• Auf Enddeckungstour in Paris

    26–27 nov 2025, Francia ⋅ ⛅ 4 °C

    Der Morgen begrüßt uns mit regnerischem Wetter, doch wir lassen uns davon nicht abhalten. Vom Campingplatz ist es nur ein kurzer Weg zur Bushaltestelle. Unser erstes Ziel ist heute Notre-Dame, und mit einmaligem Umsteigen in die U-Bahn erreichen wir die Stadtmitte problemlos. Spätestens im Tunnel nimmt uns das typische Pariser Großstadtgefühl voll ein.

    Trotz des Gedränges und der Lautstärke bleibt der Eindruck vom U-Bahn-System positiv. Lange Treppen führen tief hinunter, und hat man erst einmal den Zugang hinter sich gelassen, bewegt man sich über hunderte Meter durch ein weit verzweigtes Netz unter der Erde. Die neueren Züge fahren fahrerlos, und an vielen Bahnsteigen schützen Plexiglasbarrieren vor dem Absturz ins Gleisbett.

    Nach einer vergleichsweise kurzen Fahrt tauchen wir wieder an der Oberfläche auf und erreichen nach einem kleinen Fußweg Notre-Dame. Vor dem Eingang mäandert eine lange Reihe wartender Besucher, doch die Schlange bewegt sich zügig. Kurz darauf stehen wir im Inneren der Kathedrale. Von den schweren Schäden des Brandes 2019 ist kaum noch etwas zu sehen. Die Kirche wirkt grundlegend erneuert. Beeindruckend ist nicht nur die Architektur – auch dass alle dafür nötigen Handwerksbetriebe heutzutage noch verfügbar sind. Platz bietet die Kathedrale für rund zehntausend Menschen, und wenn man sich umschaut, scheint dieser Wert fast erreicht zu sein.

    Von Notre-Dame aus gehen wir weiter in Richtung Quartier Latin und werfen einen Blick auf das Pantheon von außen. Anschließend führt uns der Weg in die Rue Mouffetard, eine lebendige Straße mit vielen kleinen Spezialitätenläden und internationalen Restaurants. Wir entscheiden uns für ein libanesisches Lokal. Die Küche kenne ich noch von einer Reise nach Beirut – eine Mischung aus arabischen und europäischen Einflüssen, die oft sehr gut harmoniert. Auch heute werden wir nicht enttäuscht.

    Gut gestärkt besuchen wir die große Moschee und den dazugehörigen Garten. Beides wirkt schlicht, aber dennoch besonders, fast schon zurückhaltend prunkvoll. Von dort aus machen wir uns auf den Weg nach Montmartre und Sacré-Cœur. Die Kombination aus Bus und U-Bahn ist etwas umständlich, aber wir kommen dennoch recht zügig am Schrägaufzug an, der uns die letzten Höhenmeter abnimmt.

    Oben erwartet uns erneut eine große Besuchermenge, und für den Eintritt ist auch hier eine Schlange samt Sicherheitskontrolle nötig. Im Vergleich zu Notre-Dame wirkt Sacré-Cœur schlichter, doch Größe und Höhe der Kuppel sind beeindruckend.

    Vor der Kirche genießen wir den Blick über Paris. Leider ist die Sicht durch den Regen eingeschränkt, doch die Weitläufigkeit ist trotzdem erkennbar. Ein kurzer Abstecher zum Place du Tertre zeigt das übliche Bild: zahlreiche Künstler, die Porträts anbieten, und ein dichtes Gedränge. Danach treten wir den Rückweg an und machen noch einen Zwischenstopp an den Champs-Élysées, wo wir die kilometerlange Weihnachtsbeleuchtung bestaunen.

    Am frühen Abend erreichen wir das Wohnmobil und lassen den Tag in Ruhe Revue passieren.
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