• Nha Trang

    25 gennaio 2017, Vietnam ⋅ ⛅ 24 °C

    25.1. und 26.1.2017
    Es regnet durchgehend und wir kaufen erstmal für двадцать thousand Dong (81 Cent) zwei Regenmäntel. Hier wirst du als westlicher Tourist immer in russisch angesprochen, denn weit über 90% der Gäste kommen aus Russland oder den angrenzenden Ländern. Irgendwie ist двадцать (zwanzig) die vorherrschende Zahl, für Wasser, Früchte oder Speisen vom Straßenrand. Teilweise ist Russisch die überwiegende Sprache und Vietnamesisch eher nebenbei. Englisch spielt eine deutlich untergeordnete Rolle.
    Wie Heike schon geschrieben hat, ist Nha Trang nicht unser Wunschort für einen Aufenthalt. Hier gibt es nur Strand und gerade mal ein Handvoll Sehenswürdigkeiten. Alle sonstigen Touren gehen in das weite bis sehr weite Umland. Wir machen das Beste daraus und kümmern uns um unsere Visaverlängerung, denn weil ich keine Lust hatte mich am Visa on Arrival Schalter bei Einreise in HCMC anzustellen, haben wir jetzt ein Problem.
    Als Deutsche benötigen wir ein Visum, wenn wir uns länger als 15 Tage in Vietnam aufhalten wollen. Das muss normalerweise in der vietnamesischen Botschaft im Heimatland beantragt werden. Dazu muss man natürlich wissen, wann man ins Land einreist und das wussten wir vorher nicht. So haben wir uns auf das Visa on Arrival Verfahren gestürzt. Das funktioniert bei Einreise über einen der drei internationalen Flughäfen Vietnams - nach vorheriger Einladung - für alle Visatypen. Also habe ich mich an eine der einschlägigen Visa-Agenturen gewandt und innerhalb eines Tages das Einladungsschreiben per Email erhalten. Damit und einem ausgefüllten Fragebogen pro Person, plus 2 Passbilder, erhält man am Visaschalter des Flughafens gegen 10 US$ sein 30tägiges Visum zur einmaligen Einreise. Eigentlich ganz einfach, doch nicht für uns. Wie schon berichtet, ist das Tet-Fest zu einem Hindernis für die Weiterreise geworden. Deshalb hatten wir bei Einreise überlegt, nur bis zum Mekongdelta (< 15 Tage) hier zu bleiben, denn dafür brauchen wir kein Visum (eine bis Mitte dieses Jahres befristete Regelung). Und alle suggerieren uns, eine Visaverlängerung um weitere 15 Tage ist einfach und kostet auch nur 10 US$ - NORMALERWEISE! Doch das Tet-Fest ist der Ausnahmezustand. Die Immigrationbüros arbeiten nicht und sind bis mindestens 5.2. geschlossen. Super, unsere Aufenthaltsgenehmigung läuft am 2.2. ab 😳. Nach ein paar Fehlanzeigen bei den umliegenden Reisebüros, gibt uns ein netter russischer Travel Agent den Tipp, uns an ein kleines Büro in der City zu wenden, welches auf Visaverlängerung spezialisiert ist und auch englisch spricht. Also hin und tatsächlich, in einem gefühlten 4 m2 Räumchen finden wir Lai. Sie weiß sofort worum es geht und telefoniert, organisiert und verspricht uns die Visaverlängerung bis zum 10.2. an den Ort unserer Wahl zu senden. Das ist bereits der Expressservice und weil sie die Leute kennt. Und der kostet mal locker 160 US$, die wir auch bezahlen! Unsere Pässe sind wir los und gehen per Post auf den Weg nach HCMC, um dann hoffentlich zu uns nach Hanoi zu gelangen. Kein wirklich gutes Gefühl, aber wir vertrauen auf den guten Eindruck und das Wissen von Lai.
    Eine Sorge weniger (oder mehr?), laufen wir durch den Ort und schauen zum Strand auf wirklich große Wellen. Baden ist verboten und das bleibt die nächsten 3 Tage so.
    Das ist gut, denn so gelingt uns die Planung der nächsten Stationen in Vietnam, die Festlegung der Stationen der gemeinsame Fahrt mit unseren Söhnen in Thailand und Kambodscha und die Buchung der Bus-, Bahn und Tourtickets, sowie der Übernachtungsquartiere. Unser Hotel ist wirklich schön und die Terrasse eine sehr gute Basis dafür. Falls wir es nicht schon gesagt haben, buchen wir bisher immer mit Frühstück, denn das gestaltet sich in den vietnamesischen Straßencafés nicht so einfach. Alle anderen Mahlzeiten kaufen wir unterwegs oder in Restaurants. Ein Essen kostet im Durchschnitt 4-5 € und dafür lohnt eine Selbstverpflegung nicht. Heike mag die Schärfe nicht und an Manches müssen wir uns geschmacklich gewöhnen. Alles in allem ist das Essen aber gut 😊, solange wir nicht hinter die Kulissen schauen. Hygiene, so wie wir sie kennen, gibt es hier nicht. Dennoch hat es uns bisher nicht geschadet und wir essen, was wir für gut befinden.
    Am zweiten Tag beenden wir unsere Organisationstage mit einem Besuch eines zünftigen russischen Restaurants, direkt am Strand. Hier wird aktuelle russische Popmusik gespielt und auch fleißig getanzt.
    Morgen wollen wir die Sehenswürdigkeiten anschauen und dann geht es mit dem Nachtbus weiter nach Hoi An.
    Leggi altro