Die Seligen
Mar 11–13 in Vietnam ⋅ ⛅ 33 °C
Nach Thai Chi und Frühstück kamen wir an die Grenze zu Vietnam. Viel bekamen wir nicht mit, außer, dass es auf dem Mekong sehr geschäftig wurde. Von romantischer Ruhe nicht mehr viel zu spüren. So kamen wir wieder an in dem Land, das die Form eines Seepferdchens hat. Wir wechselten den Guide wie unsere Unterwäsche, also alle drei bis vier Tage. Aber jemand aus dem eigenen Land kann immer noch am besten darüber erzählen. Wir konnten in ein Haus der Floating Villages gehen, die es hier deutlich noch zahlreicher gab als in Kambodscha. Das Interessante ist, dass unter dem Haus ein großer Käfig über die gesamte Länge und Breite des Hauses angebracht ist, in dem Fische für den Verkauf gezüchtet werden. Der Zugang erfolgt über ein Loch im Haus. In Chau Doc machten wir halt, um zum Sam Mountin zu fahren. Dieser ist durchlöchert wir ein Schweizer Käse mit natürlichen Höhlen, die nun als Tempelanlagen dienen (Phuoc Dien Tu). Wir hatten eine herrliche Sicht über die ergrünenden Reisfelder der Umgebung.
Das Delta hatte längst begonnen. Der Fluss sah stellenweise wie ein See aus bei einer Breite von mehr als 1 km. Neben diesem Hauptarm gab es mal weitere 6, nun nur noch 4 Arme, die alle mit einem unzähligen Netz aus Kanälen, natürlicher oder künstlicher Art, verbunden sind. Wir begannen, in diesen Kanälen zu kreuzen und erreichten so am nächsten Tag Con Phuoc Iland. Wir sahen, wie Körbe und Matten aus Bast hergestellt wurden. Dafür, dass man uns versicherte, dass es keine Kinderarbeit gab, konnte das kleine Mädchen erstaunlich gut mit dem scharfen Messer umgehen. Ich kaufte einen kleinen Traumfänger, an dessen Wirkung man hier glaubte. Vielleicht konnte er mir zu besserem Schlaf verhelfen. Wenn nicht, ist er auch ein schöner Untersetzer. Aber erst mal dran glauben!
À pro po Glauben – in dieser Gegend gibt es eine starke katholische Gemeinde mit einem großen Gotteshaus, welches wir besichtigen wollten. Das ging nicht, da ein großes Volksfest im Gange war auf Grund des Todestages von Francis Xavier Truong Buu Diep, der hier bis 1946, als er umgebracht wurde, Priester war. Es verbreitet sich die Kunde, dass der Vatikan entschieden hat, ihn Anfang Juli selig zu sprechen. Ein riesen Tara! Das würde diesen eh schon reichlich besuchten Wallfahrtsort noch mehr zu einem solchen machen.Read more

























