• Segovia: Aquädukt, oder: Lateinisch für Anfänger

    August 18 in Spain ⋅ ☀️ 32 °C

    Segovia besitzt eines der am besten erhaltenen römischen Aquädukte der Welt. Es entstand wahrscheinlich im frühen 2. Jahrhundert n. Chr. und diente bis 1973 der Wasserversorgung der Stadt. Die monumentale Brücke war Teil einer rund 16 Kilometer langen Wasserleitung aus der Sierra nach Segovia.
    Mitten in der Stadt erstreckt sich die Arkadenbrücke über gut 800 Meter. Ihre 167 Bögen steigen von wenigen Metern bis auf eine Höhe von 28 Metern an.
    Alles ist so gut erhalten, als hätten die Arbeiter die Baustelle erst in der vergangenen Woche verlassen. Das Bauwerk besteht aus regelmäßig behauenen Granitquadern, die in der römischen Technik des "opus quadratum" ohne Mörtel aufeinandergesetzt wurden. Keilsteine – "cunei" – bilden die selbsttragenden Bögen. Viele Quader zeigen noch paarweise angeordnete Löcher, an denen eiserne Steinhebezangen, "ferrei forfices", ansetzten.
    Die bronzenen Buchstaben der monumentalen Inschrift sind verloren. Aus ihren Befestigungslöchern ließ sich der Text jedoch teilweise rekonstruieren. Wahrscheinlich nannte er Kaiser Trajan und zwei Amtsträger Segovias. Wer den Bau ursprünglich veranlasste und finanzierte, können wir daher nicht sicher wissen.
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