• Am Ende wieder Strand😉

    12. maj, Danmark ⋅ ☁️ 12 °C

    Es hat geregnet in der letzten Nacht, aber das hat uns nicht gestört, wir haben gut geschlafen. Der Regionalzug hier am Bahnhof ist auch ziemlich leise, wir sind davon nicht wach geworden. Die Platzwahl war also gut. Heute morgen scheint sogar die Sonne bei kühlen 5°C, aber mit Heizung haben wir uns es "hyggelig", also gemütlich gemacht und in Ruhe gefrühstückt. Danach sind wir dann aufgebrochen und haben Ribe erkundet. Das kleine Stadtzentrum gehört zu den ältesten Dänemarks, die Gebäude sind teilweise noch aus dem 15. Jahrhundert, der Dom aus dem 12. . Dafür ist es eigentlich unspektakulär, aber das liegt vielleicht auch daran, dass die Dänen eher ruhig und entspannt oder halt hyggelig sind. Die Stadt liegt da wie jede andere, ist aber wirklich sehr schön. Keine großen Verbote oder Gebühren, wie man es aus anderen Ländern kennt, das gefällt mir. Schöne Geschäfte, Cafés mit tollen Hinterhöfen , nette Fußgängerzone, kleiner gemütlicher Hafen, lediglich der kalte Wind ist heute eher unangenehm. Wir besichtigen den Dom und besteigen den 1280 neu erbauten Bürgerturm mit den alten Holztreppen und offenliegenden aktiven Glocken. Ganz schön laut, wenn man gerade daneben steht. Der Ausblick ist toll, auch wenn der Wind hier oben noch mehr Kälte mitbringt. Ganz interessant ist noch, dass der Dom einen modernen Altarraum aus den 80 ern besitzt und einen Bezug zur Abtei Maria Laach in der Eifel hat. Alt und neu in einem Gebäude. Auf jeden Fall ist Ribe einen Besuch wert.
    Wir fahren weiter Richtung Westküste und halten nochmal in Esbjerg an. Ein krasser Gegensatz zu Ribe ist die fünftgrößte und moderne Stadt Dänemarks mit dem beeindruckenden Hafen. Hier werden bspw. Windräder für die Windparks auf der Nordsee gebaut oder montiert oder verladen, genau weiß ich es nicht, aber es stehen unzählige Masten am Hafen, Rotorblätter liegen verpackt bereit und Generatoren warten gestapelt auf den Transport. In der Nähe zum Hafen steht auf einem ehemaligen Aussichtspunkt ein Wasserturm, dessen Gestaltung interessanterweise von einem Turm in Nürnberg inspiriert wurde.
    Die Innenstadt eher modern und was zum shoppen, sonst nicht wirklich lohnenswert. Natürlich gibt es ein Kunstmuseum usw. aber sie fasziniert uns nicht.
    Wir gönnen uns aber noch Kaffee und Kuchen beim Konditor, was wiederum sehr lohnenswert war.
    Danach geht es weiter Richtung Vejers . Ein kleiner Urlaubsort an der Westküste, wieder mit Autostrand, den wir auch heute direkt ansteuern. Der Himmel hat sich inzwischen etwas zu gezogen, der Wind bläst ordentlich und das Meer rauscht, herrlich.
    Ich nutze die Gelegenheit, ziehe mich warm an und laufe noch eine schöne Runde am Meer entlang. Wenn ich irgendwo die Seele baumeln lassen kann, dann bei stürmischem Wetter am Meer. Ich genieße die Runde in vollen Zügen, danach essen wir noch am Strand im Camper, bevor wir uns ganz in der Nähe zum Abend auf einen Campingplatz stellen. Die Rezeption ist nur vormittags besetzt, aber die Anreise ist außerhalb der Öffnungszeiten perfekt organisiert. Es gibt Umschläge mit allem was man braucht. Schrankenzugang, Platznummer, Duschmarken. Einfach nehmen und drauffahren und morgens in der Rezeption melden. Wie einfach es doch sein kann👍. Natürlich nutzen wir die Infrastruktur für all das, was sich angesammelt hat. Das abendliche Rahmenprogramm. lautet also heute spülen, Ver-und Entsorgung etc. Wir hätten auch das Schwimmbad nutzen können, aber ungeheizt und im Freien reizt es uns heute nicht. Stattdessen lässt der Wind plötzlich nach, der Himmel wird dunkel und es zieht Nieselregen rein. Laut Wetterapp soll der die Nacht über bleiben und morgen gehen 9:00 h von der Sonne vertrieben werden. Es wird jetzt ein gemütlicher Abend, eine ruhige Nacht und wir werden ausschlafen. Und beim Frühstück überlegen wir dann, wie es weitergeht...
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