• Bärenhöhle – kurz hoch, tief rein

    5 maggio, Romania ⋅ ☀️ 20 °C

    Unser erster Weg heute Morgen ist kurz. Mit den altersbedingt inzwischen unverzichtbaren Wanderstöcken und einer erfreulich entgegenkommenden Treppe mit genau 132 Stufen erreichen wir den Eingang der Peștera Urșilor zügig und erstaunlich komfortabel.

    Nach Zahlung des Obolus von 8 € pro Person heißt es erstmal warten. Etwa eine halbe Stunde später startet die Führung – leider ausschließlich auf Rumänisch. Wir haben jedoch Glück: Ein junger Rumäne, der Englisch spricht, übersetzt uns ungefragt die wichtigsten Inhalte. Das macht die Sache deutlich einfacher.

    Die Höhle selbst beeindruckt. Große Räume, viele ausgeprägte Tropfsteinformationen und teils skulpturartige Strukturen. In dieser Form haben wir das bisher nur in den Postojna-Höhlen erlebt – wobei unser Besuch dort so lange zurückliegt, dass die Erinnerung eher vage ist.

    Der Name der Höhle kommt nicht von ungefähr: Hier wurden rund 140 Skelette von Höhlenbären gefunden. Die Tiere nutzten die Höhle früher als Winterquartier, bis ein Erdbeben den Eingang verschloss – mit entsprechendem Ausgang für die Bewohner. Ein Skelett am Ende der Höhle steht stellvertretend für die anderen. Nach etwa 45 Minuten stehen wir wieder draußen.

    Wir wollen weiter zur nächsten Höhle und fahren zunächst ein Stück zurück. An der Quelle füllen wir noch einmal Wasser auf – nachdem wir die Nacht ohne Durchfall, Ruhr oder Cholera überstanden haben, scheint das vertretbar.

    Nach etwa 30 Kilometern erreichen wir das Nachbartal und die Straße Richtung Ziel. Es folgt eine Strecke mit gefühlt tausend Kurven, hoch auf rund 1.200 Meter und anschließend wieder hinunter. Fahren, lenken, bremsen – in gleichmäßiger Abfolge.

    Unten im Tal finden wir auf dem Grundstück eines Einheimischen einen Platz für die Nacht. Den Rest des Tages verbringen wir dort recht unspektakulär: auf der Wiese neben einem kleinen Bach, in der Sonne, ohne Programm. Passt.
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