• Cabot Trail - Teil 1

    October 3 in Canada

    Nach den vielen Städten haben wir irgendwann genug von Häusern, Straßen und Menschen. Deshalb treffen wir eine ziemlich drastische Entscheidung: Wir fliehen erstmal wieder in die Natur. Innerhalb von zwei Tagen legen wir gut 1.400 Kilometer zurück und machen uns auf den Weg nach Cape Breton in Nova Scotia. Je weiter wir nach Osten kommen, desto intensiver werden die Herbstfarben. Rot, Orange, Gelb und Grün ziehen an uns vorbei und machen selbst die langen Fahrten zu einem Teil des Erlebnisses.

    Auf Cape Breton angekommen, starten wir auf dem berühmten Cabot Trail. Die rund 300 Kilometer lange Panoramastraße führt einmal fast vollständig um den Norden der Insel und gehört zu den bekanntesten Roadtrip-Routen Kanadas. Dabei wechseln sich dichte Wälder, raue Küsten, kleine Fischerdörfer und spektakuläre Ausblicke auf den Atlantik ab.

    Unsere erste Wanderung führt uns am frühen Morgen auf den Franey Trail. Wir laufen durch einen herrlich bunten Herbstwald, über uns ein dichtes Blätterdach in allen erdenklichen Farben, während zwischen den Wurzeln und am Wegesrand unzählige Pilze wachsen. Oben angekommen, bekommen wir dann noch die Belohnung für den Anstieg. Vor uns liegt eine fantastische Aussicht über die Landschaft von Cape Breton.

    Anschließend geht es direkt weiter zur nächsten Wanderung, dem Middle Head Trail. Der Weg führt auf eine schmale Landzunge zwischen zwei Meeresarmen und damit mitten in die wilde Küstenlandschaft des Cape Breton Highlands National Park. Auch hier wechseln sich Waldstücke und offene Abschnitte mit Blick auf das Meer ab.

    Danach setzen wir unsere Fahrt auf dem Cabot Trail fort. Die Straße schlängelt sich durch die Highlands und immer wieder ergeben sich neue Ausblicke auf die Küste, Berge und Wälder. Am Ende des Tages erreichen wir den Campingplatz bei Chéticamp. Nova Scotia fühlt sich schon nach dem ersten Tag wie ein kompletter Tapetenwechsel an.
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