• Zum Ende der Erde

    Yesterday in Spain ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir fahren mit dem Auto zum Atlantik. Hohe Berge bieten weite Ausblicke über die See. Brandung, Felsen, Wind und Sonne prägen das Bild dieser wilden Küste. Was von Land aus malerisch aussieht, ist für den Seefahrer oft genug eine tödliche Gefahr, so dass der ganze Küstenabschnitt den Namen "Costa de la Muerte" trägt.
    Wir fahren zum Kap Finisterre, wörtlich "Ende der Erde". In der römischen Antike galt das Kap als äußerster Rand der bekannten Welt im Westen. Heute steht dort ein schöner, großer Leuchtturm.
    Außerdem endet der Jakobsweg hier. Wer von Deutschland oder Frankreich aus bis Santiago de Compostela gewandert ist und noch nicht genug hat, kann die etwa 90 Kilometer zum Kap Finisterre noch anhängen.
    Etwas weiter nördlich, am Leuchtturm von Tourinan, erreichen wir dann wirklich den westlichsten Punkt des spanischen Festlands. Wir stehen hoch oben über dem Meer im Wind, blicken nach Westen und meinen in der dunstigen Ferne undeutlich die Freiheitsstatue zu sehen.
    Zum Abschluss besuchen wir noch das Santuario da Virxe da Barca in Muxía, das „Heiligtum der Jungfrau vom Boot“. Hier erschien, der Legende nach, Maria, die in einem steinernen Boot angereist war, dem in Spanien missionierenden Jakobus. Grund genug, hier eine Kirche zu errichten.
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