• Wunderschöne Südwestküste

    January 9 in Australia ⋅ ☁️ 17 °C

    Da wir unseren Zeitplan verändert haben und Australien nun früher verlassen werden als ursprünglich geplant, sind wir etwas zügiger unterwegs. Das heißt mehr Strecke und mehr Erlebnisse pro Tag. Wir legen früh los und fahren nach Hamelin Bay Beach. Schon kurz nach der Ankunft sehen wir die ersten großen Stachelrochen, die sich im flachen Wasser entlang der Küste bewegen. Es sind viele Menschen hier, viele kommen den Tieren unserer Meinung nach viel zu nah. Schön zu beobachten, aber gleichzeitig wünscht man sich etwas mehr Abstand und Respekt.
    Weiter geht es zum Cape Leeuwin. Hier treffen der Indische Ozean und der Southern Ocean aufeinander - eine geografische Besonderheit, die man nicht unbedingt sehen kann (aber gut zu wissen).

    Es folgt eine lange Fahrt durch eine überraschend abwechslungsreiche Landschaft. Ganz anders als der trockenere Norden über Perth ist es hier grün und dicht bewaldet. Besonders die Karri-Wälder haben es uns angetan. Diese riesigen Eukalyptusbäume gehören zu den höchsten der Welt und prägen die Landschaft mit ihren hellen, glatten Stämmen und dem hohen Blätterdach.
    Ein nächster Stopp führt uns ins Valley of the Giants. Hier tauchen wir in die Welt der uralten Bäume ein, vor allem der mächtigen Red Tingle Trees, die nur im Südwesten Australiens vorkommen. Das absolute Highlight ist der Tree Top Walk: ein erhöhter Steg, der sich durch den Wald schlängelt und stellenweise bis zu 40 Meter über dem Waldboden verläuft. Von hier oben sehen wir die Baumkronen auf Augenhöhe, spüren, wie sich die Konstruktion leicht im Wind bewegt, und bekommen eine völlig neue Perspektive auf den Wald. Ergänzt wird das Ganze durch den Ancient Empire Walk am Boden, der zwischen riesigen Stämmen und hohlen Bäumen hindurchführt und eindrucksvoll zeigt, wie alt und widerstandsfähig diese Giganten sind.

    Zum Abschluss des Tages wartet ein lange ersehntes Highlight auf uns: Elephant Rocks und Green Pool bei Denmark. Auch wenn dichte Wolken die Sonne verdecken, leuchten die Farben des Meeres in erstaunlichen Türkis- und Grüntönen. Riesige, rundgeschliffene Granitblöcke liegen im Wasser und erinnern tatsächlich an eine Herde Elefanten, die zum Baden ins Meer stapft. Wir spazieren zwischen den Felsen hindurch, bleiben immer wieder stehen und erkunden die Gegend ausführlich.

    Am Ende des Tages fahren wir weiter ins Landesinnere zu unserem Campingplatz im Stirling Range Nationalpark. Die Landschaft wird wieder rauer, die Berge zeichnen sich am Horizont ab. Ein langer, vollgepackter Tag geht zu Ende.
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