• Ålesund – 418 Stufen und ein Whirlpool-Abschied

    March 10, 2022 in Norway ⋅ ☁️ 7 °C

    Während wir uns noch von unserem Ausflug in Trondheim erholten, schipperte die AIDAsol in der Nacht weiter nach Ålesund. Als wir erwachten, lag sie bereits im Hafen und lud uns zur nächsten Expedition ein. Also raus aus der Kabine, rein in die Winterklamotten und ab in die Stadt.

    Als Erstes bezwangen wir den Stadtberg Aksla. Natürlich zu Fuß, wie sich das gehört. Man hätte es sich vielleicht leichter machen können, aber wo bleibt denn da der heldenhafte Reisebericht? Nach 418 Stufen erreichten wir den Gipfel und wurden mit einem fantastischen Blick belohnt: Ålesund unter uns, die verschneite Umgebung ringsum und mittendrin unser Schiff, brav im Hafen wartend, als hätte es sich extra für das Foto hübsch gemacht.

    Zur Belohnung gab es oben einen leckeren Latte Macchiato. Man muss die erreichten Höhenmeter schließlich angemessen würdigen. Andere hissen eine Flagge, wir bestellen Milchschaum.

    Wieder unten angekommen, bestaunten wir die farbenfrohen Häuser von Ålesund. Bunt, freundlich und mit diesem besonderen nordischen Charme, der selbst bei Kälte noch ein bisschen Wärme in die Gassen malt. Wir ließen uns treiben, schauten, staunten und genossen die Stadt, bevor es wieder zurück an Bord ging.

    Bereits am Mittag legte die AIDAsol wieder ab. Ziel: Hamburg. Der Norden lag nun hinter uns, zumindest geografisch. In unseren Köpfen und Herzen war er längst eingezogen.

    Das Ablegemanöver nutzten wir für unser inzwischen lieb gewonnenes Ritual. Zunächst stärkten wir uns an Deck mit Currywurst und Glühwein. Eine Kombination, die vielleicht nicht in jedem Feinschmeckerführer steht, auf einer Winterkreuzfahrt aber absolut Sinn ergibt.

    Danach entledigten wir uns der wärmenden Winterkleidung und wechselten in den Whirlpool. Während die AIDAsol langsam aus Ålesund auslief, saßen wir im warmen Wasser, ließen die kalte Luft um unsere Köpfe wehen und verabschiedeten uns entspannt vom letzten norwegischen Hafen.

    So kann man abreisen: satt, warm, glücklich und mit leicht schrumpeligen Fingern.
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