• Kloster Humor & kalte Luft

    13 мая, Румыния ⋅ 🌧 8 °C

    Heute Morgen werden wir bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt wach. Die europäische Kaltfront hat uns inzwischen vollständig erreicht. Entsprechend starten wir etwas zügiger als sonst und fahren über viele Kurven hinab nach Marginea.

    Der Ort ist eigentlich für seine Töpfereien bekannt. Wir hatten erwartet, dort eine Art Töpferviertel oder wenigstens einige Werkstätten zu finden, vielleicht sogar mit Vorführungen oder Besichtigungsmöglichkeiten. Trotz Suche finden wir jedoch nichts dergleichen. Wahrscheinlich hätten wir gezielter suchen müssen.

    Von dort geht es weiter zum Kloster Humor. Schon vor der Anlage fällt uns ein auffallend gepflegter Friedhof auf. Jedes Kreuz ist mit einem kleinen bunten Blumenkranz geschmückt.

    Das Kloster selbst wirkt mit seinen Mauern und kleinen Türmen fast wie eine Burganlage. Entlang der Innenmauern liegen die Wohngebäude der Nonnen, in der Mitte des Innenhofs steht die eigentliche Klosterkirche.

    Wie bereits in den zuvor besuchten Klöstern besteht auch diese Kirche aus drei hintereinanderliegenden Räumen. Die Aufteilung steht einerseits für die Heilige Dreifaltigkeit, hatte früher aber auch eine praktische Bedeutung: Der erste Raum war für Ungetaufte gedacht, der zweite für getaufte Gläubige und der letzte Bereich für Geistliche. Entsprechend unterscheiden sich auch die Wandmalereien. Besonders im ersten Raum dominieren Darstellungen von Hölle, Strafe und ewiger Verdammnis – offensichtlich wollte man dort pädagogisch recht eindeutig arbeiten.
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