Zweiter Tag - endlich auf den Trail
March 25 in Nepal ⋅ ☁️ 8 °C
Heute morgen ging es natürlich wieder früh los - hatten ja immer noch ca 6 Stunden Jeep Fahrt vor uns.
...und der Highway (wie er in der Lodge heute morgen bezeichnet wurde) von gestern, war noch in Salleri zu Ende.
Mit einem harten Abbiegen des neuen Jeeps nach rechts ging es erstmal auf eine Schlammpiste - gut, dass zur Zeit kein Monsun ist. Sonst wäre wirklich kein Vorankommen möglich gewesen.
Ach ja, der Jeep war jetzt die indische Variate - Mahindra Bolero. Stabil aber nicht wirklich bequem. Es gab auch einen Sonderschalter, der das Hupen durchgängig angeschaltet hat - der kam auch immer vor den engen Kurven zum Einsatz, um die entgegenkommenden Fahrzeuge darauf aufmerksam zu machen, dass wir besser nicht bremsen.
Glücklicherweise kamen nicht so häufig andere Fahrzeuge - war ja auch kein Heimweg mehr.
Das ganze hat eher einen steinigen Bergweg durch die österreichischen Alpen erinnert - praktisch zum Holzrutschen. Die G-Klasse hätte ihre wahre Freude gehabt.
Ganz besonders spannend wurde es, als uns ein LKW entgegenkam, der an einer Baustelle zur Erstellung einer Brücke in einer Kurve hängen geblieben ist. Unser nepalesischer Fahrer - wie andere auch - ist natürlich gerne zur Hilfe mit guten Beispielen gekommen :-)
Wir standen staunend eher etwas abseits und haben es beobachtet. Eigentlich waren wir davon überzeugt, dass der LKW Fahrer sich da nicht befreien kann - aber mit Geduld, Quälen der Reifen und der Getriebe hat es dann doch geklappt.
Was uns an der Baustelle - wie auch an anderen Stellen - immer wieder aufgefallen ist. Die Nepali gehen mit viel Ruhe und Verständnis miteinander um. Da wird eben der große Bagger, der gerade Steine zerteilt, nach kurzem Warten komplett weg gefahren, damit wir vorbeikommen oder der Traktor beim Holz aufladen komplett versetzt, um Platz zu machen.
In anderen Kulturen würde man sich ungeduldig anzicken und vielleicht auch mal anschreien.
Also, was zum Nachdenken...
Kurz nach 13 Uhr waren wir dann auch in Pongma - kurz davor haben wir unseren Guide und unsere beiden Träger eingesammelt. Auch spannend, wie wir mitten auf der Strecke gefunden haben.
Die haben sich natürlich auch noch mit in den Jeep gezwängt - also zu siebt im 5-Sitzer. The more, the merrier,,,
Nach einer kurzen Fahrt, wo auch wir irgendwann mal hängen geblieben sind, und uns noch knapp mit Kieseln, Bältterwerk und Moos unter den Reifen befreien konnten, ging es dann wirklich nicht mehr.
Also, alle aussteigen, umladen und zu Fuss weiter - und da größten Respekt vor unseren beiden Portern, die Taschen, Box mit Obst, ihre Rucksäcke usw. verschnürt haben und sich auf den Rücken gewuchtet haben. Ich schätze mal, dass sie jeweils zwischen 30 und 40 kg tragen - und dabei sind sie die schnellsten von uns und laufen praktisch voraus. Wirklich großen Respekt!!!
Lakpar ist unser Guide - scheint mega erfahren zu sein. Er kommt aus der Gegend um Lukla und macht hier praktisch alle Treks mit.
Er war auch schon mehr als 60 Mal auf dem Mera Peak - sollte uns also Zuversicht gibt.
Durch die Anfahrt mit den Jeeps hat sich auch eine Änderung der Route ergeben, die uns jetzt "langsamer" auf die Höhe führen wird - wir müssen zumindest nicht am zweiten Tag bereits einen Pass mit 4500 m überschreiten.
Also - das mit den Change of Plans musste wohl so sein.
Nach ca 3 Stunden sind wir im Ngingso Valley angekommen und übernachten in einer kleinen Lodge - ohne Elektrizität, ohne Netzzugang, ohne Heizung. Wird also eine frühe und frische Nacht :-)
...und deshalb verabschiede ich mich auch - der Footprint wird erst live gehen, wenn ich hoffentlich morgen irgend wann wieder Netz habe.Read more

























