• Für die Statistik war es großartig

    July 7, 2000 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    Die Tour startete in diesem Jahr direkt am Hotel Kreidacher Höhe – womit zumindest das leidige Problem des Gepäcktransports elegant gelöst war. Bevor wir tatsächlich losfahren konnten, mussten allerdings noch ein Vorderrad und die eine oder andere Regenbekleidung nachgeliefert werden. Kleinigkeiten eben. Ohne Rad fährt es sich schließlich nur mäßig gut.

    Erstmals übernahm Dietmar die Führung der Tour. Er hatte sich bestens vorbereitet und meisterte seine neue Aufgabe mit Bravour. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto – noch vollständig, trocken und guter Dinge – führte uns die Strecke zunächst über den Rotzenberg an Siedelsbrunn vorbei. Weiter ging es über den Götzenstein und anschließend über Vöckelsbach und Obermumbach nach Weiher. Von dort lotste Dietmar uns über Zotzenbach weiter nach Rimbach.

    Ab Rimbach sammelten wir die ersten ernst zu nehmenden Höhenmeter in Richtung Juhöhe. Kurz vor der Höhe wechselten wir die Wegmarkierung und gönnten uns anschließend eine ausgesprochen schöne Abfahrt. Die Freude hielt allerdings nur so lange an, bis wir kurz vor Nieder-Liebersbach feststellen mussten, dass wir der Markierung leider in die falsche Richtung gefolgt waren.

    Also wieder hinauf.

    Bei einsetzendem Nieselregen erklommen wir die Juhöhe ein zweites Mal und fuhren zurück bis zur verpassten Abzweigung. Für die Statistik war das natürlich hervorragend. Für die Beine eher weniger.

    Um die Strecke anschließend etwas abzukürzen, nahmen wir die Abfahrt hinunter nach Mitlechtern und folgten von dort der B460 bis Fürth. Danach ging es erneut bergauf, diesmal hinauf zur Tromm.

    Ab dort muss das Hotel wohl bereits zu riechen gewesen sein – oder es machte sich auf eine andere, geheimnisvolle Weise bemerkbar. Jedenfalls wurden noch einmal die letzten Kräfte mobilisiert und das Ziel mit erstaunlich hohem Tempo angesteuert.

    Nach stolzen 58 Kilometern und 1.072 Höhenmetern erreichten schließlich fast alle erschöpft, aber zufrieden die Kreidacher Höhe. Ein Teilnehmer wurde kurz vor dem Ziel noch vom Besenwagen eingesammelt. Auch das gehört zu einer ordentlich organisierten Tour.

    Besonders gut hatten es nun jene beiden Teilnehmer, die ihre Frauen zur persönlichen Betreuung mitgebracht hatten. Schließlich stand noch das gemeinsame Abendessen auf dem Programm. Das schmeckte wie immer vorzüglich und füllte die geleerten Kohlenhydratspeicher zuverlässig wieder auf. Man konnte schließlich nicht den ganzen Tag für die Statistik leiden und dann am Buffet Zurückhaltung üben.
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