Cabot Trail - Teil 2
October 4 in Canada
Für den zweiten Tag auf dem Cabot Trail steht direkt morgens eines der bekanntesten Highlights der Strecke auf dem Programm: der Skyline Trail. Für den mittlerweile sehr beliebten Wanderweg müssen seit diesem Jahr vorab Zugangsslots reserviert werden. Wir haben Glück und erwischen tatsächlich noch einen freien Spot.
Der Weg führt uns durch die für Cape Breton so typische Landschaft aus Wald, offenen Hochflächen und dramatischen Küstenabschnitten. Der Blick über die zerklüftete Küste und den Cabot Trail, der sich irgendwo weit unter uns durch die Landschaft schlängelt, ist spektakulär.
Nach der Wanderung geht es wieder auf den Cabot Trail. Unser nächster Stopp sind die Egypt Falls, ein kleiner, aber hübscher Wasserfall, der etwas abseits der Hauptstrecke liegt. Danach wartet allerdings Robins persönliches Highlight des Cabot Trails: die Glenora Distillery.
Die Glenora Distillery ist für Whiskyfans tatsächlich ein ziemlich besonderer Ort. Sie wurde 1990 gegründet und gilt als erste Single-Malt-Destillerie Nordamerikas. Die Idee dahinter passt perfekt nach Cape Breton: Schottische Einwanderer brachten ihre Kultur, Musik und natürlich auch die Whiskytradition auf die Insel. Glenora greift diese Tradition auf und produziert ihren Glen Breton nach schottischem Vorbild. Auch die kupfernen Pot Stills stammen aus Schottland und wurden ursprünglich mit Unterstützung der berühmten Bowmore Distillers angeschafft.
Wir entscheiden uns nicht für die kurze Standardführung, sondern gönnen uns die Backstage Pass Tour. Hier bekommen wir einen deutlich exklusiveren Einblick hinter die Kulissen. Wir sehen die Produktionsanlagen, erfahren mehr über die einzelnen Schritte – vom Maischen über die Fermentation bis zur zweifachen Destillation in den kupfernen Pot Stills – und gehen anschließend in das Whisky-Warehouse.
Im Warehouse wird es dann richtig interessant: Whisky direkt aus einem Fass ziehen. Und nicht irgendeinen jungen Whisky, sondern einen 31 Jahre alten Tropfen aus einem Fass von 1995. Frischer kann man einen Whisky wohl kaum direkt von seiner Quelle ins Glas bekommen.
Anschließend geht die Verkostung im hauseigenen Washback Pub weiter. Bei der Backstage-Tour gehört eine private, geführte Verkostung verschiedener Glen-Breton-Abfüllungen dazu. Und der Pub ist ohnehin ein wichtiger Teil des Glenora-Erlebnisses: Hier gibt es eine große Auswahl der eigenen Single Malts und traditionelle Celtic-Livemusik. Die sogenannten Ceilidhs (ein traditioneller schottisch-gälischer Begriff für gesellige Zusammenkünfte mit Musik und Geschichten) gehören hier praktisch zum Abendprogramm.
Da wir natürlich nach mehreren Whiskys nicht noch irgendwo hinfahren wollen, haben wir uns hier praktischerweise gleich ein gemütliches Zimmer gemietet. So können wir den Abend völlig entspannt ausklingen lassen und noch etwas Livemusik genießen.Read more


















