nicht wunschgemäss und es gab statt einer 15km-Wanderung mit 1000hm gab es Processinglessons. Meine Lieblingsbeschäftigung.. ich war echt nahe am Einschlafen, obwohl es grundsätzlich nicht uninteressant war.

    Nach gut 3h war es endlich überstanden und wir fuhren nochmals los, um ein paar Fotos von den schönen Bergen zu schiessen. Leider war es für die Drohnen zu windig und Fitz Roy war am Ende wieder nicht mehr zu sehen.

    Wir fuhren zum heutigen Restaurant und wurden ausserordentlich positiv überrascht. Es gab das zarteste Steak seit langem. Perfekt medium rare. Es war nicht allzu gross und so ass ich sehe genüsslich. Plötzlich kam der Kellner und meinte, sie hätten bei der Bestellung einen Fehler gemacht und es würde nochmals eine Runde Fleisch folgen. Okaaaay, da sagen wir alle nicht nein.

    Die Gespräche drehten sichbschlussendlich für eine Weile rund um Fleisch und dessen Zubereitung. Unser einziger Vegi am Tisch tat mir leid.

    Nach dem Essen fuhren wir zurück zum Hotel, wo wir entschieden, mit ein paar anderen nochmals ins Dorf zu gehen und ein Bier zu trinken.

    Es wurde ein lustiger Abend. Heli-Marc erzählte von seinem ersten Treffen mit Marc und welche Strapazen er seither über sich ergehen lassen musste. Und es war ihm leicht unangenehm, als er erfuhr, dass wir einen Vegetarier in der Gruppe haben und er direkt neben ihm davon erzählt hat, wie sie eine Ziege geschlachtet haben.

    Gegen Mitternacht kamen wir schlussendlich zurück und konnten diesmal endlich schlafen.
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  • Out of Fuel!

    April 1, 2025 in Argentina ⋅ ☁️ 4 °C

    Frühmorgens ging es in der Dunkelheit und strömendem Regen los in Richtung Chile. Alleine das Beladen des Autos hatte zur Folge, dass wir alle klitschnass wurden.

    Diesmal wurden wir ins Auto mit den Österreichern gesetzt. Das kam uns gelegen, weil wir etwas Bedenken hatten, die doch sehr lange Fahrt mit Matt hinter uns zu bringen. Dazu kommt, dass die Fahrt vermutlich sehr rasant sein würde, weil sich Marc einen Dreck um Geschwindigkeitslimits schert.

    Unterwegs sahen wir hunderte Guanacas und dutzende Emus.

    Irgendwo gab es einen kurzen Zwischenstop, wo wir etwas Kleines essen konnten. Vor dem Losfahren fragte Marc nochmal alle Fahrer, wie es mit dem Tankstand steht. Bei allen noch ca. 50%, was aus seiner Sicht ok war.

    Wir fuhren weiter, immer noch sehr rasant. Bei unserem Auto ging der Tankstand sehr schnell runter. Wir machten Marc irgendwie auf uns aufmerksam, damit wir ihm mitteilen konnten, das die restliche Reichweite bei 35km liegt und wir weiter vom nächsten Ort entfernt waren. Er hielt an und meinte, das wird schon gehen.

    Ok.. wir fuhren leicht nervös weiter. Die Reichweite schrumpfte und schrumpfte, bis irgendwann die Anzeige nur noch blinkte. Wenigstens war nun ein Dorf in Sichtweite. Wird das noch reichen? Die Tankstelle kam und kam nicht. Dazu kam, dass an zwei Stellen Verkehrspolizisten standen und einem zum Anhalten zwangen. Bitte lass dies nicht der Grund sein, weshalb wir stehenbleiben!

    Mit letzter Kraft kamen wir bei der Tankstelle an. Puh, das war nochmals gut gegangen.

    Von hier aus war es nicht mehr weit bis zur chilenischen Grenze. Marc hat uns darauf vorbereitet, dass der Grenzübertritt vermutlich Stunden dauern würde. Wir hatten Glück und waren die ersten.

    Man musste zunächst bei der argentinischen Grenze kurz den Pass zeigen und dann 4km weiterfahren, bis die chilenische kam. Das war etwas komplizierter.

    Fenster 1: Pass zeigen und den PDI-Zettel in Empfang nehmen.

    Marc wies uns darauf hin, dass dieser unbedingt behalten und dem Leben geschützt werden muss. Ohne diesen Zettel könne man weder in ein Hotel einchecken, noch zurück über die Grenze gehen. Es könne soweit gehen, dass sie den Pass einziehen, wenn man den Zettel bei der Ausreise nicht vorweisen kann.

    Fenster 2: Pass und Fahrzeugpapiere vorweisen

    Fenster 3: Formular ausfüllen und Auto kontrollieren lassen

    „Finito! Bienvenidos a la Republica de Chile“ yeah, wir sind in Chile🤗🇨🇱

    Die Fahrt zum Hotel war nicht mehr weit. Wir bezogen unsere Zimmer und spazierten dann durch Puerto Natales. Simi war etwas angeschlagen, vermutlich hat er sich eine Erkältung zugezogen und so gingen wir irgendwann zurück zum Hotel.

    Das Abendessen war heute ein warmes Sandwich. Zu meiner Belustigung stellte ich in diesem Restaurant fest, dass ichbzwar kaum Spanisch sprechen kann, aber in der Gruppe dennoch mindestens in den Top 3 war. Die Kellnerin verstand nämlich wiederum nuuuuull Englisch. Nach Coca Cola war ihr Wortschatz erschöpft.

    Nach dem Essen schauten Simi ind ich noch eine Folge Dexter. Er war völlig am Ende und ich schlief auch schon während der Serie ein. Naja, so würden wor wenigstens viel Schlaf haben.
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  • Gossip Boat - ab in die Fjords

    April 2, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 2 °C

    Nach dem Frühstück mussten wir die Autos vollpacken und zum Hafen fahren, wo uns ein etwas kleineres Schiff erwartete, als wir wohl alle dachten.

    Glücklicherweise erhielten Simi und ich ein Doppelzimmer. Aus Grössen-Gründen musste ich mich opfern und das obere Bett nehmen. Wäre nicht weiter schlimm, wenn nicht oberhalb des Kopfes lediglich knapp 10cm Platz blieben. So muss sich also ein Sarg anfühlen. Egal, I can do 7 nights.

    Wir wurden kurz über die Räumlichkeiten an Bord informiert. Ganz oben gibt es ein Deck mit einer Bank, wo ich trotz Kälte die erste Zeit verbrachte. Es war herrlich sonnig und ich wollte die Umgebung sehen.

    Nach dem Mittagessen konnten wir unterwegs etwas fotografieren und fuhren dann mit dem Jetboat an ein Ufer, wo wir durchs Dickicht zu einem Wasserfall wanderten. Es war kurz, aber heftig, sich den Weg durch das Gestrüpp zu bahnen.

    Beim Wasserfall erwartete uns zwar eine schöne Landschaft, aber es war frustrierend. Wir waren viel zu viele Personen an diesem kleinen Ort, wodurch es praktisch unmöglich war, ein gutes Bild zu schiessen.

    Am Abend gab es ein sehr grosses Abendessen.. wir waren danach alle völlig übersättigt.

    Nach dem Abendessen sassen wir noch eine Weile mit Jason und Heli-Marc am Tisch und hatten Spass bei unserer Gossip-Boat-Runde.

    Wir sind uns immer noch nicht ganz einig über die Situation zwischen den zwei Österreichern, welche offenbar sehr, sehr gute Arbeitskollegen sind. Sie verreisen ständig zusammen, verbringen gemeinsame Wochenenden in den Bergen beim zelten, währenddem ihre Partner zuhause bleiben. Gemäss ihren Aussagen läuft da nichts, aber sie sind sehr vertraut. Wir anderen sind uns einig, dass wir das nicht so lustig fänden, aber ist ja eigentlich ihre Sache. Die Gerüchteküche hier auf dem Boot begann umso mehr zu brodeln, als es schien, dass die zwei gemeinsam duschen gingen.

    Der andere aktuelle „Plot“ in der Folge ist Brandon. Wir sassen immer noch in unserer Runde, als er zur Dusche lief. An sich nichts Ungewöhnliches, aber er trug ein Netzshirt! Wir sahen uns alle mit grossen Augen an, weil wir nicht ganz sicher waren, ob wir grade richtig gesehen hatten.

    Natürlich ist auch er ein superlieber Typ und wir können weder gegen ihn noch die Österreicher etwas Negatives sagen. Aber da auf dem Boot abends nicht viel zu tun ist, macht unser „Reality TV“ natürlich Spass.
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  • Drohnen OP

    April 3, 2025 in Chile ⋅ ☁️ -1 °C

    Ich vergass zu erwähnen, dass am gestrigen Tag alle super Drohnenfotos schiessen konnten, ausser ich. Meine Drohne hatte Probleme mit den Sensoren, weshalb sie nicht abheben konnte.

    Heli-Marc war der Retter in Not. Nachdem ich den passenden Schraubenzieher beim Kapitän besorgen konnte, versuchte er, meine Drohne zu reparieren. Siehe da, er war erfolgreich!🥳

    Frühmorgens gingen wir mit dem Jetboat in eine Bucht bzw. versuchten es, bis wir beinahe im Eis stecken blieben. Es dauerte eine Weile, bis wir wieder rauskamen. Unterwegs packten sie einen Eisblock und nahmen ihn mit aufs Boot. Pisco-Sour!

    Endlich konnte auch ich rumfliegen, als die Bord-Crew und die beiden Marcs mit dem Jetboat auf Erkundungstour gingen. Ich fand keine gute Kombination, aber sah den Flug als Übung an. Nach dem ersten startete ich nochmal, als das Boot plötzlich volle Kraft voraus losfuhr. WHAT THE HELL?!? Wir konnten alle nur hoffen, dass es in den nächsten paar Minuten wieder zum Stillstand kommen würden, weil wir andernfalls mehrere Drohnen aufs Mal verlieren würden.

    Ich musste schlussendlich landen, als wir immer noch etwas in Bewegung waren. Leider war mir nicht bewusst, dass mir die wieder zum Leben erweckten Sensoren zum Verhängnis werden würden. Es wollte nicht landen, weil Gepäck in der Nähe war und knallte schlussendlich an eine Wand! Super..

    Heli-Marc war so lieb und reparierte die arme Drohne ein zweites Mal.

    Nach dem Mittagessen, welches erneut sehr umfangreich war, gingen wir kurze Zeit später mit dem Jetboat an Land, um unsere Wanderung zu machen.

    Gottseidank war mir nicht bewusst, was uns erwartete.. es war super steil, rutschig und einfach nur mühsam. Insbesondere mit all dem Gepäck! Jason musste irgendwann aufgeben, weil sein Asthma ihm in die Quere kam.

    Irgendwann kamen wir oben an. Es sah fantastisch aus mit zwei Gletschern vor uns und spitzen Bergen.

    Wir liessen die Drohnen steigen und hatten Spass. Nach dem morgendlichen Desaster traute ich mich leider kein zweites Mal in die Luft. Diesmal hätte es locker gereicht..

    Nach ca. 1h wanderten wir wieder herunter, wovor ich schon beim Aufstieg etwas Angst hatte. Es war mühsam, aber wir kamen glücklicherweise alle heil unten an.

    Auf dem Boot wurden wir mit einem Apero und Pisco-Sour empfangen, was ich dankbar genoss.

    Nach dem Abendessen blieb unsere Runde nochmals zusammen. Die Crew holte die Whiskeyflasche raus und servierte uns Whiskey mit Gletschereis. Ich bekam glücklicherweise so wenig, wie ich wollte. Die Jungs mussten mehr trinken.

    Wir philosophierten nochmals unsere Reality-Tv-Folge und hatten es ziemlich lustig, obwohl wir keine wirklich neuen Infos zu unseren Plots hatten.

    Jason meinte, dass dies so sein müsse, denn der Twist oder die Wahrheit komme ja immer erst zum Schluss.
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  • Antarctica light

    April 4, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 8 °C

    Wir sind heute weit gefahren. Wir haben die Fahrt überbrückten wir mit Fotos bearbeiten, Landschaft anschauen.

    Wir sahen einzelne wirklich unglaublich schöne, grosse Berge. Es sah aus, als wären wir in der Antarktis. Schade, versperrten uns andere Hügel die Sicht auf das vollständige Panorama.

    Abends liessen wie die Drohnen steigen. Die Wolkenformationen waren superdramatisch. Es sah echt toll aus!

    Nach dem Drohnenfliegen fuhren wir in eine kleine Bucht, um dort für die Nacht anzulegen. Plötzlich sahen wir mehrere Delfine aufspringen und unserem Boot zu folgen. Selbstverständlich war ich im 7. Himmel, auch wenn es die „falschen“ waren.

    Wir waren früh müde und gingen schlafen.
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  • Zwei Drohnen weniger..

    April 5, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 10 °C

    Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Boot zu einer Bucht. Selbstverständlich positionierte ich mich bereits bei der Abfahrt ganz vorne auf dem Schiffsbug, in der Hoffnung, die Delfine würden sich nochmals zeigen.

    Ich hatte Glück und ein Delfin schwamm freudig neben uns her und sprang immer wieder auf. Herrlich!

    In der Bucht angekommen bahnten wir uns den Weg durchs Dickicht, um zu einem See zu gelangen. Wir versuchten, ein paar Framingshots zu schiessen und mit der Drohne einen guten Winkel zu finden. Leider versagte, zumindest ich, in beidem.

    Zurück beim Boot fuhren wir verschiedene Fjords ab. Unterwegs sahen wir weitere Delfine und sogar Magellan Pinguine, was offenbar selten sei. Beim
    Durchschauen der Fotos sahen wir schlussendlich, dass auch Seelöwen unterwegs waren.

    Der Himmel war weiss, dennoch hielten wir in einer Bucht und liessen die Drohnen steigen. Man sah zwei wunderschöne Seen mit Wasserfall und auf der anderen Seite die Bonsai-Bäume. Ob ich was anständiges fotografieren konnte? Keine Ahnung, aber war schön zum Anschauen.

    Neben mir hörte ich es rufen, „drone crash“ „fuck, i lost my drone“, so war ich schlussendlich einfach nur froh, dass meine Drohne heil zurückkam.

    Abends legten wir in derselben Bucht an, wie am Tag zuvor.

    Das Abendessen war fantastisch. Zur Vorspeise gab es irgendeinen King crab-Auflauf. Sehr lecker.

    Leider kann ich inzwischen kein chilenisches Spezialgewürz mehr aufs Essen streuen, als unser wirklich höchst infektiös aussehender Brandon doch tatsächlich nach einer seiner Millionen Schnäuzern (wie zur Hölle sagt man das auf Deutsch?!?) mit denselben, blossen Finger in das Gewürz langte, war dies das Ende meiner Würzgänge.

    Seine Krankheit will ich echt nicht.. obwohl wir wohl alle angesteckt werden. Er sass abends mit Daunenjacke am Tisch, bei ca. 30 Grad und fror. Nachts ging ich kurz aufs Klo und er lag halbtot auf der Bank oben im Aufenthaltsraum, weil er ständig kotzen musste.
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  • Partyboat

    April 6, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 11 °C

    Am Morgen fuhren wir nach dem Frühstück zu einer kleinen Insel, wo einige die Drohne steigen liessen und andere, wie ich, einfach nur mit der Kamera versuchten, ein paar gute Bilder zu schiessen.

    Der Himmel über den Bergen sah vielversprechend aus, aber ohne Stativ ein Fokusstacking hinzukriegen war für mich leider nicht möglich. Auf dem Display sah das Foto unglaublich aus, aber auf dem Laptop kam die Wahrheit ans Licht: total versagt.

    Zurück beim Boot fuhren wir bis abends herum, auf der Suche nach einem guten Port für die Nacht. Unterwegs sahen wir erneut einige Delfine, welche unserem Boot folgten.

    Bald einmal war Aperozeit und wir tranken eine weitere Runde Pisco Sour. Beim Apero waren wir zurückhaltend, da Brandon, der weiterhin am Herumschnupfen ist, sich mit seinen Schnupfhänden am Essen bediente. Ich weiss nicht, ob er es jeweils absichtlich tat oder ob es Zufall war.. er schaffte es IMMER, einfach ALLES auf dem Aperobrett mit seinen grusligen Bazillenhänden anzufassen.

    Allgemein haben wir alle, auch wenn er ein netter Kerl ist, einen gewissen Ekel gegen ihn entwickelt. Jeder hat mal Schnupfen und bei allen klingt es eklig und sieht entsprechend gruselig aus, ABER wir benutzen zum Schnäuzen nicht tagelang dasselbe Mikrofasertuch und legen es dann auf den Esstisch oder auf die Dinge von anderen Leuten. Wir langen nicht mit unseren blossen Fingern ins Gewürz oder in Cornflakes, wenn man in einer Gruppe ist und schon gar nicht, wenn man so todkrank aussieht. Hinzu kommt, dass er, wenn er seine Zähne putzt, seine Spezial-Zahnspange rausnimmt und auch überall hinlegt. Wir dachten beim ersten Blick, das sei ein Gebiss - bäh!

    Nach dem Abendessen blieben wir diesmal auch noch sitzen und es wurde ein lustiger Abend. Wir haben die Spotify-Playlist von Pin, dem Koch, so ziemlich durcheinander. Irgendwann zwang Pin uns dann, zur Strafe noch einen Whiskey zu trinken.
    Meiner war zum Glück nicht so gross, aber es wäre wirklich nicht nötig gewesen, noch einen Whiskey zu kippen. Kurz vor 12 beendeten wir unsere Party und gingen ins Bett.
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  • The bad table / la mesa del diablo

    April 7, 2025 in Chile ⋅ 🌬 9 °C

    Gestern Abend haben wir Pin gebeten, uns für den Morgen Pisco Sour zuzubereiten. Wir wollten den Rekord vom 1. Pisco um 9.00h schlagen. Tatsächlich bekam unser „Bad table“, wie wir inzwischen genannt werden, um 08.08h Pisco Sour vorgesetzt. REKOOORD!

    Als wir aus dem Fjord rausfuhren, wurde die Fahrt recht schauklig. Ich sah die Wellen schon von weitem und warf mir vorsichtshalber Ingwer ein. Ich hatte echt keine Lust darauf, seekrank zu werden. Die Wellen spritzten hoch, wenn sie ans Boot knallten.

    Die Schaukelfahrt dauerte glücklicherweise nicht allzu lange und es wurde wieder ruhiger. Am späteren Vormittag gelangten wir in eine Bucht, wo die beiden Marcs mit der Crew auf Erkundungstour gingen. Auf dem Schiff gab es nicht viel zu tun. Für meine Drohne war der Wind viel zu stark. Ich genoss daher die Sonne draussen und hielt Ausschau nach Delfinen, die sich ab und an blicken liessen.

    Am späteren Nachmittag durfte auch „Team bad“ endlich eine Runde Jetboat auf dem Gletscherfluss drehen und die Drohne weiter hinten steigen lassen. Die Fahrt war nicht gerade Adrenalin pur, aber es war lustig, den Fluss rauf- und wieder runterzufahren.

    Auf dem Weg zum Port folgten uns wiederum für eine Weile die Delfine. Petra, Jason und ich filmten die Szenen freudestrahlend.

    Nach dem Abendessen sahen wir uns einen Film über ein paar Kletterer an, welche mit „unserem“ Boot in den Fjords unterwegs waren und im Gegensatz zu uns das typisch raue, stürmische, patagonische Wetter zu spüren bekamen. Ich sollte keine Filme mehr schauen, ich werde dabei einfach viel zu müde. Schlussendlich gingen wir noch vor 22 Uhr ins Bett.
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  • Party 2.0

    April 8, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 9 °C

    Am heutigen Tag fuhren wir gute 10 Stunden bis zu unserem Übernachtungsort. Ich glaube, Simi und ich haben fast den ganzen Tag an Deck verbracht. Unten waren alle am Schlafen oder haben Fotos bearbeitet und weil alle Storen unten waren, war es ziemlich dunkel. Oben war es teilweise sonnig und der Wind war nicht allzu heftig.

    Unterwegs haben wir mit dem restlichen Team Bad geplaudert und Ferienpläne geschmiedet, die vermutlich dann doch nie umgesetzt werden.

    Um 11.00 kamen Simi und Heli-Marc mit dem ersten Pisco nach oben. Für mich gab es zum Glück keinen mehr.

    Auf der Fahrt sah man immer wieder mal Delfine und Pinguine. Um die Zeit zu überbrücken haben wir zudem alle, bis auf Simi, angefangen, Vögel zu fotografieren. Ben, der Vogelfreund, hat uns jeweils erklärt, um welche Art es sich handelt. Es war auch irgendeine seltene Art dabei und so kam er zu seinem nächsten „life bird“, was man offenbar sagt, wenn man einen Vogel zum ersten Mal sieht. Er hat auch irgendeine App, wo man abhaken kann, welche Art man schon gesehen hat.

    Am frühen Abend kamen wir in der Bucht an, wo Pin und Alejandro die Kohle im Grill anzündeten und uns dann DRAUSSEN den Apero aufstellten. In Patagonien ist so ein Outdoorapero vermutlich eine seltene Angelegenheit. Irgendwann wurde die Szene schon fast kitschig. Wir tranken Pisco und vor uns sprangen die Delfine im Sonnenuntergang herum, im Hintergrund sah man die Berge.. 🤭

    Wir tranken viel zu viel Pisco und assen viel zu viel, bevor unten das Abendessen begann. Es gab viel Fleisch und Salat und der Abend wurde erneut sehr lustig. Es wurde gesungen und ein wenig rumgetanzt, währenddem in den Lautsprechern ein buntes Wirrwar von unseren Musikgeschmäckern gespielt wurde.

    Gegen 12.00 gingen wir schlussendlich ins Bett. Viel zu spät, wenn man bedenkt, dass wir am nächsten Tag früh aufstehen mussten.
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  • Save the best for last

    April 9, 2025 in Chile ⋅ ⛅ 7 °C

    Wiederum mussten wir früh aufstehen. Das Tagesprogramm heute: Drohne fliegen, lange Schifffahrt, dann eine längere Autofahrt nach Torres del Paine.

    Es war noch dunkel, als wir ins Jetboat stiegen. Wir fuhren ums Boot herum, um wegzufahren und wären beinahe alle geköpft worden, weil alle zu müde waren, um zu realisieren, dass das Bootseil (nennt man das Tau?), mit welchem das Boot am Port befestigt war, wesentlich tiefer runterhängt, als es von weitem aussah..

    Wir fuhren rund um eine kleine Peninsula, um zu einem kleinen „Strand“ zu kommen. Ich sass ganz vorne und war völlig aus dem Häuschen, als, nur wenige Zentimeter von mir entfernt, erneut Delfine mitschwammen. WOW!🤗🥰

    An Land angekommen liessen wir die Drohnen steigen. Marc kommandierte uns, zu einem Wasserfall zu fliegen. Der Wind war zu stark für meine Drohne und ich kam weniger als vorwärts - ich wurde gar rückwärts zurückgeblasen. Ich kehrte um, weil ich befürchtete, andernfalls meine Drohne zu verlieren.

    Ich hatte einen wunderbaren am Ausblick auf die umliegenden Berge und Fjorde. Irgendwann kam Marc und wollte sehen, wo ich bin und fragte, was ich da hinten mache, wir sollten doch zum Wasserfall. Ich erklärte ihm, dass meine Mini dem starken Wind nicht gewachsen ist. Selbstverständlich glaubte er kein Wort.

    Wenig später wechselte ich den Akku und versuchte erneut, zum Wasserfall zu fliegen. Marc kam erneut und riss mir die Fernbedienung aus der Hand, damit er selbst nach hinten fliegen konnte. Er realisierte dann endlich, dass der Wind für die Mini wirklich zu stark war und rief in die Runde, dass es die Minis nicht schaffen würden. Ich erwiderte trocken: jep.. das hatte ich ja bereits vorher gesagt..

    Egal, ich flog dennoch noch etwas weiter und fand schlussendlich einen wunderschönen Wasserfall mit tollen herbstlich gefärbten Büschen. Das Problem war: der Drohnenakku war bereits tief unten, weil es so lange gedauert hatte, um zu diesem Platz zu gelangen. Ich wollte ein Foto schiessen und da ploppte bereits die zweite Meldung auf, dass ich sofort zurückkehren muss, damit ich es noch schaffe. Na toll..

    Mit letzter Kraft kam die Drohne an. Wenig später ging es zurück aufs Schiff. Die weitere Rückfahrt nach Puerto Natales war sehr schön. Hinter uns raste eine Regenwolke auf uns zu, welche für dramatische Stimmung auf den Fotos sorgte. Wir sahen zig Regenbögen.

    Auf halber Fahrt hielten wir nochmals an und fuhren mit dem Jetboat an Land. Es hatte einen kleinen Berg mit Wasserfall im Vordergrund und sah ganz nett aus. Ich war froh, hatte Marc sich schlussendlich für ein Drohnenbild entschieden. Er wollte zunächst eine Wanderung machen, bei welcher wir hüfttief durchs Wasser hätten waten müssen. NEIN DANKE. Ich meine, wir reden hier von Gletscherwasser plus Wind. Ich will mir für ein Foto doch nicht den Tod holen..

    Zurück auf dem Schiff packten wir unsere sieben Sachen zusammen. Auch wenn ich mich auf ein richtiges Bett freute, wurde ich doch etwas wehmütig.

    Pin versorgte uns zum Trost mit einer letzten Runde Pisco und Charcuterie, aber es war nicht mehr dasselbe. Man hatte wieder Netz und so waren die meisten ziemlich auf Nadeln, weil sie befürchteten hunderte Mails und schlechte Nachrichten zu empfangen. Ben hatte noch von vor der Reise bereits 12‘000 (!!!!!!) ungelesene Mails. Ich muss sagen.. er mag sehr viel verdienen, aber ich will für kein Geld der Welt 12‘000 Mails beantworten müssen.

    Am frühen Abend kamen wir in Puerto Natales an. Ich war doch etwas traurig, uns von der herzensguten Schiffscrew zu verabschieden. Wenigstens Alejandro sollte uns die nächsten Tage noch begleiten.

    Im Hotel angekommen bezogen wir unsere Zimmer und freuten uns über die grosszügigen Platzverhältnisse. Simi war so überwältigt vom grossen Zimmer, dass er nicht mal das Bad sah und wir schon Angst hatten, dieses erneut teilen zu müssen.

    Am Abend gab es Grillfleisch und wir freuten uns, dass selbst dieses Restaurant den uns inzwischen gut bekannten „Casillero del Diablo“ zu finden. Selbstverständlich durfte dieser nicht fehlen. Es war ein weiteres, tolles Abendessen mit der ganzen Truppe. Nur Marc hatte sich zurückgezogen, aber das war verständlich und störte auch keinen.

    Zum Schluss stiess Alejandro dazu und schien den Abend mit uns allen zu geniessen.

    Irgendwann fielen wir glücklich ins Bett. Vor dem Schlafen streckten wir unsere Arme in alle Richtungen und freuten uns wie kleine Kinder über ein richtiges Bett, wo man sich frei in alle Himmelsrichtungen bewegen konnte. Luxus pur!
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  • Bollywoodfarben

    April 10, 2025 in Chile ⋅ ⛅ 3 °C

    Am frühen Morgen fuhren wir in den Nationalpark von Torres del Paine. Wir schafften es, Marc schon jetzt das erste Mal auf die Palme zu bringen..

    Wie immer rasten wir mit dem Auto hinterher. Bei einem Parkplatz, der ziemlich voll war, öffnete er sein Fenster und zeigte mit ausgestrecktem Arm und Zeigefinger darauf. Wir deuteten dies als „parkt hier, ich schaue mich weiter vorne noch kurz um“. Nach einer Weile kam er zurück düste auf uns zu. „Was zur Hölle macht ihr?!? Ihr sollt mir doch folgen! Ich wollte euch nur mit dem Finger zeigen, wie viele Touris sich da versammeln..“ wir sahen uns alle an und waren uns einig, dass wir alle sein eindeutiges Fingerzeigen als „hier parken“ gedeutet hätten.

    Wir fuhren weiter zum richtigen Punkt, wo es einen See gab, in welchem sich die allseits bekannten Berge von TdP spiegelten.

    Als das gute Licht verschwunden war, düste Marc davon und zurück zum Hotel, auch wenn noch nicht mal alle zurück bei ihren Autos waren..

    Im Hotel gab es ein zweites Frühstück (wir müssen doch Pins Kalorienzufuhr beibehalten) und dann 4h Pause.

    Simi und ich waren bereit für einen kurzen Spaziergang durchs „Dorf“, als Jason und Heli-Mark auftauchten und meinten, wir sollten doch mitkommen. Sie würden auf dem Hügel die Drohne steigen lassen. Unser Equipment war leider im abgeschlossene.n Auto und somit unzugänglich, aber wir gingen trotzdem mit.

    Es gab nicht viel zu sehen und so gingen wir einen Akku später wieder zurück. Nachdem ich Freundschaft mit einen Fohlen gemacht hatte, legten Simi und ich uns nochmals hin. Für den Nachmittag war eine anstrengende Wanderung angekündigt und wir wollten fit sein dafür.

    Um 14.00h war Abfahrtszeit für die ganze Gruppe. Wir fuhren in Richtung Lago Grey, wo es Mittagessen gab. Auf dem Menü gab es alles, was man vor einer Wanderung nicht essen sollte.

    Einige assen Pizza mir Extrakäse, ich entschied mich für Empanadas, welche jedoch vor Fett nur so trieften. Ich hätte auch eine komplette Packung Frühlingsrollen essen können…

    Direkt nach dem Essen ging die Wanderung los und sie war echt steil! Matt und Jason gaben auf halber Höhe auf. Bei beiden war ich dennoch positiv überrascht, dass sie es überhaupt so weit geschafft hatten. Matt mit seinen 77 Jahren.. und der arme Jason mit seinem Asthma. Er kam nach Luft ringend an und zog intensiv an seinem Asthmaspray.

    Für uns anderen ging es weiter bergauf. Um fair zu sein, die Aussicht war sensationell und die Herbstfarben traumhaft. Dennoch grauste es mir vor dem Abstieg.

    Das erste Mal wurde ich ziemlich wütend, als Ben noch am Fotografieren war und Marc ihm und mir sagte, wir müssten nun sofort gehen. Wenn wir nicht mit ihm gehen würden, seien wir auf dem unmarkierten, unwegsamen und unübersichtlichen Weg auf uns alleine gestellt - und weg war er.

    Irgendwie fanden wir ihn und die Gruppe dann doch wieder. Die anderen nahmen nochmals ihre Kameras mach vorne, weil die Konditionen wirklich, wirklich toll waren. Ich wollte nur noch runter und sagte Simi, ich würde gerne schon mal vorgehen, weil ich vermutlich die langsamste sein würde, aber wir fanden Marc nicht, um ihm dies mitzuteilen.

    Plötzlich waren dann wieder alle vor mir und wie erwartet, schneller als ich. Nun war ich echt super genervt! Es hätte diverse gute Fotogelegenheiten gegeben, welche die anderen in Anspruch genommen haben. Ich ging zu Marc und teilte ihm mit, dass ich schon mal vorgehen würde.

    In solchen Situationen kann ich über mich hinauswachsen. Ich schaffte es tatsächlich, diesen langen, steilen, rutschigen Weg -nicht zu vergessen im Dunkeln mit Stirnlampe -als erste und sogar ohne Verletzung (ich wäre nur 1x fast zu Tode gestürzt) hinter mich zu bringen. Was für eine Erleichterung!

    Wir gingen ein letztes Mal essen und fuhren dann zurück zum Hotel. Team Bad gönnte sich zum Abschluss im Hotel nebenan eine letzte, gesellige Runde.
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  • Adios amigos

    April 11, 2025 in Chile ⋅ ☀️ 4 °C

    Hier war er auch schon, der letzte Tag unseres Abenteuers. Wir standen früh auf und packten alles wirr in unsere Duffles, damit wir ein paar Minuten Schlaf mehr rausholen konnten.

    Nach all dem vielen Essen hatte ich kaum Hunger und nahm nur einen Kaffee und ein paar Früchte zu mir, bevor wir die Autos vollpackten und losfuhren.

    Wenig später hielte wir auf einem Hügel an, um nochmals die Drohnen steigen zu lassen. Ob das zeitlich überhaupt drinliegen würde für diejenigen, die ihren Flug bereits um 17.00h haben würden?

    Die Fahrt in Richtung El Calafate war wiederum sehr rasant. Ich durfte oftmals gar nicht erst hinsehen, wenn auf der unbefestigten und unebenen Strasse wieder eine Kurve kam.

    Der Grenzübergang verlief erneut ohne Probleme. Zum Glück hatten wir die Österreicher bereits in TdP gefragt, ob sie die Früchte im
    Hotel gelassen haben, weil man die nicht über die Grenze nehmen darf - Nein, hatten sie vergessen und es dann zum Glück vor der Abfahrt nachgeholt

    In Esperanza assen wir etwas Kleines und tankten nochmals unsere Autos auf, bevor es in den Endspurt ging.

    Wenig später waren dann also am Flughafen und mussten uns von den ersten Personen verabschieden. Dann waren wir nur noch 6…

    Abends gingen Simi und ich noch in eine Bar und philosophierten über die letzten Tage, als plötzlich Matt neben uns stand und unsere Runde zu dritt weiterging.

    Um 7 hatten wir uns dann mit den Österreichern verabredet, um zusammen essen zu gehen. Ich konnte die Gruppe überzeugen, dass wir nochmals ins Chopen gehen, wo wir bereits vor der Tour waren.

    Petra gönnte sich tatsächlich doch auch mal ein Steak, nachdem sie die ganze Tour lang brav vegetarisch überstanden hatte. Sie meinte, man dürfe doch nicht nach Argentinien, ohne mal ein Steak gegessen zu haben. Und ich glaube, ein bisschen Rache an Christof war es auch, weil er sie heute etwas genervt hatte..

    Das Essen war gut, wenn auch nicht soo gut, wie vor der Reise, aber es war toll, wenigstens zu fünft nochmals zusammenzusitzen.

    Ach ja.. Christof, der sich doch tatsächlich Fisch bestellte, wollte Petra ein schlechtes Gewissen wegen dem Steak machen. Im Sinne von, das arme Rind hatte doch sicher eine Familie. Ich linkte mich ein und sagte, dass sie seinen Fisch sicher auch grade aus dem Fluss gezogen und von seiner Familie weggenommen hatten.. Boom!

    Wir gingen nach dem Essen gleich ins Bett, da wir am nächsten Tag schon um 05.45h aufstehen mussten. Es wurde ein traumreicher, unruhiger Schlaf..
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  • Kulinarischer Abschied

    April 12, 2025 in Argentina ⋅ ⛅ 23 °C

    Um 06.30h holte uns das Taxi ab und brachte uns zum Flughafen, wo wir die Österreicher und Matt antrafen. Brandon hatte es sich kurzfristig anders entschieden, obwohl die anderen auf ihn gewartet hatten, weil er eigentlich mitfahren wollte..

    Bevor es zum CheckIn ging, erleichterten wir unser Handgepäck und die Duffles, indem wir die fetteste Jacke anzogen und uns die Tasche mit schweren Gegenständen.

    Wir kamen damit durch, allerdings waren wir durch die dicke Jacke bereits frühmorgens völlig durchgeschwitzt. Beim Gate konnten wir sogleich einsteigen und waren 3h später bereits in Buenos Aires, wo wir uns von den anderen drei verabschieden mussten.

    Im Hotel durften wir diesmal leider nicht frühzeitig einchecken und so mussten wir unser Gepäck in der Lobby lassen. Wir gingen irgendwo Mittagessen und erfuhren, dass Jason und Ben auch noch in Buenos waren. Leider viel zu weit weg, als dass wir sie nochmals hätten treffen können.

    Das Wetter war herrlich sonnig, machte uns jedoch hundemüde. Um 3 gingen wir daher zurück zum Hotel, um fertig einzuchecken und dann einen Powernap zu machen.

    Für den Abend hatten wir uns einen Tisch in einem nahegelegenen Restaurant reserviert. Nachdem wir irgendwo noch was trinken waren, machten wir uns auf den kurzen Weg dorthin und erschraken ziemlich.. es befand sich in einem Luxushotel mit riesiger Türe, welche durch einen Portier geöffnet wurde. Wenigstens konnte ich inzwischen ein paar Brocken mehr Spanisch und fragte schüchtern, wo denn das Rufino sei. Es befand sich im Untergeschoss.

    Es war schön klein und überschaubar und schön eingerichtet. Wir gönnten uns super leckere Empanadas und ein grosses, saftiges Steak, begleitet vom besten Malbec, den wir in diesen Ferien getrunken haben. Ein toller, kulinarischer Abschluss!

    Im Hotel zurück fielen wir müde ins Bett. NZ-NZ-NZ!!! Ach du scheisse, wir waren tatsächlich in einem Hotel gelandet, wo auf der Strasse Party gefeiert wird. Ok.. bis 2 Uhr oder so.. das ist zu schaffen.

    Ende war schlussendlich um 6.00h!😱
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    Trip end
    April 11, 2025