Vietnam
Trảng Bom

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  • Day10

    Bildung....

    November 10, 2017 in Vietnam ⋅ ⛅ 25 °C

    Wenn man schon mal hier in der Ecke ist sollte man - so dachten wir zumindest - die letzten Überreste des Vietnamkrieges besichtigen. Also machen wir uns auf, zu einem der vielen Kriegsmuseen der Stadt. Nachdem wir durch das Eingangstor geschleust werden und wie alle anderen gefühlten 5.000 Touristen einen Aufkleber als Eintrittskarte auf das T-Shirt geklatscht bekommen, sehen wir die schön trapierten und frisch gestrichenen Panzer, Hubschrauber, und andere Maschinen, die der Kriegsgegner dort hinterlassen hat. Damit man sich auch schön vorstellen kann, wie es im Krieg war, wird man über Lautsprecher ununterbrochen mit Gewehrsalven und Bombenangriffen beschallt. Mag sein, dass das anderen gefällt - unser Ding ist das nicht.
    Interessanter wird es im Innenbereich des Museums. Aus dem vielen Bildmaterial der Journalisten, die damals mit auf den Schlachtfeldern dabei waren und auch meistens dort ihr Leben lassen mussten, wurde eine informative Ausstellung gestaltet. Viele grausame Bilder zeugen von den Greultaten, die dieser Krieg mit sich gebracht hat....

    Ein weiteres Ausflugsziel ist "Cu Chi" - ein altes Tunnelsysthem. Die Vietnamesen haben im Krieg ganze "Tunnelstädte" gebaut, um sich vor dem Kriegsgegner zu verstecken und ihn heimtückisch überfallen zu können.
    Um diese Sehenswürdigkeit in unsere Reise mit aufzunehmen, buchen wir eine Fahrt dorthin (extra kleine Gruppe + englischsprachiger Guide). Morgens 8:30 Uhr starten wir am Hotel in einem Bus mit 17 weiteren Gästen. Unser Reiseführer hat ein dermaßen schlechtes Englisch, dass sogar Damaris ihn zum Teil nicht versteht. Außer "later you give me the money for the ticket" kam bei mir auch nicht wirklich viel an. Zwischendurch werden wir in einer "Künstlermanufaktur" abgesetzt, um dort für 25 Minuten die "Toilette besuchen" zu können - und zufällig ein paar Souvenirs zu kaufen. Hier ist der Zeitpunkt gekommen, unserem Guide mit meinem wahnsinnig guten Englisch klar zu machen, dass er von uns kein weiteres Geld bekommt, da wir die Gebühren im voraus bereits gezahlt haben und außerdem ich auch nicht wirklich verstehe, warum wir bei der Tunneltour überhaupt hier landen😬. Ich glaube, mein Vokabular war ausreichend - die Geldgeschichte wurde nicht mehr angesprochen💪😉!

    Den Tunnelbesuch könnte man auch mit "Triberger Wasserfälle 2.0" vergleichen. Ca. 30-40 Reisebusse stehen schon auf dem Parkplatz als wir ankommen. Massen von Touristen - darunter auch wir - werden bei schwülen 31°C durch den Dschungel gescheucht. Zugegeben, es ist interessant. Gegen Ende kann man selber durch einen Teil des Systems krabbeln - wenn man schlank genug ist😁, da die Kämpfer damals kleiner als 1,60 m waren und nur ca. 40kg wogen... je mehr wir uns dem Ende der Führung nähern, desto lauter werden irgendwelche Schießgeräusche. Und plötzlich stehen wir vor einem großen Schießstand, an dem schießwütige Touristen ein paar Patronen kaufen und verballern können. Ich finde das ziemlich makaber. An diesem Platz haben vor noch nicht all zu langer Zeit viele Menschen ihr Leben verloren, da ist das Rumgeballer einfach fehl am Platz!!! Im Anschluss werden wir in einer 2 1/2 stündigen Harakiri-Fahrt wieder zum Hotel zurück gebracht.
    Resultat: egal welche Attraktionen uns in nächster Zeit gefallen, wir schliessen uns keiner Touristengruppe mehr an. Das ist alles so künstlich aufgezogen - einfach schrecklich! Mal schauen, ob sich der Vorsatz auf unserer Weiterreise umsetzen lässt....
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Trảng Bom, Trang Bom