Île-d´Yeu
Sep 4–5, 2024 in France ⋅ ☀️ 17 °C
Da wir Anfang Oktober auf Höhe Lissabon sein möchten, verlassen wir die Marina in Pornic bereits nach drei Übernachtungen. Gerne wären wir noch die Loire bis Nantes hochgefahren, aber das klappt in diesem Jahr leider nicht mehr. Denn Ende September / Anfang Oktober rollt oft ein Sturm / Starkwindgebiet nach dem anderen die spanische / portugisische Westküste entlang. Und wenn es einmal nicht stürmisch ist, dann hat man hier sehr häufig mit dichtem Nebel zu kämpfen. Und auch auf der Biskaya wird es im Herbst oft sehr ungemütlich. Dann heisst es ein passendes Wetterfenster abzuwartet (was ziemlich lange dauern kann) oder aber bei suboptimalen Bedingungen loszufahren. Aus diesen Gründen müssen wir also jedes für uns passende Wetterfenster nutzen um weiterzukommen. Da wir bisjetzt noch nicht das Vergnügen hatten, unsere Füße auf eine französische Insel zu setzen, steuern wir heute Île-d´Yeu an. Frühmorgens gegen 7:30 Uhr verlassen wir bei dichter Bewölkung den Hafen und machen uns mit etwas Gegenwind auf den Weg. Erst kurz nachdem wir die Noirmoutier-en-L-Îlle erreicht haben, wird die Welle wieder länger und höher. Ein sicheres Zeichen, das wir wieder zurück auf der Biskaya sind. Jetzt wo wir die offene See erreicht haben, mache ich mal schnell ein Abstecher in den Maschinenraum um zu testen, ob unseren Watermaker auch bei Fahrt in Betrieb genommen werden kann. Es geht, aber nur wenn wir unter 4 Knoten schnell fahren. Sind wir schneller, so schafft es die Pumpe nicht mehr, genug Wasser anzuziehen, da das Wasser dann einfach zu schnell am Rumpf vorbeiströmt. Sobald wir das Schiff mal wieder aus dem Wasser heben, werde ich eine kleine Einströmhilfe an den Wassereinlass bauen, so das wir auch bei höheren Geschwindigkeiten Trinkwasser produzieren können. Denn in Fahrt produzieren die Lichtmschinen genug Strom und die Geräuschkulisse ist eh so hoch, dass man den Wassermacher nicht hören würde. Vor Anker ist die Hochleistungspumpe des Wassermachers dagegen ganz gut zu hören. Gegen 12:30 Uhr laufen wir dann in Port-Joinville ein, dem Hafen der Île-d´Yeu. Einen Platz mussten wir nicht reservieren, da die Saison hier Ende August endet. Und das macht sich auch bemerkbar, also wir durch den Ort schlendern. Neben uns sind nur noch einige wenige französische Touristen auf der Insel. Wir schlendern durch den ruhigen Ort und stocken unsere Vorräte im nahegelegenen Supermarkt auf. Zurück am Schiff baue ich noch die Pumpe vom Wassermacher um. Aus einer Impellerpumpe für den Seewasser-Zufluss wird eine Membranpumpe. Diese ist ein wenig leiser. Damit fällt der Wassermacher beim Betrieb vor Anker hoffentlich nicht so auf. Wenn uns das Wetter Morgen, wie vorrausgesagt, gnädig ist dann geht es direkt weiter. Nächstes Ziel: Les Sables d´Olonne, dem Startort der „Vendeé Globe“.Read more













TravelerKannst du während der Fahrt evtl. alternativ vielleicht wenigstens ein paar Kanister voll Seewasser in Trinkwasser umwandeln? Vielleicht besser als nix?
TROLL-Family.comHi Roland, jup das würde im Notfall funktionieren. Allerdings ist es ja meist ein Leichtes die Geschwindigkeit zu drosseln. Darüber hinaus hat TROLL einen riesigen Frischwassertank von 1.700 Litern. Wenn wir unseren Verbrauch optimieren (Schwimmen statt Duschen etc.) kommen wir damit ca. 2 Monate aus. Das sind ca. 7 Liter pro Tag pro Person. Ohne Verbrauchsoptimierung reicht das Wasser im Tank für ca. 1 Monat. Unser Wassermacher produziert 60L Frischwasser die Stunde - er muss also ca. 1 Stunden am Tag laufen um uns alle mit ausreichend Wasser zu versorgen.
TravelerAlso Wasser marsch, fast im Überfluss. Ich sehe, da habt ihr gut vorgesorgt 😎