Alderney
Aug 16–17, 2024 in Guernsey ⋅ ☁️ 17 °C
Um 9:15 Uhr heben wir den Anker, drehen den Bug in den Wind und dampfen los Richtung Alderney. Wir sind schon sehr gespannt auf die Bedingungen am Cap „La Hague“ da wir schon von so einigen Seglern gehört haben, das die Route gut geplant sein will. Die starke Strömung dort (4-6 Knoten) kann im Zusammenspiel mit dem Wind (Wind gegen Strömung) für sehr sehr unangenehme Wellen sorgen. So unangenehm, das sogar hartgesottene Segler dort bei falscher Planung die Fische füttern. Gerne wären wir natürlich bei Idealbedingungen nach Alderney gefahren, aber die sind gerade Wettertechnisch nicht in Sicht. Heute sind, zur Freude von TROLL, 8-12 Knoten Westwind angesagt: Möglicherweise also Fischfüttertag. Kurz vor dem Cap haben wir knapp 9,5 Knoten (bei ca. 4,5 Knoten Speed Trough Water) auf dem Tacho und in der Ferne sehen wir weiss schäumende Wellenkämme. Je näher wir den weiss schäumenden Kämmen kommen, umso schneller werden wir - 10 Knoten sind es schliesslich. Und dann sind wir plötzlich mittendrin in dem schäumenden Wirlpool. Angenehm ist sicher anders, aber da TROLL sich nicht aus der Ruhe bringen lässt und mit sichtlicher Freude durch das Wirlpool tanzt ist es nicht so schlimm wir wir erwartet haben. Die Filmaufnahmen traue ich mich gar nicht einzustellen, da diese der Durchfahrt in keinster Weise gerecht werden. Mit einer Kamera kann man wahrscheinlich nur aus der richtigen Perspektive die wirkliche Höhe der Wellen einfangen, Und ein Zoom-Objektiv braucht es wahrscheinlich auch. Erschreckend, wie wenig man die Situation anhand der Kameraaufnahmen nachempfinden kann. Nach einer knappen halben Stunden ist das Wirlpool dann durchquert und Alderney in Sicht. Leider ist es heute ziemlich bewölkt, so das die wilde Schönheit der Insel nicht zur Geltung kommt. Nach der Einfahrt bekommen wir in der Bucht vor dem Hafen einen Ankerplatz zugewiesen. 10 Pfund sind dafür fällig - eine Boje für TROLL würde 40 Pfund kosten. Kurze Zeit später lassen wir unser Dinghy zu Wasser und fahren an Land. Da man auf Alderney nur Ankern oder an Bojen liegen kann gibt es hier ein Wasser-Taxi und ein Dinghy-Dock. Hat man kein Beiboot, so kann man jederzeit das Wasser-Taxi rufen, welches einen dann umgehend befördert. Hat man ein Dinghy, wie die meisten Yachten, so kann man mit diesem an einem speziellen Anleger festmachen, welches für Beiboote gedacht ist, dem Dinghy-Dock. Wir machen dort fest, hiefen unsere elektrischen Einräder an Land und schauen uns dann die schöne Insel an. Was wir finden sind schöne Strände, wilde Natur, eine wunderschöne Steilküste und so einige Schweine, die in der Wilden Natur in kleinen Weiden eingezäunt wurden. Zurück am Hafen gehen die Kinder noch am Strand spielen während wir die schöne Aussicht geniessen. Auf dem Rückweg zum Schiff schauen wir noch bei einer Segelyacht mit deutscher Flagge vorbei und lernen eine sehr sehr nette Familie kennen. Schöne Grüsse aus Roscoff, lieber Hagen & Familie!! Da der Wind ein wenig gedreht hat, ist es an unserem Ankerplatz ziemlich „rollig“ geworden. TROLL rollt so sehr hin und her, das es Maja schwer fällt zu schlafen. Da es am nächsten Morgen noch unangenehmer geworden ist, entschliessen wir uns dazu, auf der Suche nach einem angenehmeren Ankerplatz, der Insel Guernsey noch einen Besuch abzustatten.Read more






