Steile Auffahrten und kalte Höhlen
6–8 mag, Romania ⋅ ☀️ 22 °C
Die erste Herausforderung des Tages besteht darin, überhaupt wieder von der Flussaue hinauf auf die Landstraße zu kommen. Die Auffahrt ist steil, unser Wohnmobil schwer – erst im dritten Anlauf stehen wir wieder sauber auf der Straße. Zusätzlich machen die tief hängenden Dachüberstände die enge Auffahrt nicht einfacher.
Bis zum ersten Ziel ist es eigentlich nicht weit, die nächste Herausforderung wartet allerdings schon. Die Zufahrt zur Höhle führt über eine schmale, kurvige Bergstraße mit ordentlicher Steigung. Meistens geht es nur noch im ersten Gang vorwärts. Nach gut einer halben Stunde erreichen wir schließlich den Parkplatz unweit der Höhle. Ein kurzer Fußweg später stehen wir vor dem Eingang der Scărișoara-Höhle. Von dort geht es über eine steile Metalltreppe rund fünfzig Meter in die Tiefe. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind eindeutig von Vorteil.
Unten angekommen erwartet uns vor allem eines: Kälte. Die Höhle selbst besteht im Wesentlichen aus einer einzigen großen Halle mit einem eher kurzen Rundweg. Insgesamt weniger spektakulär als erwartet. Der anschließende Aufstieg fordert dafür deutlich mehr als der Abstieg. Oben angekommen setzen wir uns erstmal auf die bereitstehenden Bänke und sammeln wieder etwas Kraft.
Nach einer kurzen Pause fahren wir weiter nach Roșia Montană. Der ehemalige Bergbauort wirkt eigenartig – irgendwo zwischen Geisterstadt, einfachem Dorf und zaghaftem Tourismusprojekt. Einige Häuser stehen leer oder verfallen, daneben finden sich kleine renovierte Bereiche.
Zum touristischen Teil gehört auch ein Bistro am Hauptplatz, in dem wir unser spätes Mittagessen einnehmen. Danach geht es weiter.
Der nächste Schreck folgt wenig später: Unser Fahrradträger am Wohnmobil ist verbogen, außerdem ist die rechte Leuchte teilweise zersplittert. Wann genau das passiert ist, können wir nicht sagen. Vor Ort finden wir jedenfalls keine Splitter auf der Straße, weshalb der Schaden wohl schon etwas älter sein muss.
Wir nehmen trotzdem noch die letzte Etappe des Tages in Angriff und fahren weiter in Richtung Turda. Unterwegs finden wir auf einer privaten Wiese einen Platz für die Nacht und richten uns dort ein.Leggi altro






