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  • Day77

    Kerikeri

    November 17, 2016 in New Zealand ⋅ 🌧 15 °C

    Es ist warm, die Sonne scheint und der Wind hat nachgelassen. Wir machen uns auf den Weg nach Kerikeri, um ein steinernes Haus anzugucken 😐. Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir fahren zum Stone Store, dem ältesten erhaltenen Steinhaus Neuseelands. Gleich daneben finden wir dann auch noch das älteste Haus Neuseelands, das Kemp Haus. Die Holzbohlen in und um das Haus sind noch original erhalten und die Besucher werden gebeten, die Schuhe auszuziehen. Diese beiden Häuser und die etwas oberhalb gelegene St. James Kirche, liegen an einem Bassin des Kerikeri River und sind Bestandteil einer ehemaligen Missionssiedlung aus den 1820er Jahren und sind Zeugnis einer der ersten Besiedelungen Neuseelands. Heute sind in den Gebäuden ein Laden und ein Museum. Das und der Nachbau eines alten Maori-Dorfes nebenan, geben uns einen Einblick in das schwierige Auskommen von Maori und Europäern.
    In dem Maoridorf lernen wir, wie die Maori zwischen 1820 und 1840 gelebt haben. Wusstet ihr, dass die Maori niemals im Haus gegessen haben? Wie wussten es nicht. Das war ein Tapu (Tabu) und ein solches zu brechen, konnte schwere Strafen nach sich ziehen. Jetzt ist uns auch klar, warum sie Schlafhütten der Familien so klein waren, sie dienten nur dem Schutz bei Unwetter und eben zum Schlafen. Alles andere wurde draußen gemacht. Das Leben der Maori war von sehr vielen Tapu begleitet. Der Chief und der Hohepriester wachten über deren Einhaltung. Der Hohepriester war nicht nur Priester, er war auch Architekt, Wahrsager und Arzt. Neben den Chief des Stammes, hatte er bedeutende Macht. Wir sehen Hütten, Erdöfen, Waffen, Kleidung und Speicher für Waffen und Nahrung, sowie Wakas (Kanu) zum Fischen.
    Auf der andern Seite des Flusses ist das Gelände eines ehemaligen befestigten Maori-Dorfes (Pã) zu besichtigen. Wir laufen rüber und kriegen einen Einblick in das kriegerische Leben der Maori. In einem Pã lebten sie nur während der Kriegszeiten.
    Nach soviel Geschichte wollen wir uns den Ort ansehen. Da gibt es allerdings nicht viel zu sehen. Eine Hauptstraße mit Shops und Restaurants, das wars. Gut, wir nutzen das Waffelcafé für eine süße Pause und fahren weiter zum Regenbogenfall (Rainbow Falls). Der ist schnell erreicht und nach 3 Minuten Fußweg stehen wir am oberen Punkt des Wasserfalls. Und tatsächlich, es gibt einen Regenbogen im Spray des 24 m herabstürzenden Wassers. Schnell noch zum Auslaufbecken, denn man soll hier baden und hinter den Fall klettern können. Unten angekommen, lockt uns weder das Wasser noch die Kletterpartie. Es ist kalt, schon wieder regnerisch und das Wasser nicht besonders sauber. Es ist früher Nachmittag und wir entscheiden uns, noch eine Glühwürmchenhöhle in der Nähe und ein paar besondere Toiletten anzusehen 🤓. Auf gehts.
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