• Wiedersehen mit Heli-Mark

    September 13, 2025 in the United States ⋅ ☁️ 5 °C

    Auch heute war das Wetter wieder ziemlich trüb, aber wir hatten sowieso nur zum Ziel, bis zu Heli-Mark zu fahren und unterwegs ab und zu anzuhalten, um ein paar Fotos zu schiessen.

    Nach der Verzweigung Delta Junction erreichten wir eine wunderschöne Gegend. Steile Fels-/Erdwände und prachtvolle Herbstfarben. Ab und zu war das Panorama gepaart mit Blick auf schöne Flussgletscher - toll! All diese hatten wir das letzte Mal verpasst, weil zum Einen die Fensterscheiben im Auto total zugeeist waren und es dunkel war, als wir da vorbeigefahren sind.

    Ca. 1.5h vor Heli-Marks Lodge kamen wir nochmals bei einem richtig tollen Gletscher vorbei, wo Simi seine Drohne steigen liess und ich ein paar Zoom-Fotos schoss, weil ich mich mit meiner Mavic Mini nicht so weit weg traute. Ich bin gespannt auf seine Fotos.

    Währenddem ich am Warten war, stellte ich fest, dass wir erneut was verloren hatten. Diesmal den Schlauch für das Abwasser. Offenbar hatte sich der Deckel gelöst und das Rohr konnte rausfallen. Ich möchte festhalten, dass wir den Deckel definitiv zugedreht hatten. Er war aber von Anfang an nie bombenfest, ausser heute Morgen, als wir ihn kaum wegbekommen hatten, weil das komplette Auto so dermassen voller trockenem Schlamm ist.

    In Glennallen hielten wir für einen Espresso, kauften uns nochmals 2 Kanister AdBlue, weil das Auto schon wieder am Meckern ist und Nachschub will. In einem Hardware-Store fanden wir auch einen Ersatzschlauch fürs Auto, damit wir wenigstens den nicht teuer bezahlen müssen, weil wir ihn verloren haben.

    Von Glennallen aus, dauerte es noch ca. 1h, bis wir bei Heli-Mark in seiner tollen Sheep Mountain Lodge ankamen. Er hatte sich für ca. 18.30h angekündigt, wodurch wir noch etwas warten mussten, bis er mit seinem Heli vor uns landete.

    Ach ja, fast hätte ich eine witzige Geschichte vergessen. Wir hatten in Glennallen vergessen etwas einzukaufen und sahen unterwegs „Grocerie-Store“ angeschrieben, weshalb wir anhielten. Der Ort war etwas merkwürdig mit den kaputten Autos und der riesigen Trump-Flagge. Als wir in den Laden kamen, dachten wir zunächst, da sässe eine Puppe. Es war aber wohl der Inhaber des heruntergekommenen Ladens, der auf seinem Stuhl sass und schlief. Wir sahen uns an, stahlen uns so leise wie möglich wieder aus dem Laden raus und wären, wenn es mit unserem Vehikel möglich gewesen wäre, vermulich mit quietschenden Reifen davongedüst. Ich musste über die Situation lachen, als wir wieder in „Sicherheit“ waren.

    Zurück zur Sheep Mountain Lodge.
    Als Heli-Mark ankam, sassen wir wenig später schon dick eingepackt im Heli, die Türen wurden natürlich auch entfernt, damit wir besser fotografieren konnten. Wir schossen Fotos mit der Kamera und unseren Drohnen und fühlten uns alle zurück nach Patagonien versetzt, wo wir uns das letzte Mal gesehen hatten.

    Auf dem Rückflug sahen wir aus der Luft dutzende Elche, welche in diesem Gebiet wohnen. Endlich mal ein bisschen Wildlife :-)

    Zurück bei der Lodge assen wir im Restaurant und genossen den von uns mitgebrachten Casillero del Diablo. Diesen Wein hatten wir in Patagonien immer getrunken und wir dachten, es sei ein witziges Mitbringsel, um die „alten Bad Table“-Zeiten nochmals aufleben zu lassen.

    Heli-Mark schien den Abend trotz einem echt langen Arbeitstag ebenfalls zu geniessen und so blieben wir bis ca. 23.00h sitzen, quatschten und lachten über alles Mögliche.
    Read more