• Irland lohnt sich

    July 30 in Ireland ⛅ 20 °C

    Wie immer an dieser Stelle ein Fazit unserer Reise, während wir auf unseren Flieger warten.
    Irland hat uns super gefallen. Wir hatten aber auch wieder extremes Wetterglück. Keine Ahnung, wie wir das immer machen. Und wir wissen auch nicht, wie die Küsten und Städte sonst ausgesehen hätten. So haben sie sich jedenfalls von ihrer besten Seite gezeigt. Die Iren sind wunderbar gastfreundlich und gesprächig. Das haben wir vor allem auch in den Unterkünften bemerkt. In vielen waren die Gastgeber persönlich da und haben uns oft auch Frühstück gemacht. Landschaftlich war es bergiger als erwartet. Das Wasser war wunderbar klar und türkisblau. Wir waren aber nicht zum Baden drin, das war uns dann doch zu kalt. Insgesamt war es gefühlt anstrengender als sonst, was zum einen daran liegt, dass wir doch jeden Tag etwas vor hatten und diesmal nicht so ein Badetag dabei war. Zum Anderen mussten wir auch jedes Mal in die Unterkunft zurück und dadurch mehr fahren. Das Auto haben wir heut mit ziemlich exakt 4.000km Differenz zurückgegeben. Selbst der Hertz-Mitarbeiter war überrascht.

    Noch ein paar Punkte, die wir bemerkenswert fanden:
    - Alles ist eingezäunt oder eingemauert. Nicht nur private Gärten und Hinterhöfe sind von hohen grauen Mauern umgeben, auch Felder sind mit Zäunen oder Hecken abgesteckt. Bis hin zur Straße, was die Straßen teilweise extrem eng macht.
    - Das Sicherheitsbedürfnis scheint riesig. Überwachungskameras sind normal. Und auch das im privaten Hinterhof. Wo soll da jemand herkommen? Über zwölf Hohe Mauern klettern? Wir hatten aber nie das Gefühl, dass das wirklich notwendig ist.
    - Irische Wohngebiete, ob alt oder neu, sind unserer Wohnalbtraum. Alles gleich und gleich in Reihe mit einem kleinen Stück Garten umgeben von einer 2m hohen Steinmauer.
    - Essen und Trinken kann man überall gut. Für Getränke gibts zumeist kein Menü. Man muss ein bisschen erfragen, was es gibt, bzw. wissen, was man will. Ein Guiness, ein Ale, ein Lager und ein IPA, oft noch mehr, sind auf jeden Fall gezapft zu haben, sehr oft von lokalen Brauereien.
    - Elektro- und Sanitärinstallationen wirken für uns altbacken, werden aber genau so heute noch gebaut. Jede Dose muss irgendwo einen Schalter haben. Im Bad ist das aber nicht erlaubt. Aber zumeist ist so eine tolle Elektrodusche vorhanden. Daher gibts dann Zugkordeln im Bad, denn das geht. Wenn der Lichtschalter nicht außehalb ist, gibts auch dafür eine Kordel. Die Elektrodusche gibts meist auch, obwohl darunter eine Badewanne mit Warmwasser ist. Mischbatterien werden überbewertet. Am Waschbecken gibts meist zwei separate Wasserhähne. Mit warmen Wasser Hände waschen kannste also vergessen. Wasser war aufgrund des trockenen Wetters verstärkt gechlort. Das Abwasser gelangt meist direkt nach draußen und wird erst dort, teilweise offen, in ein Rohr zusammengeführt.
    - Mit keiner einzigen Ausnahme hatten alle Betten eine Doppeldecke, also eine für beide zusammen, die zumeist auch viel zu warm war. Zumindest für das aktuelle Wetter. Wir haben im Urlaub auch schon mal besser geschlafen als hier.
    - Fahren war kein großes Problem. Man muss sich an die Position innerhalb der Spur und ans richtige Schauen gewöhnen. Man muss außerdem ein bisschen reaktionsschnell sein, denn Einheimische sehen es oft gar nicht ein, ein bisschen langsamer zu machen, selbst wenn es enger wird. Tempolimit ist zwar vorhanden, aber eigentlich ist alles beschildert. Städte sind unglaublich voll und komisch zugeparkt. Man fragt sich, wo die aufeinmal alle herkommen. Beim Rausfahren verteilt sich das wieder. Mit N- oder R-Straßen macht man nichts falsch, auch einige L-Straßen waren gut zu befahren. Dabei gilt nicht generell N>R>L, auch N-Straßen können eng werden.
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