• Über Stock und Stein: Etappe 2 nach Lochranza

    June 28 in Scotland ⋅ 🌬 16 °C

    Zum Frühstück gab es mitgebrachtes Instant-Porridge, Kräutertee von zuhause und Instant‐Kaffee mit Milch (aus dem Douglas Hotel mitgehen lassen). Viertel vor 9 waren wir ready to go. Ich dachte, knapp 16 km die Küste entlang kann ja nicht so schwierig sein, da sind wir bestimmt beizeiten am Ziel. Im Endeffekt war das eine der anspruchsvollsten Etappen, die wir gegangen sind, besonders mit dem großen Gepäck auf dem Rücken.
    Das erste Stück war noch easy, breite Schotterwege, flaches Terrain, gut zu gehen. Irgendwann mussten wir zwischen hohen Farnen hindurch, der Weg wurde sehr schmal. Auf den Farnen lauern die Zecken, haben wir gelesen, und tatsächlich mussten wir später ein paar entfernen. Sehr nervig! Der Weg war stellenweise auch sehr nass oder sumpfig, wir mussten aufpassen, keine nassen Füße zu bekommen. Später gab es noch mehrere Stellen, an denen man über Felsen und Steine klettern musste, teilweise sehr steil hoch und runter, wirklich mega-anstrengend. An manchen Stellen kamen mehrere Herausforderungen zusammen: Schmaler Weg durch Farne, völlig zugewuchert, mit steinigem Untergrund und sumpfigen Stellen, und dann noch hoch und runter. Wir waren echt fertig. Ich glaube wir sind einiges gewohnt, aber das war schon tough. Durch diesen schwierigen Weg haben wir viel Zeit verloren und waren am Ende sehr langsam und über 5 Stunden unterwegs. Ich glaube der schwierige Abschnitt war nicht länger als 5...6 km aber die hatten es in sich. Die letzten 5 km gingen nochmal easy auf guten Wegen entlang. Gut für uns war heute wieder das Wetter, moderate Temperaturen mit Sonne und Wolken, bisschen Regen erst kurz vor Schluss, und teilweise kräftiger Wind überwiegend von hinten.
    Wir sind jetzt in Lochranza in der Jugendherberge, wo wir ein Zweibettzimmer gebucht haben. Wir waren im örtlichen Pub schön Guinness und Cider trinken und haben rustikal zu Abend gegessen: Burger und Mac and Cheese mit Chips.
    Ansonsten ist hier nicht viel los, und wir sind erschöpft und müde, deswegen abends chillen im Zimmer und zeitig schlafen.
    Ich hätte mir gerne noch die örtliche Destillerie angeschaut, aber dafür waren wir heute leider etwas zu spät dran.
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