Ein Takin soll es sein.
7 febbraio, Bhutan ⋅ ☁️ 12 °C
Heute war ein wenig wandern angesagt. Das Ziel war der Tempel Druk Wangditse Lhekhang. Die Namen sind ein Traum für mich, der sich sowas ja gut merken kann. Die Landessprache ist Dzonghka. Genau, jetzt kann die Frage bei „Wer wird Millionär“ kommen. Die Schriftzeichen noch unverständlicher als das gesprochene Wort. Aber für meine Ohren klingt sie gut, irgendwie sehr beruhigend, weich. Ich mochte unserer Begleitung immer gern zu hören.
Im Tempel selbst merkten wir, barfüßig wie man dort eben sein musste, warum wir dicke Socken anziehen sollten. Es gab keine Fußbodenheizung. Dafür jedoch jede Menge zu sehen, ohne Photos natürlich. Und noch mehr zu erfahren. Dorji war bestens über den Buddhismus und seine Geschichte und die Besonderheiten des bhutanesischen insbesondere informiert. Uns flogen die Namen der Dämonen, Bezwinger und Begleiter Buddhas nur so um die Ohren. Und augenblicklich auch wieder raus. Wir lernten heute vor allem, dass die Zahl 108 eine sehr wichtige Rolle spielt im buddhistischen Glauben. Die Zahlt steht für die 108 weltlichen Leidenschaften, die überwunden werden müssen, um zur Erleuchtung zu gelangen. Diese Zahlt begegnet einem hier überall – 108 Perlen auf der Gebetskette, 108 Stupas rund um einen Tempel oder, ganz hart, der Tempel muss 108 mal im Uhrzeigersinn umrundet werden, damit man den Weg zur Wunscherfüllung näher kommt. So auch bei diesem Tempel. Als wir einen Tee genießend dasaßen, kamen immer die gleichen jungen Leute schnellen Schrittes an uns vorbei. Sie waren dabei den Tempel zu umrunden. Bei einer Strecke von vielleicht 200m kommt da durchaus was zusammen. Und wie schafft man es, sich dabei nicht zu verzählen, und von vorn anfangen zu müssen? Ganz einfach. Es werden 108 Steine gesammelt, hingelegt und bei jeder abgeschlossenen Runde einer weggenommen. Während wir dieses Treiben weiter beobachteten, wurde ich von einem Mönch beobachtet. Er sprach mit Dorji und scheinbar über mich, denn ich konnte die Worte Deutschland und Nepal verstehen. Was macht man, wenn man von einem Mönch angegrinst wird? Ich wusste es nicht, lächelte kurz zurück und tat dann so, als sei mein bunter Teebecher gerade das spannendste auf der Welt.
Sehr spannend war der Besuch des Motihang Takin Preserve, in dem wir den Gong Jim Day kennenlernten. Ein Tier, auch Takin genannt, welches folgende Entstehungsgeschichte hat: Der tibetische Heilige Drukpa Kunley verlangte zum Mittagessen eine ganze Kuh und eine ganze Ziege. Nachdem er satt war, verlangten die Dorfbewohner nach einem Wunder. Also verband Drukpa den Kopf der Ziege mit dem Körper der Kuh, schnipste mit dem Finger und schon gab es den Takin, der auf Bhutans Wiesen zu grasen begann. Und genauso sieht das Tier immer noch aus.
Was haben wir gesehen?
- Druk Wangditse Lhakhang
- National Memorial Chorten: Hier kommen die Menschen zum beten her, aber auch, vielleicht sogar vor allem, um sich zu treffen und den täglichen Ghossip auszutauschen. Da war was los!
- Motihang Takin Preserve
- Papiermanufaktur: früher wurden alle königlichen Anweisungen nur auf diesem Papier niedergeschrieben. Jetzt nur noch zu besonderen Gelegenheiten.
- Centenary Farmers Market: neu gebaute Markhallen, die das alte Chaos ersetzen sollten. Es fehlt ein wenig an Charme, aber dafür ist es chic und man bekommt alles, was man braucht.Leggi altro


























ViaggiatoreHabt Ihr den Fisch auch probiert?
Torsten_Dus.PaNein, aber dafür getrockneten Käse. Das war nicht so unser Ding. Wie ein unangenehmer Kaugummi.