Wanderung
  • Day7

    Sonne und Abschied

    April 14, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Es war die letzte Nacht mit der Gruppe und auf dieser Reise. Das Bett fand ich herrlich, aber durchgeschlafen habe ich auch nicht. Wie immer standen wir gegen 07:30 Uhr auf, ich war eher wach und habe wie die anderen Tage zuvor gelesen. Gegen 08:00 Uhr sind wir dann zum gemeinsamen Frühstück gegangen. Auch hier war es wie immer, Bernd und Frank waren schon da. Wir Assen genüsslich zusammen und das Hotel gab uns ein paar Papiertüten, damit wir uns vom Frühstück etwas mitnehmen könnten. Eine wirklich sehr nette Geste. Dann gingen wir auch schon los. Zuerst an der kleine katholischen Kirche vorbei, schmuck anzusehen und in Richtung Talsperre. Davor stand spektakulär das ehemalige Dammhaus.

    Die Luft war herrlich und der morgen noch recht frisch. Die Sonne schien und wir gingen der Markierung folgen zuerst neben der Straße und dann in den Wald hinein. Es ging bergauf - was sonst. Edith viel zurück und schob sich den berg hinauf. Vorneweg war Frank und motivierte uns mit seinem energischen Schritt. Auch hier folgten wir der Markierung der Sauerland Waldroute. Ein weißes W auf grünem Hintergrund. Die Strasse entfernt sich von uns und je mehr wir in den Wald gingen, kam der Vogelgesang hervor. Ein wirklich schönes Stückchen Erde und ich konnte hier lang gehen. Es kam Wehmut auf und in mir stieg der Wunsch, ab jetzt das Stück von noch 14km alleine gehen zu wollen. Und so setzte ich mich mit schnellem Schritt an den Anfang und entfernte mich auch mit der Weile von der Gruppe.

    So ging ich weiter und weiter alleine. Ging an kleinen Bächen vorbei, stapfte über umgefallen baume, machte kurz Rast an einem alten Wander-Häuschen - was etwas gruselig war und folgten nicht mehr der Sauerland Waldroute, sondern der Karte auf meinem Smartphone quer durch den Wald in Richtung Brilon-Wald. Hier war auch der Endpunkt unserer Wanderung.

    Zuerst war ich vor Ort und nach einer Stunde der kamen Edith, Bernd und Frank dazu. Wir unterhielten uns über unsere letzten Wegerfahrungen und dann begleiten wir Bernd und Frank zum Bahnsteig und verabschiedeten sie dort. Zurück auf dem Bahnsteig blieben Edith und ich. Aber bald kam auch unserer Zug und wir fuhren zunächst bis Kassel-Wilhelmshöhe. Denn hier trennten sich unsere Wege. Edith fuhr mit dem ICE über Hamburg nach Lübeck und ich nach Berlin Spandau. Von dort dann mit der S-BAHN nach Charlottenburg und ging nach Hause.

    Der Wanderstock nahm ich mit und möchte ihn auch weiterhin benutzen. Ist auch eine schöne Erinnerung an diese Wanderung. Es war eine kleine, aber feine Gruppe von Menschen, welche sich da getroffen haben. Es hat mir viel Spass gemacht und ich habe viel gelacht. Dafür bin ich sehr dankbar.
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  • Day6

    Regen und Abschied

    April 13, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 9 °C

    Das Frühstück war wieder wie verabredet um 08:00 Uhr. Wir besprachen kurz das Wetter, denn heute soll es regnen. Eigentlich sollte unterwegs immer Mal wieder regnen, aber wir blieben bisher davon verschont. Heute jedoch soll es soweit sein. Vorsorglich zogen wir alles deshalb schon unsere Regenjacken an, da es auch recht kühl war.

    Nach dem Frühstück gingen wir dann los und suchten den Einstieg in den Weg. Es ist im.er schwierig, sich als Gruppe auf etwas zu einigen, so das auch wirklich alle damit gut leben können. So nahmen wir erst eine Umweg in Angriff, um dann auf den Sauerländer Waldrouten Weg zu kommen. Dieser war ab nun ein grünes W auf weissen Grund. An Bäumen, Pfählen der Häuserwänden, war die Markierung stets gut angebracht. Es war kalt und auch diesig. Da es in der Nacht schon geregnet hatte, mussten wir gut aufpassen wo wir entlang gingen. Denn durch den feuchten Untergrund, war es teils sehr rutschig.

    Trotz der schlechten Sicht, gab es doch einen guten Eindruck, wie toll die Landschaft ist. Auch hier bergig, mal Waldweg, mal Pfad oder auch asphaltiert. Immer wieder versperrten noch umgestürzte Bäume uns den Weg und wir mussten sie entweder übersteigen oder umgehen. Dann begann es leicht zu regnen und wir alle zogen zusätzlich noch die Regenhosen an und verpackten die Rucksäcke in ihren Schutzhüllen. Von da an regnete es leicht und mal stärker im späteren Verlauf.

    Zwar führte der markierte Weg an einer Stelle erneut in den Wald, aber Edith, Birgit und ich zogen die Asphaltstraße vor und wird später dafür belohnt. Denn die anderen, Frank, Bernd und Klaus, folgten der Markierung bergauf durch Matsch und sehr vielen umgestürzten Bäumen. Hinterher sagten sie uns, dass es keinen Spass gemacht habe. Wir hingegen gingen zwar im regen, aber fast eben und nicht im Matsch. Ein Auto überholte uns und wenig später sahen wir einen Feuersalamander mitten auf der Straße. Wir blieben stehen und begleiteten seine Wanderung schützend bis zum Wegesrand. Er war wahrscheinlich durch die kalte sehr langsam. Danach trafen wir die Männer aus dem Wald wieder und zogen gemeinsam auf dem markierten Weg weiter.

    An einer grossen Raststelle machten wir Pause. Neben der Raststelle war eine. Art rundes Schwimmbecken. Ungefähr 60cm tief, ca. 20m im Durchmesser und ohne Wasser. Eine grosse grau-braune Maus war darin gefangen und lief immer im Kreis an der Beckenmauer entlang und suchte verzweifelt einen Ausweg. Wir wollten ihr helfen, indem wir zuerst aus der neuen Grillstelle die Tüte der Grillkohle nähme und hofften, dass sie dort hinein ging. Aber nein, sie dreht weiter ihren Kreis. So baute sich eine Art Rampe ihr in den Weg, so dass sie eigentlich in ihrem Lauf dann darauf hinauslaufen müsste. Das tat sie dann auch, aber brach den Lauf dann ab und sprang zurück ins Becken. Wir versuchten es dreimal und es funktionierte leider nicht. Doch plötzlich ging sie doch in die Tüte von der Grillkohle und wir konnten sie damit ganz bequem aus dem Becken holen.

    Mit gutem Gefühl gingen wir weiter und ich war stolz und froh, auf diesem Weg zwei Tieren womöglich das Leben gerettet zu haben. Dann erreichten wir den Ort Padberg, wo uns Birgit und Klaus verließen. Sie gingen in den Nachbarort, um von dort mit dem Bus zu ihren Anschlüssen zu gelangen. Wir verabschiedeten uns voneinander, freuten uns kennengelernt zu haben, wünschten uns weiterhin alles Gute und jede Gruppe zog dann für sich weiter. Ab hier waren wir dann nur noch zu viert.eider hatte die Bäckerei in dem Ort schon geschlossen, so könnte dort nicht unsere Abschiedsfeier stattfinden.

    Auch wir sollten bald unser Ziel erreichen, jedoch müssten wir zunächst weiter durch den Regen teils im Wald und teils in freier Flur wandern. Mittlerweile wurde uns Recht kalt und man merkte die Feuchtigkeit an den Körper kommen. Deshalb beeilten wir uns. Komisch war die Markierung, welche im Gelände etwas anders war als in meiner Karte. Aber wir kamen dann in dem Gasthof in Helminghausen an, erhielten unsere Zimmer und wir entfernten die nassen Sachen nahmen eine schöne heisse Dusche. Ich würde müde und legte mich dösend ins Bett. Edith ging mit den anderen in die gastüber zu Kaffee und Kuchen. Das wäre eh nix für mich gewesen. Später ging Edith mit Frank noch zu angrenzenden Talsperre im Regen. Auch dazu hätte ich keine Lust mehr und hoffe darauf, diese morgen früh im Trockenen zu begegnen.
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  • Day5

    Kurz aber gut

    April 12, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Wir haben beide nicht gut geschlafen. Das lag aber nicht am Bett. Edith fühlte sich in der Unterkunft nicht so ganz wohl und ich hingegen schlief zwar schnell ein, wachte aber früh auf und konnte nicht mehr einschlafen.

    Wir standen auf und gingen wie die letzten Tage auch um 08:00 Uhr in den Speiseraum, wo meistens Frank und Bernd schon warteten. Ich brachte meinen Gemüseaufstrich mit, bekam Tee und die anderen Kaffee. Wir warteten noch bis Birgit und Klaus da waren und begannen zu frühstücken. Danach besprachen wie jedesmal in dieser Situation kurz die kommende Etappe. Die Rechnung ging komplett durch 6. Also der Kaffee und kuchen vom Vortag, dass Abendessen und die Getränke. Dann ging es los.

    Es war leicht diesig und auch recht kühl. Eine Jacke war schon Pflicht. Wir gingen sogleich in den ausgewiesenen Weg und kamen an einem er Stelle vorbei, wo nur die eine kleine lila blühendes Veilchen vorkam. In den Bleikuhlen. Natürlich blühte es nicht nicht, aber die unzähligen Informationen am Wegesrand zeigten Bilder von der Pflanze.

    Alsdann kamen wir in einen Wald, wieder sehr dicht und auch hier mit Schäden durch den Sturm Frederike. Dem Weg folgend überquerten wir die Autobahn und kamen in einen Buchenwald. Hier waren erneut wie auf einem Lehrpfad Infotafeln aufgestellt, welche über Flora und Fauna, sowie geologische Besonderheiten Auskünfte gaben. In einem kleinem Rasthaus am Waldrand, machten wir kurz Pause und zogen dann an den Ackern und Wiesen weiter. Später kamen wir wieder in einem Wald. Dort hinterließ jemand mitten in Wald auf dem Weg seinen Kühlschrank. Witzig fand ich das nicht, eher beschämend. Mittlerweile glaube ich, wir Menschen haben die Natur und somit unser Dasein nicht verdient.

    Wir durchquerten eine kleinen Ort, nur um dann auf einer kleinen asphaltierten Strasse an Schafeb vorbei in die nächste Ortschaft zu kommen. In der Ferne sahen wir schon die Stiftskirche von unserem Ziel Marsberg oder besser Ober-Marsberg. Zuvor jedoch machten wir beim Becker in dem nun erreichten Ort Essentho halt und machten bei Kaffee und Kuchen bzw. Laugenstangen eine Pause.

    Danach wieder durch ein kleines Waldstück und schwubs waren wir in Marsberg. Das müssten wir erst durchqueren, um dann zu Ober-Marsberg zu gelangen. Zuerst jedoch schnell Wasser kaufen und dann ging es wieder recht steil bergauf. Oben an der Stiftskirche warten wir auf die anderen uns sammelten uns. Dann ging es zur Unterkunft. Eine ältere Dame öffnet, gab uns die Schlüssen und die Zimmerverteilung nahmen wir selbst vor. So wie bisher auch. Ich machte eine kleine e Pause und ging dann mit Frank nochmals den selben Weg hinuter, weil ich in den Bio-Supermarkt mir Tofu kaufen wollte. Unten in Marsberg trennten sich dann unsere Wege. Frank wollte weiter etwas die Gegend erforschen und ich ging den steilen Anstieg zur Unterkunft zurück. Aber ich sah mir die Gegend etwas genauer an und dann besichtigte einen alten Beobachtungsturm bzw. die Stiftskirche von innen. Dann ging ich zur Unterkunft zurück.

    Edith, Birgit, Klaus und Bernd, saßen draussen und tranken Bier. Ich gesellte mich zu ihnen und später kam dann Frank zurück. Draussen assen wir auch zu Abend und als es kühler wurde, gingen wir in den Gastraum. Dort spielten wir zusammen Karten, woran wir viel Spass und Freude hatten. Nach 3 Stunden spielen gingen wir dann zu Bett.
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  • Day4

    Bierbaums-Nagel

    April 11, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 10 °C

    Es war wohl für (fast) alle Mitwanderer die bisher beste Nacht in dem Café Kaffeebohne. Das Frühstück war auch erstaunlich gut. Danach holten Edith und ich uns einen Lottoschein und wählten aus Spass ein paar Zahlen aus. Wir wollten sehen ob wir etwas gewonnen haben und wenn ja, dass wir noch in dem Bundesland einen eventuellen Keinbetrag noch abholen können.

    Ich sah mir noch eben im Morgenlicht das alte Benediktinerkloster an und dann kamen auch schon die anderen. Gemeinsam gingen wir zunächst in einen Supermarkt, kauften Wasser und frischen Saft. Dann verließen wir den Ort und waren sogleich wieder in einem dichten Wald. Ein kleiner Bach plätscherte dahin und versüßte uns die begonnene Wanderung durch einen sehr dichten Tannenwald. Aber wie zu erwarten, ging es natürlich zunächst bergauf und wir folgten zunächst einem örtlichen Rundwanderweg. Eigentlich wollten wir den alten Fernsehturm sehen, aber unser Interesse schwand nachdem wir gelesen haben, dass er vielmehr nur noch als Funkturm für Mobilfunk fungiert.

    Wir erreichten eine Formation, welche Gertrudenkammer und Drudenhöhle genannt wird. Beides haben wir wegen dem abhang nicht sehen können, aber es gab von dort eine tolle Aussicht. Immer wieder wurden wir auf diesem Stück auf "mystische Stätten" hingewiesen ohne zu erfahren, warum dieses so mystisch sind. Aber wir konnten uns es schon anhand der des sehr dichten Waldes und der doch etwas unheimlichen Stimmung vorstellen, dass man schon etwas Mystisches hier erleben kann.

    Wir gingen weiter und machten Rast an der Kroll-Baude. Eine kleine Hütte an einem Ort, wo zwei Förster 1880 ermordet wurden. Ein grosses Kreuz erinnerte daran. Nach der Rast folgten wir dem breiten Waldweg und kamen nach ca. einer Stunde an einen Abzweig. Dieser führte uns zu unserem heutigen Höhepunkt. Nach weiteren 10 Minuten sahen wir einen restaurierten Turm - Bierbaums Nadel. Der Volksmund brachte dem Turm den Namen. Ein Gutsherr aus der Umgebung wollte seiner Bevölkerung Arbeit verschaffen und seiner Ehefrau der Heimat nachträumend etwas Gutes tun. So liess er den Turm bauen und seine Ehefrau kam hin und wieder mit einem Esel daher und sah in Richtung Kassel - ihrer Heimat. Wir jedoch sahen oben vom Turm nur Wald. Womöglich war er früher etwas kürzer und die Dame konnte die Stadt sehen.

    Zurück auf dem Weg folgten wir der Markierung mit einem weissen X auf schwarzen Grund. Das stand für den Eggeweg. Wieder eine kleine Pause, eine Strasse überquert und später erneut eine kleine Pause. Das Wetter war am morgen sehr schön, zum Mittag hin kamen jedoch Wolken und zu gestern war es deutlich kühler.

    Wieder kamen wir an eine Ort named Nadel, ein hoher schmaler Abgrund und von da an begann unser "Abstieg" von 480m auf 260m. Erneut dann eine kurze Etappe auf einer Strasse und sogleich dann wieder in den Wald zu einem Ort, welcher früher als Sandstein-Abbau diente. Von hier wussten wir schon, dass wir nur noch ca. 30 Minuten von unserem Ziel entfernt sind.

    Wir erreichten Blankenrode und unsere Unterkunft für heute. Eine ältere Frau begrüßte uns und servierte später Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Später am Abend kochte sie und für mich sogar vegan - Reis mit Tofugemüse. Die anderen bekamen klassisch Schnitzel mit Pommes. Dann gingen wir zu Bett
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  • Day3

    Frederike haut alle um

    April 10, 2018 in Germany ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir haben in dem Waldcafé Jäger nicht so gut geschlafen, aber es war okay. Die Sonne lächelte schon durch das Fenster und es wurde Zeit zum Aufstehen. Edith begrüßte mich mit einer kleiner Überraschung. Denn ich habe heute Geburtstag und sie hatte eine kleine metallene Dose mit aufgestellten Kerzen in Form einer Geburtstagstorte dabei. Wie niedlich. Ich habe mich sehr darüber gefreut und Edith gleich zweimal dafür gedrückt. Am Frühstückstisch gestand ich meinen heutigen Feiertag und die metallene Dose mit der Wachstorte wurde angezündet. Sogleich fragte die Bedienung und beglückwünschte mir und sagte, dass jeder am Tisch zur Feier des Tages vom Haus ein Glas Sekt bekommt. Das war nett.

    Nach dem Frühstück, was heute etwas länger dauerte, gingen wir los. Um auf den eigentlichen Wanderweg wieder zurück zu kommen, müssten wir entweder quer durch die Stadt oder einem anderen wanderweg - den Sachsenring - folgen. Wir entschieden uns für die letztere Variante. Nach einer Weile auf dem Weg stellten wir fest, dass wir in die falsche Richtung gingen. Ob da der Sekt von heute morgen Schuld dran war? Wir drehen um und verließen recht schnell Bad Driburg und müssten zunächst nur bergauf. Denn wir mussten wieder auf den Bergkamm zum Wanderweg "Eggestieg". Unterwegs zum Bergkamm viele Wiesen mit grasenden rindern, schmucke Häuser mit Teppichen von Osterglocken davor. Der Frühling kommt

    Oben angekommen, zunächst eine kleine Pause in einem Wander-Häuschen. Dann folgten wir dem eigentlichen Wanderweg durch einen zum Teil sehr dichten Wald aus riesengroßen Tannen. Auch hier hatte Frederike ihre Spuren hinterlassen. Aber es war zu erkennen, dass die Forstarbeiter viel getan haben in die größten Schäden zu beseitigen bzw. die Wanderwege wieder zu beräumen.

    Ein kleines Stück ging es auf der Straße entlang. Jedoch war kaum Verkehr und es ging sich somit ganz gut. Leider ging der Weg kaum durch Ortschaften, so dass für manche Mitwanderer es schwer auszuhalten war, kein Kaffe und Kuchen zu bekommen. Nach Herbram-Wald, eine kleine Ortschaft, verließen wir die Strasser und gingen wieder in den Wald. Dort waren die Schäden durch den Sturm Frederike extrem. Schwere Waldmaschinen haben die Wege schwer begehbar gemacht und so wurde es für uns und unsere Füsse nicht gerade einfach gemacht. Über Bäume und Äste Muster wir steigen und sahen eigentlich auch nicht mehr den richtigen Weg. Denn scheinbar fielen auch die Bäume mit den Markierungen dem Sturm zum Opfer. Von daher war es erneut gut, dass wir unsere Smartphones dabei hatten und uns anhand der Karten orientieren konnten. So ging es eine ganze lange Weile durch diesen dichten und auch beschädigten Wald. Bei einer Rast entschieden wir uns eine Absperrung auf unserem Weg nicht zu ignorieren und folgten einem alternativen Weg. Es war ziemlich warm und sonnig und ich glaub, so mancher hätte sich eincremen sollen - hust.

    Wir folgten den Wald beragab bis zum Bahnhof von Willebadessen und erreichten dann den Ort. Im Supermarkt kauften wir Wasser ein und fragten Passanten nach einem netten Café. Leider hatte dieses eine "nette Café" am Kloster heute Ruhetag, so entschieden wir uns auch hier für die Alternative. Wir tranken Kaffe, Assen kuchen oder Eis. Ich lud meine Mitwanderer. Dann gingen wir gleich um die Ecke zum Gasthaus "Deutsches Haus". Dort erfuhren wir jedoch, dass unsere Reservierung dort offensichtlich nicht angekommen sei. Zuerst besturzung, aber dann Hoffnung. Denn das Café wo wir eben waren, hatte noch Zimmer frei. Erleichtert gingen wir zurück, meldeten uns dort und erhielten unsere Zimmer. Mein Gott waren wir froh. Irgendwie war der Tag heute auch recht anstrengend. Wir verabredeten zu 19:00 Uhr und gingen dann zum Gasthof, um dort zu Abend zu essen. Aber vorher würde geduscht, denn das hatten wir alle nötig
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    Yves Neumann

    Alles,Alles gute zum Geburtstag

    4/10/18Reply
     
  • Day2

    Die Kämme durchkämmen

    April 9, 2018 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Irgendwie kam es mir in dem hotel Silbermühle in der Nacht feucht vor. Das mag sicherlich auch an den See und dem kleinen Wasserfall. Leider hat man letzteren in der Nacht in unserem Zimmer nicht gehört. Die Nacht war gut und nach einem kleinen Weckruf an Edith gingen wir eine halbe Stunde später um 08:00 Uhr zum Frühstück. Die anderen waren ebenfalls gerade erst in den Speiseraum gekommen. Es gab ein überschaubares Frühstücksbuffet, aber auch Saft und Gemüse. Manches davon war sogar eingelegt gewesen. Wie zum Beispiel diese wunderbaren Kapern. Die waren lecker. Nach dem Frühstück bezahlten wir, besprachen noch einmal kurz die Reisestrecke und gingen los. Diesmal ging es meist auf Kämmen der hiesigen Erhebungen entlang.

    Zuerst durch einen dichten und hohen Tannenwald. Die Bäume waren zum Teil stark mit Moos bewachsen, was einen teils unheimlichen, aber auch romantischen Gesamteindruck ergab. Häufig ging es bergauf, was mitunter für einige Wandermitglieder anstrengend war. So warteten wir dann hin und wieder auf die anderen. Im Gegensatz zu der gestrigen Strecke, war diese sehr in Wald und man hörte weder Autos noch Flugzeuge oder andere Maschinen. Nur die vogel zwitschert en U d leider auch die quatschenenden Mitwanderer - hehe. Dadurch wurde das chillige Gefühl etwas gestört.

    Erstaunlich und erschreckend war zudem, wie viele starke Bäume durch den letzten Sturm von vor 3 Wochen einwachsen umgestürzt oder abgeknickt wurden. So mussten wir deshalb über manche daher liegende Bäume drüber klettern oder diese umgehen. Immer Mal wieder legten wir kleine Pausen ein und trafen sonst ich kaum Menschen.

    Nach seiner ganzen Weile erreichten wir den Eggeturm, ein Aussichtsturm auf einer Kammhöhe. Leider hatten wir keinen schönen Weitblick. Es war zwar warm, aber etwas diesig. Jedoch konnten wir in der Ferne das Hermannsdenkmal erkennen und schnell wurde gerechnet, wie viele Kilometer wir schon gegangen sind. Auch hier legten wir eine, aber nun etwas längere, Pause ein.

    Weiter auf einem Kamm entlang durch zunächst mit Heidekraut bewachsenen Wiesen und später wieder durch dichten Wald. Im Hochsommer sicherlich eine sehr willkommene Abwechslung. Wir müssten uns entscheiden, wie wir an unserem Ziel - Bad Driburg - eingehen werden. Aber zunächst entschieden wir uns noch für einen kleinen Aufenthalt in einem Cafe oberhalb der Stadt mit einem herrlichen Ausblick, direkt neben einer Klosterruine gelegen. Nach der Pause gingen wir hinunter und durch die Stadt. Kehrten aber zum Shopping vorher noch in einem Supermarkt ein. Dann ging es zum Waldhotel Jaeger. Ein einfaches Hotel. Hier sollten wir heute Abend ein Buffet erhalten.

    Wir haben eine Überlegung und wollten heute Abend hier eventuell in Kino gehen. Aber wir stellten fest, dass es doch Recht weit vom Hotel gelegen ist. So gingen wir nicht ins Kino und genossen auf der Terrasse das Buffet und den Abend. So langsam kommen wir auch alle zusammen mehr und mehr ins Gespräch. Bis auf Edith kannte ich die anderen vier nicht. Recht unterschiedliche Persönlichkeiten. Ein ehepaar - Birgit und Klaus - so um die 50, Frank der Organisator der Wanderung 46 und Bernd, der ehemalige Ehemann der Nichte von Frank 50
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    Yves Neumann

    Super schöne Bilder , ich beneide euch ein bisschen aber ich wünsche euch eine gute Weiterreise.

    4/9/18Reply
     
  • Day1

    Auf nach Detmold

    April 8, 2018 in Germany ⋅ ☀️ 15 °C

    Ich schließe mich heute einer Wanderung an. Edith, meine Pilgerfreundin und Bekannte von ihr, sind die Hermannshöhen entlang gegangen und folgen somit dem Jakobsweg von Bremen nach Köln. Interessanterweise hat dieser keinen besonderen Namen. Dabei gehen sie die Strecke nicht mit einmal, was ich bevorzugen würde, sondern teilen sich diese auf und gehen sie meist an verlängerten Wochenenden. Das wäre absolut nichts für mich. Die Via Baltica habe ich auf diese Art und Weise bestritten und es hat mir nicht gefallen. Immer wieder Lücken im Weg und diese komplizierten An- und Abreisen. Da mag ich dich lieber am Stück gehen.

    Diese Wandergruppe nun ist kurz hinter Detmold im letzten Jahr angekommen und sie möchten nun den Weg fortsetzen. Da ich gerne wandere habe ich Edith gefragt, ob meine Anwesenheit ein Problem sein. Nein ist es nicht und nun bin ich auf dem Weg nach Detmold. Von dort werden wir gleich zum Hermannsdenkmal und von dort dann nach Silbermühle. Das Wetter ist hervorragend. Strahlend blauer Himmel und Frühling liegt in der Luft. Herrlich.

    Der ICE hielt ausserplanmäßig in Herford und ich nutze die Gelegenheit und stieg dort aus. Denn dadurch vermied ich den Schienenersatzverkehr in Bielefeld. In Herford wartete ich auf den regionalen Anschlusszug und fuhr nach Detmold. Da ich der erste unserer 6-köpfigen Wandergruppe war, hielt ich mich mit Kaffe und Brötchen von Bäcker am Bahnhofsplatz dort in der Sonne auf und nahm das Frühstück ein und beobachtete die Leute. Auffallend waren die vielen Wanderer und die Fahrradfahrer. Das schöne Wetter trieb wohl die Leute heraus.

    Dann kamen Edith und die anderen. Wir stellten uns vor und gingen sogleich in Richtung Hermannsdenkmal durch Detmold. Widererwarten war es Recht bergig und blieb auch den ganzen Tag so. Geführt von Google-Maps folgten wir dem vorgeschlagenen Weg und kamen zu einem Grundstück wo wir freundlich umgeleitet wurden. Dann ging es eigentlich immer bergauf und die Temperaturen stiegen und wir begannen tatsächlich zu schwitzen.

    Oben am Denkmal war es voller Menschen und Vertriebe bei uns die Lust, auf die Plattform vom Denkmal zu steigen. So folgten wir jetzt den mit einem weissen grossen H ausgewiesenen Weg. Durch die hügelige Landschaft. Es war zwar warm und sonnig, aber die Bäume hatten noch kein Kunde und auch blühendes war nicht zu sehen. So wirkte die Natur braun und grau. Aber es war trotzdem toll die Landschaft zu sehen und die frische Luft und Ruhe zu geniessen.

    Nach einer Weile kamen wir dann zum zweiten Höhepunkt des Tages - den Externsteinen. Eine natürliche Gesteinsformationen wie in der sächsischen Schweiz, die man gegen Bezahlung besteigen kann. Es ist sozusagen die Mini-Variante der Sächsischen Schweiz.

    Weiter wieder bergauf und ab. Auotstassen müssten über- und unterquert werden, um erneut in ein Waldstück zu gelangen. Nach einer Weile erreichten wir die Silbermühle - unsere erste Unterkunft und mitten und völlig allein im Wald gelegen. Das Zimmer von Edith und mir war ein Palast. Riesengroß und mit vielen alten Möbeln. Nach dem Essen und Duschen, gingen wir zu Bett.
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